Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
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Aus den Akademien
Datum: 11. April 2008
Nummer: 02-2008


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Akademien zählen! Und sie zeigen Ihnen, dass Mathematik keine trockene Materie sein muss. An unserem Akademientag am 19. Juni 2008 laden wir Schüler, Lehrer und weitere Wissbegierige ein, um mit ihnen über die Mathematik hinter den Klimamodellen zu diskutieren; wir erklären, mit welchen mathematischen Methoden Bilder erzeugt werden und bieten Optimierung zum Mitmachen an. Eine Vielzahl weiterer Akademie-Veranstaltungen in ganz Deutschland bringt die Verbindungen zwischen der Mathematik, den Geisteswissenschaften und den Künsten ans Licht; unser Flyer zum Jahr der Mathematik fasst die Termine übersichtlich für Sie zusammen.

Damit Sie auch im Internet wichtige Veranstaltungen und Pressemitteilungen der Akademienunion leichter finden können, haben wir außerdem unsere Homepage neu gestaltet. Unter www.akademienunion.de können Sie nun bereits auf der Startseite auf Aktuelles zugreifen, sich über das Akademienprogramm informieren, Broschüren herunterladen und sehen, welches Forschungsprojekt der Schwerpunkt in „Aus den Akademien“ ist.

In dieser Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Sie zu den Felsbildgalerien der Seidenstraße führen. Bereits vor 10.000 Jahren hinterließen Jäger ihre Spuren am Karakoram-Highway; später bahnten sich dort nicht nur Händler, sondern auch Religionen ihren Weg. Ein deutsch-pakistanisches Projekt, das im Akademienprogramm gefördert wird, erschließt die uralten Zeugnisse, bevor sie 2016 in einem Stausee versinken werden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Ihr

Prof. Dr. Günter Stock
Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften


Inhalt:

Forschung aktuell

Kurz notiert

Termine

Neu erschienen

Personalia

Impressum

Auf den Seitenwegen der Seidenstraße

Jedes Jahr brechen Heidelberger Forscher für zwei Monate nach Pakistan auf. Ihr Ziel: die Felsbildgalerien am Karakorum-Highway

HEIDELBERG. Wenn die Heidelberger Akademieforscher rund um Prof. Dr. Harald Hauptmann derzeit zur Arbeit gehen, müssen sie erst einmal die eiskalten Fluten des Oberen Indus überqueren. Pakistanische Goldwäscher haben ihnen ein Floß gebaut und leiten sie an den tückischen Strudeln vorbei, am Nordufer wartet noch ein kleiner Aufstieg auf sie. Die Mühe lohnt sich: Denn dort, wo Hindukusch, westlicher Himalaya und Karakorum zusammenstoßen, verlaufen seit Jahrtausenden wichtige Verkehrsrouten, die China und Zentralasien mit dem indo-pakistanischen Subkontinent verbinden. Am Rande dieser uralten Wege haben Nomaden und Händler, Krieger und Wallfahrer ihre Spuren hinterlassen. Die Felsbildgalerien, die sie in den Stein ritzten, gehören zu den umfangreichsten, ältesten und vielfältigsten der Welt. Seit den 80-er Jahren sind Heidelberger Wissenschaftler dabei, die 50 000 Zeichnungen und 5000 Inschriften in zehn Schriftsystemen für die Nachwelt zu sichern – seit dem Jahr 2000 wird das Projekt in einer zweiten Förderphase im Akademienprogramm mit jährlich 275.000 Euro finanziert.

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Ein Staudamm bedroht die Felsbildgalerien

Die meisten Notizen im Gästebuch der Seidenstraße werden 2016 geflutet. Von ihnen bleiben nur die Publikationen der Heidelberger Forscher. Und ein Zentrum, das sie gemeinsam mit pakistanischen Partnern aufbauen.

CHILAS / GILGIT / HEIDELBERG. Das Land braucht Energie!, hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf im Jahr 2006 beschlossen. 450 Megawatt soll daher der geplante Diamer-Basha-Staudamm westlich von Chilas liefern. Ein ehrgeiziges Projekt: Mit einer Staumauer von 270 Metern soll er höher werden als der chinesische Drei-Schluchten-Damm, für den 115 Quadratkilometer großen Stausee müssen 32 Dörfer im Schatten des Nanga Parbat weichen. Auch 90 Prozent der zentralen Felsbildgalerien im Diamer-Distrikt werden versinken – insgesamt 70 bekannte Stationen mit etwa 32.000 Zeichnungen und Inschriften.

