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HEIDELBERG. Wenn 2016 der geplante Mammutstaudamm am Oberen Indus fertig ist, hat der Norden Pakistans zwar genügend Strom, gleichzeitig aber versinken 90 Prozent der wichtigsten Felsbildgalerien am Karakorum Highway in den Fluten. Mehr als 10.000 Jahre alte Zeichnungen sind bereits durch die Bauarbeiten bedroht. Die Heidelberger Forschungsstelle „Felsbilder und Inschriften am Karakorum Highway“ versucht derweil zu retten, was zu retten ist. Sie dokumentiert die archäologischen Denkmäler im pakistanischen Hochgebirge und fertigt unter anderem dreidimensionale Laserscans an, die später als Grundlage für Repliken der verlorenen Felsbilder dienen können. Am Donnerstag, den 13. Dezember 2007 präsentiert die Forschungsstelle nun von 10 bis 17 Uhr in den Räumen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ihre Arbeit. Zusammen mit dem Projekt „Buddhistische Steinschriften in China" des Balzan-Preisträgers Prof. Dr. Lothar Ledderose haben die Mitarbeiter eine Ausstellung mit Videopräsentation „Die virtuelle Seidenstraße“ erarbeitet. Sie zeigt, dass die Seidenstraße nicht nur eine Handelsroute war. Über diesen Weg gelangte auch der Buddhismus nach China. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Initiative „Deutschland Land der Ideen“.
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10.30 Uhr:
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Eröffnung durch Prof. Dr. Gerd Theißen, Sekretar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
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Grußwort: Eckhard Fehm, Deutsche Bank |
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| 10.30 11.00 Uhr: |
Vorstellung der Forschungsvorhaben
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| bis 17 Uhr: |
Ausstellung mit Videopräsentation |
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Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Die Forschungsstelle „Felsbilder und Inschriften am Karakorum Highway“ unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Hauptmann zeigt eine Präsentation der archäologischen Arbeiten im oberen Industal im Norden Pakistans. In der Hochgebirgsregion Nordpakistans liegt eine in ihrer Vielfalt einzigartige und mit über 50.000 Gravuren zu den größten der Welt zählende Galerie von Felsbildern und Inschriften. Die Forschungsgruppe der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hat die Aufgabe übernommen, die von der späten Steinzeit bis in das frühe Mittelalter reichenden Kunstzeugnisse zu dokumentieren. Durch die geplante Aufstauung des oberen Indus durch den Diamer-Basha-Staudamm wird bis 2016 ein großer Teil dieses „steinernen Archivs“ zerstört. Mit 3-D-Laserscanner und Computerfräse soll nun versucht werden, wenigstens einen Teil der wichtigsten Gravuren in Form von detailgetreuen Repliken der Nachwelt zu erhalten.
Die Forschungsstelle „Buddhistische Steinschriften in China" unter der Leitung von Prof. Dr. Lothar Ledderose wird Ergebnisse ihrer bisherigen Forschungen präsentieren. Heilige Texte aus buddhistischen Sutren, die über die Seidenstraße von Indien nach China gekommen waren, wurden dort in der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts nach Christus in Stein gemeißelt. Drei repräsentative Inschriftenorte in der chinesischen Provinz Shandong werden zu diesem Anlass der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Das Inschriftental am Berg Hongding, die monumentale Stele am Berg Tie und der Pilgerweg auf dem Berg Gang. Computergestützte, dreidimensionale Modelle sowie Animationen in Form von kurzen Filmsequenzen sollen den Besuchern den besonderen Charakter dieser Orte veranschaulichen, deren datenbankbasierte Dokumentation zukünftig über das Internet abgerufen werden kann.
Beide Forschungsstellen werden im Akademienprogramm gefördert.
Die Veranstaltung ist Teil der Initiative „Deutschland Land der Ideen“. Die Initiative betont eine Stärke des Standortes Deutschland und spiegelt wesentliche Eigenschaften der Deutschen wider: Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Die Initiative wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und führende Unternehmen.
Kontakt:
Dr. Johannes Schnurr,
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlstr. 4
69117 Heidelberg.
Tel.: 06221 / 54 34 00
johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de.
www.haw.baden-wuerttemberg.de
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