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Datum: 10. Januar 2008
Nummer: 01-2008
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Jahreswechsel hat für die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften auch einen Präsidentenwechsel mit sich gebracht: Prof. Dr. Günter Stock löste zum 1. Januar 2008 Prof. Dr. Gerhard Gottschalk im Amt des Präsidenten der Akademienunion ab. Der Mikrobiologe Gerhard Gottschalk hatte um vorzeitige Beendigung seiner Amtszeit gebeten, um sich noch einmal mit ganzer Kraft der Wissenschaft zuzuwenden. Der Mediziner Günter Stock, der seit 2006 Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist, wurde vom Präsidium der Akademienunion einmütig gewählt. Die Redaktion von „Aus den Akademien“ nimmt dies zum Anlass, Ihnen in einer Spezialausgabe den neuen Präsidenten Günter Stock und seine Pläne vorzustellen; ebenso wollen wir dem Ausblick einen Rückblick zur Seite stellen und eine Würdigung der Amtszeit Gerhard Gottschalks veröffentlichen. Einer Amtszeit, die von für die Wissenschaftsakademien in Deutschland zentralen Entscheidungen geprägt war.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und einen guten Start in ein möglichst gesundes und erfolgreiches Jahr 2008.
Ihre Myriam Hönig
Inhalt:
Personalia
Impressum
Exzellenz und Interdisziplinarität: Wissenschaftsakademien sind heute wichtiger als je zuvor
Ein Gespräch mit dem neuen Präsidenten der Akademienunion
BERLIN. Am 1. Januar 2008 trat Prof. Dr. Günter Stock sein Amt als neuer Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften an. „Aus den Akademien“ fragte ihn, welche Ziele er sich gesetzt hat und wo er die Stärken der Wissenschaftsakademien sieht.
Professor Stock, Sie sind der neue Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Wo sehen Sie zentrale Aufgabenbereiche in der ersten Zeit, d.h. welche Schwerpunkte möchten Sie setzen? Welche langfristigen Ziele haben Sie sich gesetzt?
Günter Stock: Es gibt drei unmittelbare Ziele. Erstens sollten wir in der Union einen aktiven Dialog pflegen und das Grundverständnis, das in wichtigen Fragen erzielt wurde, weiter festigen und ausbauen.
Zweitens muss es gelingen, in den jetzt zu führenden Gesprächen zur Gründung einer Nationalen Akademie eine Lösung zu finden, die einerseits den von Ministerin Schavan gemachten Vorgaben entspricht, andererseits aber das volle Potenzial der Akademien in Deutschland ausschöpft. Da die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ausdrücklich als Akademie neben acatech und der Leopoldina genannt und eingeladen wurde, ist es von großer Wichtigkeit, über diese Akademie quasi als Leitakademie das gesamte Leistungsspektrum der in der Akademienunion versammelten Akademien für die Aufgabe einer Nationalen Akademie zur Verfügung zu stellen.
Die dritte große Aufgabe dreht sich um die Finanzierung der Langzeitprojekte.
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Bewegung, Erneuerung, Mobilisierung aller Kräfte
Eine Würdigung des scheidenden Unionspräsidenten Gerhard Gottschalk
Von Peter Graf Kielmansegg
Gerhard Gottschalk hat sein Amt als Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur Verfügung gestellt ein Jahr vor der Zeit , um sich noch einmal mit ganzer Kraft der Wissenschaft zuzuwenden. Jeder wird diese Entscheidung respektieren. Aber die Frage liegt nahe: Hatte er Anlass zur Resignation?
Die letzten fünf Jahre haben den Präsidenten der Union in der Tat gefordert, wie keiner der Vorgänger Gerhard Gottschalks gefordert war. Es waren die Jahre, in denen die in der Union zusammengeschlossenen Akademien endgültig aus jenem eher beschaulichen Dasein herausgerissen wurden, in dem sie Jahrzehnte lang gelebt hatten; herausgerissen vor allem durch zwei Stellungnahmen des Wissenschaftsrates, die die Akademien in das Blickfeld der Politik rückten: die Evaluation des Akademienprogramms zum einen, die Empfehlung zur Errichtung einer Nationalakademie zum anderen. Gerhard Gottschalk hat sich den Herausforderungen, die in diesem Erwachen einer kritischen öffentlichen Aufmerksamkeit lagen, entschlossen, mit einem geradezu leidenschaftlichen Engagement für die Sache der Akademien gestellt. Und er ist nicht müde geworden, den Akademien klarzumachen, dass auch sie auf die neuen Verhältnisse mit neuen Antworten reagieren müssten; dass Bewegung, Erneuerung, Mobilisierung aller Kräfte das Gebot der Stunde seien.
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Impressum
„Aus den Akademien“
wird herausgegeben von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Redaktion:
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Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg
Technische Betreuung:
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