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Von Reitern, Giganten und sanften Buddhas

Der Karakorum bildete das Tor zwischen Zentralasien und dem indo-pakistanischen Subkontinent – es wurde über Jahrtausende von den unterschiedlichsten Völkern genutzt.

HEIDELBERG. Nicht nur Waren wurden entlang der Seidenstraßen transportiert, auch neue Glaubensrichtungen und weltliche Ideen fanden hier ihren Weg in neue Regionen. Die ersten auf dieser Route waren Jäger. Das Ende der Eiszeit brachte ein wärmeres Klima und so kamen sie bereits im 9. Jahrtausend vor Christus aus den nördlichen Steppen und südlichen Ebenen in die zunehmend bewaldete, wildreiche Hochgebirgsregion. Steinböcke, Blauschafe, Schraubenziegen und ganze Jagdszenen ritzten sie in die Felsen. Sich selbst verewigten die Wildbeuter lediglich, indem sie die Umrisse ihrer Hände und Füße nachzeichneten. Noch mehr als diese uralten Zeugnisse faszinieren Prof. Dr. Harald Hauptmann und sein Team jedoch die 5000 Jahre alten Giganten aus der Bronzezeit, die mit erhobenen Armen über die Berge wachen.

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Eine Expedition zur Seidenstraße

Wir konnten Ihnen nur einen kleinen Ausschnitt der Forschungen rund um das steinerne Gästebuch der Seidenstraße vorstellen. Falls Sie mehr über die uralten Felsbilder wissen möchten, die von dem geplanten Stausee bedroht sind, oder neugierig auf die Edition geworden sind, dann finden Sie hier Hinweise auf Publikationen, Internetadressen und Veranstaltungen. Es blieben dennoch Fragen offen? Ausgewiesene Experten zu den Felsbildern und Inschriften am Karakorum-Highway beantworten sie gern.


Immer in Bewegung

Unter dem ostantarktischen Eisschild verbirgt sich ein See, dessen jüngste Wasser mindestens 400.000 Jahre alt sind. Glaziologen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erforschen ihn.

MÜNCHEN. Sechsmal so groß wie der Genfer See ist der Wostoksee mit seinen 15.690 Quadratkilometern. Doch er versteckt sich unter 3700 bis 4300 Metern Eis – dort, wo der Druck der Eismassen von oben und die Erdwärme von unten das Wasser trotz einer Temperatur von minus drei Grad zum Schmelzen bringt. Im Internationalen Polarjahr arbeiten Wissenschaftler der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven federführend an einem interdisziplinären Programm mit, das diesen und andere Seen unter dem Eis untersuchen soll. Die ersten Ergebnisse über die physikalischen und dynamischen Bedingungen des Wostok Sees liegen nun vor. Sie werden in den renommierten Fachzeitschriften „Earth and Planetary Science Letters“ und „Geophysical Research Letters“ publiziert.

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Kurz notiert

Wie sicher ist unsere Welt?

Auf der XVII. internationalen Amaldi-Konferenz diskutierten 56 Forscher der Wissenschaftsakademien und der nationalen wissenschaftlichen Gesellschaften über globale Sicherheit, Rüstungskontrolle und Nuklearpolitik

Von Klaus Gottstein

HAMBURG. Wissenschaftliche Fragen rund um die Nuklearpolitik standen im Mittelpunkt der dreitägigen Konferenz, die Mitte März 2008 im Auditorium des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Wissenschaftler aus China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, dem Iran, Israel, Italien, Japan, Kanada, Südkorea, Polen, Russland, Tschechien und den USA lieferten in 23 Vorträgen wertvolle Erkenntnisse, die nun an die Regierungen und politischen Ausschüsse weitergeleitet werden. Gastgeber war die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, die Akademie der Wissenschaften in Hamburg hatte die Schirmherrschaft übernommen. 

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Baumringe, Eis und Sonnenwind erhellen erstmals lückenlos 14.500 Jahre

Klima und Geschichte werden über Jahrtausende in Baumringen und Gletschereis archiviert. Mithilfe dieser natürlichen Datenbanken stießen Forscher aus Heidelberg und Hohenheim tief in die Eiszeit vor.

