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MÜNCHEN. Ferdinand Lassalle (1825-1864) ist neben Karl Marx und Friedrich Engels der bedeutendste Kopf der deutschen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Seine Wirkungsmacht reicht von der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (1863) in Leipzig, aus dem die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entstanden ist, bis in die Gegenwart. Zentral waren und sind dabei auch seine Schriften. Die nur noch in wenigen Exemplaren vorhandene Ausgabe von Lassalles „Nachgelassenen Briefen und Schriften“ ist ab sofort online zugänglich.
Die von Gustav Mayer (1871-1948) im Rahmen der „Deutschen Geschichtsquellen des 19. Jahrhunderts“ in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts herausgegebene Edition „Ferdinand Lassalle. Nachgelassene Briefe und Schriften“ ist eine zentrale Schlüsselquelle für die Persönlichkeit und das politische Wirken von Lassalle. Aufgrund der unveränderten Bedeutung seiner Korrespondenz und des nach wie vor gültigen wissenschaftlichen Standards der sechsbändigen Ausgabe hat sich die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften entschlossen, diese Quellenedition zu digitalisieren. Die Edition, die nur noch in wenigen Exemplaren vollständig in wissenschaftlichen Bibliotheken vorhanden ist, wurde mit komfortablen digitalen Suchfunktionen ausgestattet und so weltweit für Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt.
Dem Bearbeiter der Briefe und Schriften Ferdinand Lassalles, Gustav Mayer, ist zusätzlich eine aktuelle Edition seines Tagebuchs und seiner Briefe gewidmet. Sie wurde von dem emeritierten Mannheimer Historiker Gottfried Niedhart unter dem Titel „Gustav Mayer in Krieg und Revolution 1914-1920“ vorgelegt und soll in den „Deutschen Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts“ erscheinen.
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Dr. Ellen Latzin
Pressereferentin der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
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