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BERLIN. Häufig werden im Nahen und Mittleren Osten über die Grenzen unterschiedlicher oder sogar verfeindeter Länder hinweg technische Infrastrukturprojekte realisiert. Doch trotz vieler Einzelprojekte muss das Netzwerk wissenschaftlicher Exzellenz intensiviert werden, lautete ein Ergebnis der Konferenz „Technik als Brücke der Kulturen“. Die Teilnehmer kamen überein, dass sich Deutschland am Ausbau eines Netzwerkes insbesondere für junge Wissenschaftler beteiligen sollte, um auf dieser Basis die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens zu stärken.
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Die Konferenz, die von der Technikwissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften organisiert wurde, zeigte, dass die Prosperität Israels und seine Leistungsfähigkeit in Technik und Wissenschaft im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten auf dem Bildungsstandard seiner Bürger beruht.
Aber auch andere Länder der Region haben die Bedeutung der technischen Wissenschaften erkannt und investieren massiv in den Ausbau entsprechender Universitäten. Kulturbedingte Probleme, besonders im frühen Bildungsbereich, wurden als Hemmnisse einer schnelleren wirtschaftlichen Entwicklung identifiziert. Dabei ist der Zustand des Bildungswesens in den einzelnen Ländern der Region sehr unterschiedlich, ebenso wie der Stand der Demokratisierung.
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Deutschland hat gute Beziehungen zu vielen Ländern der Region, historisch bedingt besonders zu Israel, aber auch zu vielen arabischen Ländern. Nach Ansicht der Konferenzteilnehmer ist es daher aufgerufen, einen Beitrag zur wissenschaftlich-technischen Entwicklung dieser Länder zu leisten. Dies geschieht schon jetzt durch zahlreiche Einzelprojekte unterschiedlicher Institutionen wie GTZ, DAAD, Humboldt-Stiftung und andere, von denen viele auf der Konferenz vertreten waren.
Noch nicht ausreichend, so die Bilanz der Organisatoren der Konferenz, ist das Netzwerk wissenschaftlicher Exzellenz zwischen Deutschland und dem Nahen und Mittleren Osten, insbesondere für junge Wissenschaftler. Deutschland sollte hier im eigenen Interesse investieren, um einen Beitrag zur politischen Stabilisierung der Region zu leisten, aber auch um sich an den enormen wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten beteiligen zu können. (gl.)
Kontakt:
Gisela Lerch
Leiterin der Abteilung Kommunikation und Information der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
Tel.: 030 / 20370-657
glerch@bbaw.de
www.bbaw.de
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