HEIDELBERG. Das Klima spielte verrückt, erste stadtähnliche Siedlungen wuchsen und der Steinzeitmensch erfand den Ackerbau: Für Klimaforscher und Archäologen ist das Ende der jüngsten Eiszeit ein wichtiger Wendepunkt der Geschichte. Doch die Details der dramatischen Klimaschwankungen, die diese Epoche prägten, lagen bislang im Dunkeln. Nun gelang es Forschern der Heidelberger Akademie und der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen, die Daten der Klima-Archive aus Eiskernen und Baumhölzern zu verknüpfen. Erstmals können sie so Ereignisse bis in die Zeit vor 14.500 Jahren exakt datieren, schreiben sie im Fachmagazin Nature Geoscience.

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Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Exzellenzinitiative

Experten reflektieren, wie sich die aktuelle Forschungsförderpolitik auf die Universitäten auswirkt

BERLIN. In der bundesdeutschen Wissenschaftslandschaft fehlt eine nachträgliche Exploration und Selbstreflexion, die sich empirisch und konzeptuell mit der am stärksten auf die Forschung bezogenen Zweiten und Dritten Förderlinie der Exzellenzinitiative befasst (Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte). Diese Lücke schließt nun die auf drei Jahre befristete Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Exzellenzinitiative“ der  Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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Krebsgene identifiziert

Forschergruppe der Mainzer Akademie und der Chirurgischen Klinik Erlangen klärt Krebsentstehung durch ein menschliches Virus

MAINZ. Dass der humane Herpes-Virus Typ 8 eine Rolle bei der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs bzw. von Kaposi-Sarkomen spielen kann, war bereits bekannt. Doch nun haben Forscher der Mainzer Akademie und der Uniklinik Erlangen erstmals ein Gen des Virus identifiziert, das diese Krebszellen wachsen lässt. Zusätzlich kartierten sie 80 Gene, die das Virus in infizierte Körperzellen einschleust.

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Eine Klasse für die Künste

Wo Wissenschaften und Künste sich treffen, wird der Boden für neue Ideen bereitet

DÜSSELDORF. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften wird um eine vierte Klasse für die Künste erweitert. Diese soll das gesamte Spektrum von bildender Kunst über Musik, Literatur, Tanz und Theater bis hin zur Literatur umfassen. Bisher nahm von den deutschen Wissenschaftsakademien nur die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz Schriftsteller und Poeten in ihre Reihen auf.

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Technik ist eine Brücke zwischen den Kulturen

Ergebnisse einer internationalen Konferenz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

BERLIN. Häufig werden im Nahen und Mittleren Osten über die Grenzen unterschiedlicher oder sogar verfeindeter Länder hinweg technische Infrastrukturprojekte realisiert. Doch trotz vieler Einzelprojekte muss das Netzwerk wissenschaftlicher Exzellenz intensiviert werden, lautete ein Ergebnis der Konferenz „Technik als Brücke der Kulturen“. Die Teilnehmer kamen überein, dass sich Deutschland am Ausbau eines Netzwerkes insbesondere für junge Wissenschaftler beteiligen sollte, um auf dieser Basis die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern des  Nahen und Mittleren Ostens zu stärken.

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Akademische Blüte auf Madagaskar

Deutscher Botaniker benennt tropische Kletterpflanze nach der Mainzer Akademie

MAINZ. Wer sich künftig in die Regenwälder Madagaskars begibt, wird mit etwas Glück eine weiß blühende Pflanze finden, die nach der Mainzer Akademie benannt wurde: „Impatiens academiae-moguntinae“. Sie gehört zur Gruppe der Springkräuter (lat. Impatiens), die in einer großen Artenvielfalt auf Madagaskar vorkommt. Dort, in den Bergwäldern des Parc National de Masaola, wächst in einer Höhe von 1000 Metern nun das erste weltweit bekannte kletternde Springkraut.

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„Ein genialer Grenzgänger“

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen würdigte Carl Friedrich von Weizsäcker in einer öffentlichen Gedenkfeier

GÖTTINGEN. Carl Friedrich von Weizsäcker war „ein genialer Grenzgänger“. Mit diesen Worten beschrieb Klaus-Peter Lieb, Professor der Experimentalphysik und Mitglied der Akademie, den Physiker und Philosophen. Und weil Carl Friedrich von Weizsäcker ein genialer Grenzgänger war, haben es gleich zwei Professoren auf der öffentlichen Gedenkfeier der Akademie in der Aula der Georg-August-Universität Göttingen unternommen, das Lebenswerk des am 28. April 2007 im Alter von 94 Jahren verstorbenen Gelehrten zu beschreiben.

