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LEIPZIG. Mit der Neuen Bach-Ausgabe liegt erstmals das gesamte Werk Johann Sebastian Bachs in authentischen Notentexten vor. Über fünfzig Jahre Quellenstudium und editorische Detailarbeit sind abgeschlossen, weder für die Aufführung noch das Studium der Werke Bachs gibt es derzeit zuverlässigere Partituren und Kommentare. Der letzte Band soll nun am 13. Juni 2007 in einem Festakt in der Leipziger Thomaskirche übergeben werden. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester präsentieren Werke, die erstmals in der Neuen Bach-Ausgabe veröffentlicht wurden, es sprechen unter anderem Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk.
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Es ist vollbracht: Gemeinsam haben das Johann-Sebastian-Bach-Institut in Göttingen und das Bach-Archiv Leipzig mehr als 100 Notenbände und fast ebenso viele Kritische Berichte der Neuen Bach-Ausgabe vorgelegt. Zu jedem Notenband gehört ein Kritischer Bericht, in dem der zuständige Bandbearbeiter seine Quellen nachweist, auswertet und über die Entscheidungen Rechenschaft ablegt, die er im Notentext der Edition getroffen hat. Oft ist etwa kein Autograph Bachs erhalten, sondern nur Abschriften, deren Authentizität nachgewiesen und deren Abweichungen untereinander erklärt werden müssen. Fälschliche Überlieferungen im umfangreichen Bach'schen Schaffen wurden getilgt, einzelne Werkfassungen deutlich voneinander unterschieden.
Anders als in der Alten Bach-Ausgabe ging es den Editoren nicht nur darum, einen möglichst lupenreinen Notentext zu erstellen. „Der Praxisbezug ist stärker“, sagt Prof. Dr. Christoph Wolff, der Direktor des Leipziger Bach-Archivs. „Alle Hinweise aus den Quellen zu den Aufführungen der Werke wurden besonders einbezogen.“ Und auch die Kompositions- und Aufführungsgeschichte der Werke unter Bachs Händen sollte belegt werden. Erstmals wird der Entstehungs- und Revisionsprozess deutlich, konnte der lebendige Umgang des Komponisten mit seinem Werk dokumentiert werden. Seit 1976 wurde die Neue Bach-Ausgabe mit rund 10 Millionen Euro aus dem Akademienprogramm gefördert, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert wird.
Termin
13. Juni 2007, 15 Uhr, Thomaskirche, Thomaskirchhof, Leipzig.
Festakt zum Abschluss der Neuen Bach-Ausgabe mit Konzert.
- Ansprachen vom Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, von der Bundesministerin für Forschung und Bildung, Annette Schavan, und vom Präsidenten der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Gerhard Gottschalk
- Übergabe des letzten Bandes der Neuen Bach-Ausgabe an den Thomaskantor, den Bundestagspräsidenten, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Repräsentanten des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur
- Es werden Bach-Werke gespielt, die in der Neuen Bach-Ausgabe erstmals veröffentlicht wurden, darunter Präludium und Fuge C-Dur - Frühfassung (BWV 545a), Fantasie c-Moll (BWV 1121), die Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele“ (BWV 69a) und Sanctus D-Dur (BWV 232III) - Frühfassung. Ausführende: Thomasorganist Ullrich Böhme; Martin Petzold, Matthias Weichert; Thomanerchor; Gewandhausorchester; Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Der Festakt wird vom Bach-Archiv Leipzig und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften veranstaltet. Karten sind erhältlich unter Tel. 0341 / 9137 333 oder E-Mail: ticket@bach-leipzig.de
Kontakt
Jennifer Bröcher
Pressesprecherin des Bach-Archivs Leipzig
Thomaskirchhof 15/16 04109 Leipzig Tel.: 0341/9137-121
broecher@bach-leipzig.de
www.bach-leipzig.de
und
Myriam Hönig
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Büro Berlin
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin
Tel.: 030 / 325 98 73 70
hoenig@akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de
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