|
BERLIN. Der Beitrag der Wissenschaft ist für die Gestaltung verantwortungsvoller und nachhaltiger Politik unverzichtbar. Allerdings haben Ereignisse wie die BSE-Krise, die Kontroverse um die Freisetzung genetisch modifizierter Organismen oder öffentlich gewordene Skandale wissenschaftlichen Fehlverhaltens das Vertrauen in eine autonome und integre Wissenschaft erschüttert. Die Öffentlichkeit, die Politik und die organisierte Zivilgesellschaft fordern daher zunehmend eine stärkere Kontrolle der Wissenschaft. Wie man wissenschaftliche Politikberatung in diesem Spannungsfeld demokratisch und sachlich verantwortlich ausgestalten kann, soll nun in den Akademievorlesungen 2007/ 2008 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beleuchtet werden.
Ausgehend von einer Anlayse der gegenwärtigen Situation der wissenschaftlichen Politikberatung in Deutschland werden zentrale Probleme organisierter wissenschaftlicher Politikberatung im demokratischen Verfassungsstaat benannt und Eckpunkte „guter Praxis“ vorgeschlagen. Die Referenten sind Mitglieder der interdisziplinären Arbeitsgruppe, die die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften im Jahr 2004 zu diesem Thema eingerichtet hat. Sie möchten durch die Vorlesungen in einen Dialog mit der organisierten Wissenschaft, Politik, Verwaltung und der allgemeinen Öffentlichkeit treten.
Die Vorlesungen finden jeweils um 18.30 Uhr im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23 in Berlin statt.
10. Januar 2008
Was ist gute wissenschaftliche Politikberatung? Qualitätssicherung wissenschaftlicher Politikberatung
Referenten: Reinhard Kurth, Mitglied der Arbeitsgruppe und Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung
24. Januar 2008
Wissenschaftliche Politikberatung ihre Interessen und Öffentlichkeiten
Referenten: Ortwin Renn, Mitglied der Arbeitsgruppe und Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND)
31. Januar 2008
Eckpunkte „guter Praxis“ wissenschaftlicher Politikberatung im demokratischen Verfassungsstaat
Referenten: Eberhard Schmidt-Aßmann, Mitglied der Arbeitsgruppe und Peter Weingart, Sprecher der Arbeitsgruppe
Vergangene Vorlesung:
29. November 2007
Die gegenwärtige Situation der wissenschaftlichen Politikberatung in der Bundesrepublik
Grußwort: Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Referent: Peter Weingart, Sprecher der Arbeitsgruppe
Kontakt:
Gisela Lerch
Leiterin der Abteilung Kommunikation und Information der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin.
Tel.: 030 / 20370-657
glerch@bbaw.de.
www.bbaw.de
|