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Termine

Der „Akademientag zur Mathematik 2008“

Schüler, Lehrer und weitere Wissbegierige sind eingeladen zur zentralen Gemeinschaftsveranstaltung der Akademien der Wissenschaften

BERLIN. Der 19. Juni 2008 wird der von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften organisierte „Akademientag zur Mathematik“ sein. An diesem Tag werden Mathematiker aus den Akademien mit Schülern, Lehrern und weiteren Wissbegierigen die Mathematik hinter den Klimamodellen diskutieren; sie erklären, mit welchen mathematischen Methoden Bilder erzeugt werden, wie lange Primzahlen das Internet noch schützen und bieten unter dem schelmischen Titel „Wie komme ich am schnellsten in die Akademie?“ Optimierung zum Mitmachen an. Außerdem präsentiert der Bildhauer Klaus Becker Algorithmen aus Stein, gibt es ein spannendes Filmprogramm und die Ausstellung „Mathematik für alle Sinne – zum Hören, Sehen, Basteln und Staunen“. Ort des Geschehens wird die gesamte Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sein (Jägerstr. 22-23 in Berlin-Mitte).

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„Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“

Die Hamburger Akademievorlesungen 2008 untersuchen das Wechselspiel von theoretischer Abstraktion und praktischer Anwendung

HAMBURG. „Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“ – einer ganzen Reihe illustrer Denker und Wissenschaftler wird dieses Diktum in den Mund gelegt: Leibniz, Kant und Einstein, genauso wie dem Ingenieur Todor Karman, dem Ökonomen Gunnar Myrdal oder dem Psychologen Kurt Lewin. Die Frage, wie sich Theorie und Praxis zueinander verhalten, ist allen Wissenschaften gemein – und offenbar auch die Erkenntnis, dass beides eng aufeinander bezogen ist.

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Aus dem Vollen schöpfen?

„Geisteswissenschaft im Dialog“ setzt mit einer Diskussion zur Rohstoffversorgung das Frühjahrsprogramm fort

BONN. Rohstoffversorgung, Nachhaltigkeit, Klimawandel – nur wenige Themen werden in unserer Gesellschaft zurzeit intensiver diskutiert als diese Fragen rund um die Zukunft des „Systems Erde“ als Lebensraum des Menschen. Häufig scheint es dabei, als seien die Probleme ausschließlich naturwissenschaftlich und ökonomisch anzugehen. Was aber ist aus einer breiten interdisziplinären Debatte dieses Themas zu gewinnen, und wie steht es um den Beitrag, den die Geisteswissenschaften dazu leisten können?

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Veranstaltungskalender

In einer Vielzahl von Vorträgen, Symposien und Ausstellungen stellen Ihnen die Akademien der Wissenschaften ihre Arbeit vor. Manche sind eher für ein Fachpublikum geeignet oder nur mit Einladung zugänglich, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Wenn Sie Fragen zu einer Veranstaltung haben oder als Medienvertreter bzw. interessierter Zuhörer teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Akademie. Die Kontaktadressen finden Sie am Ende des Kalenders.

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Neu erschienen

Die Akademien zählen!

Der Veranstaltungskalender der Akademien der Wissenschaften im Jahr der Mathematik ist erschienen und online abrufbar

BERLIN. Wie sehr Mathematik unseren Alltag prägt und welch vielfältige Verbindungen es zwischen der Mathematik, den Geisteswissenschaften und den Künsten gibt, zeigen Ihnen die Wissenschaftsakademien in diesem Jahr nicht nur an ihrem gemeinsamen Akademientag in Berlin, sondern in ganz Deutschland. Von der „Magie der Zahl“ wird in München die Rede sein, in Göttingen kann man „Szenen einer Liebesehe“ zwischen Musik und Zahl beobachten und in den Hamburger Akademievorlesungen heißt es „Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“. Während in Mainz diskutiert wird, wie sich die Irrationalität der Finanzmärkte mit der Rationalität der Mathematik verträgt, treffen sich bei der Wikipedia Academy in Berlin Mathematiker und Vertreter der Wikimedia Deutschland, um die Online-Enzyklopädie inhaltlich weiterzuentwickeln. Diese Veranstaltungen und viele mehr sind in unserem Veranstaltungsflyer übersichtlich für Sie zusammengefasst.

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Energie aus Biomasse

Neuer Berichtband der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

MÜNCHEN. In den vergangenen drei Jahren haben sich die Strompreise im Durchschnitt um fast 17 Prozent erhöht. Gerade Haushalte mit geringem Budget belasten diese Kosten. Als mögliche Lösung wird die Energiegewinnung aus Biomasse propagiert. Die Vorteile: Die Preise blieben über Jahre konstant, man wäre weniger abhängig von Erdgas- und Ölimporten und gleichzeitig würde sich für Landwirte eine sichere Erwerbsgrundlage bieten. Doch in welchem Umfang, zu welchem Preis und mit welcher Effizienz könnte Biomasse in der Zukunft tatsächlich zur Energieproduktion beitragen? Antworten darauf möchte der Band „Energie aus Biomasse“ der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geben.

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Max Planck jetzt online

Zum 150. Geburtstag des Akademie-Mitglieds Planck präsentiert die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften unveröffentlichte Materialien

BERLIN. Unter planck.bbaw.de kann man künftig Leben und Werk des Jubilars neu entdecken. „Wir haben zahlreiche bislang unveröffentlichte, zum Teil unbekannte Dokumente zu Max Planck zum ersten Mal zugänglich gemacht“, sagt Wolfgang Knobloch, der ehemalige Archivdirektor der Akademie, der für dieses Projekt verantwortlich ist. „Sie belegen auf einzigartige Weise Plancks Wirken an der Berliner Akademie der Wissenschaften.“ Plancks Geburtstag jährt sich am 23. April 2008 zum 150. Mal.

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Weitere Publikationen aus den Akademien

Damit Sie sich über die geistes- und naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Akademien informieren können, bieten Ihnen die deutschen Akademien der Wissenschaften eine Fundgrube von Publikationen. Manche sind nur für ein Fachpublikum geeignet, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Eine Auswahl der aktuellen Neuerscheinungen finden Sie hier.

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Philosoph an der Spitze der Sächsischen Akademie der Wissenschaften

LEIPZIG. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften hat ein neues Präsidium. Zum Akademiepräsidenten wählte das Plenum Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Professor für Theoretische Philosophie an der Universität Leipzig. Vizepräsident ist künftig Prof. Dr. Heiner Kaden, Honorarprofessor für Grenzflächen- und Kolloidchemie an der TU Bergakademie Freiberg. Auch die Sekretare und ihre Stellvertreter wurden neu benannt. Die Amtszeit des Präsidiums beträgt vier Jahre.

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Göttinger Akademie wählt den Juristen Starck zum neuen Präsidenten

GÖTTINGEN. Das Plenum der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat Professor Dr. Christian Starck zum neuen Präsidenten der Akademie gewählt. Der Jurist hat am 1. April 2008 Professor Dr. Herbert W. Roesky abgelöst, der seit 2002 der Akademie vorstand. Professor Dr. Norbert Elsner wurde als einer der beiden Vizepräsidenten wiedergewählt. Auch Vizepräsident Professor Dr. Werner Lehfeldt bleibt weiterhin im Amt.

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Neue Akademiemitglieder gewählt

Die Akademien in Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Leipzig und München haben hervorragende Gelehrte zu neuen Mitgliedern gewählt. Die Wahl gilt als eine hohe Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. Im Jungen Kolleg wurden exzellente Nachwuchswissenschaftler zugewählt.





Neuer Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften in Hamburg

HAMBURG. Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister, Jahrgang 1968, ist der neue Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Zum 1. März 2008 hat er sein Amt angetreten.

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Neue Generalsekretärin an der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften

DÜSSELDORF. Dr. Brigitte Lohkamp ist die neue Generalsekretärin der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften in Düsseldorf. Sie hat dieses Amt am 11. Februar 2008 angetreten.

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Verstorben

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Impressum

„Aus den Akademien“
wird herausgegeben von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Redaktion:
Myriam Hönig (v.i.S.d.P.), Jana Schlütter

Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Ruth Bendels, Prof. Dr. Klaus Gottstein, Florian Klebs, Gisela Lerch, Adrienne Lochte, Dr. Christoph Mayer, Petra Plättner, Theresa Ruf, Dr. Annette Schaefgen, Bernhard Scharfenberger, Dr. Annette Wiesheu

Technische Betreuung:
Steffen Küpper

Kontakt:
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Markgrafenstraße 37
10117 Berlin

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