Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
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Aktuelles

Aus den Akademien
Datum: 11. April 2007
Nummer: 01-2007


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit der Aufnahme der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) in die Klassiker-Editionen des Akademienprogramms wird der Bedeutung, Weltgeltung und globalen Rezeption von Marx entsprochen. Die in den letzten Jahren veröffentlichten neuen Bände der MEGA haben wesentlich dazu beigetragen, die öffentliche wie die wissenschaftliche Marx-Rezeption und das Marx-Bild überhaupt aus ideologischen Kontexten in Sachdiskussionen und -zusammenhänge zu überführen.

Indem sich nun zeigt, dass das Werk weit vielschichtiger und facettenreicher, aber auch fragmentarischer ist als vormals suggeriert, tritt hinter dem früher überzeichneten Bild vom Politiker Marx nun zunehmend der Wissenschaftler mit enzyklopädischem Erkenntnisanspruch hervor.

Die neue Ausgabe von „Aus den Akademien“ stellt Ihnen Marx als einen Klassiker des politischen Denkens vor. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr Izumi Omura
Professor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Tohoku Universität
Sendai / Japan und Leiter des Sendaier MEGA-Editorenteams


Inhalt:

Forschung aktuell

Kurz notiert

Termine

Neu erschienen

Personalia

Impressum



Forschung aktuell


Ein letzter Universalgelehrter

Die Marx-Engels-Gesamtausgabe stürzt Marx vom Sockel des Parteiheiligen und hebt ihn in die Reihe der klassischen Denker

BERLIN. Denkhürden ließ Karl Marx nicht gelten. Ob ein Ökonom nun bürgerlich oder gleich gesinnt, marginal oder von der Wirkungsmacht eines Adam Smith war - was Marx kritisieren wollte, las er zunächst gründlich. Und damit erschöpfte sich sein Pensum keineswegs: Er arbeitete als Journalist für die einflussreiche New York Tribune und für preußische Regionalblätter, die unter der Zensur ächzten, korrespondierte mit unzähligen Briefpartnern der Arbeiterbewegung und fand immer noch Zeit, alles zu rezipieren und exzerpieren, das ihm interessant und wissenschaftlich bedeutsam erschien - von den neuesten Entwicklungen in der Chemie und Technik bis hin zur Schafszucht. Als einer der letzten Universalgelehrten scheiterte er aber letztlich am rasanten Wissenszuwachs seiner Zeit. Und auch seine politischen und wissenschaftlichen Theorien waren weniger aus einem Guss, als Parteistrategen im Realsozialismus glauben machen wollten. Die Marx-Engels-Gesamtausgabe, die seit 1992 über das Akademienprogramm gefördert wird, ermöglicht nun erstmals einen ideologisch unverstellten Blick auf sein Schaffen. Jenseits aller Parteidogmen.


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Die Aktualität des Karl Marx

Marx gegen den Marxismus gelesen

Von Herfried Münkler

BERLIN. Der Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Mittel- und Osteuropa Ende der 1980er Jahre schien auch das Ende der Marx'schen Theorie darzustellen. Paradigmatisch dafür war das später viel zitierte Diktum Norbert Blüms: Marx ist tot, und Jesus lebt, was wohl heißen sollte, dass sich die katholische Soziallehre als Lösung der alten wie der neuen sozialen Frage bewährt habe, während der Marxismus gescheitert sei. Inzwischen ist Norbert Blüm Privatmann, und Marx findet nicht nur in der wissenschaftlichen, sondern auch in der politischen Diskussion neue Aufmerksamkeit.


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Zwei Freunde und das „Kapital“

Als Marx starb, hinterließ er nur Fragmente seines ökonomischen Hauptwerkes. Engels nahm sich dieser an

BERLIN. Immer wieder hatte er den Freund gefragt: Wie weit bist Du? So richtig geantwortet hat Marx nie. Erst recht nicht, als sich die Schwerpunkte im legendären Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Autoren in den letzten Lebensjahren von Marx verschoben und der Autor kaum mehr Einblicke in seine aktuelle Arbeit am „Kapital“ gewährte. Und so war Engels erschrocken, als er nach dem Tod von Marx das Sammelsurium der Manuskripte für die vier geplanten „Kapital“-Bücher sichtete. Von einem fertigen Entwurf für die Bücher zwei und drei konnte nicht die Rede sein, für das vierte lag kaum mehr als eine Materialsammlung vor.

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Japanische Gelehrte entziffern Handschriften von Marx und Engels

Die deutsche Wissenschaft genießt in Japan besonderes Ansehen. Und mit ihr auch das Denken von Marx

BERLIN / SENDAI. An Marx' Handschrift sind bereits seine Zeitgenossen verzweifelt. Engels konnte sie lesen, verfasste seine Notizen jedoch seinerseits in einer ihm eigenen Kurzschrift - die unzähligen überlieferten Manuskriptseiten sind heute selbst für deutsche Muttersprachler eine Herausforderung. Dass nun ausgerechnet Japaner bedeutende Fragmente des ökonomischen Hauptwerkes von Marx und Engels entziffern, hätten sich die beiden Autoren wohl kaum vorstellen können. Vier Bände der im Rahmen des Akademienprogramms herausgegebenen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) werden derzeit in einer Forschungskooperation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Tohoku Universität Sendai, der Hosei Universität Tokio sowie weiteren japanischen Universitäten ediert - und die gemeinsame Wissenschaftssprache ist Deutsch. Wir sprachen mit Prof. Dr. Kenji Mori von der japanischen Tohoku University, Graduate School of Economics and Management, Sendai, darüber, wie diese intensive Zusammenarbeit zwischen japanischen und deutschen Geistes- und Sozialwissenschaftlern zu erklären ist.

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Jenseits aller Polarisierung. Eine Annäherung an Marx

Marx war streitbar und bleibt umstritten. Damit Sie sich selbst eine Meinung über sein Schaffen und seine Wirkungsmacht bilden können, haben wir für Sie Hinweise auf Publikationen, Internetadressen und Ausstellungen zusammengetragen. Sie haben trotzdem noch Fragen? Dann finden Sie hier zusätzlich eine Liste ausgewiesener Marx-Experten. Sie beantworten gern die Anfragen von Medienvertretern.



Kurz notiert


Verborgene Welt unter dem Eis

Einige der größten Seen der Welt befinden sich unter dem ostantarktischen Eisschild. Glaziologen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erforschen sie

MÜNCHEN. Tausende Meter unter dem ostantarktischen Eisschild, dort, wo der Druck der Eismassen von oben und die Erdwärme von unten das Wasser zum Schmelzen bringt, verbirgt sich einer der größten Seen der Erde. Das jüngste Wasser in dem 914 Meter tiefen und vom Menschen bislang unberührten Wostok See ist mindestens 400.000 Jahre alt. Forscher vermuten, dass der See ein einzigartiges Habitat beherbergt - mit Lebensformen, die völlig neue Erkenntnisse über die Adaption an extreme Umweltbedingungen versprechen. Glaziologen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beteiligen sich im internationalen Polarjahr, das im März begonnen hat, an der Erkundung dieses Sees und seiner Bewohner.

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Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa

Jahresthema 2007 / 2008 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

BERLIN. Ab diesem Jahr wird die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften regelmäßig so genannte Jahresthemen realisieren. Die Initiative begann jetzt mit dem Themenschwerpunkt „Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa“. Mit diesem ersten Jahresthema reagiert die Akademie auf eine aktuelle politisch-kulturelle Herausforderung: Den vereinfachenden Polarisierungen, die die öffentliche Debatte über den „Nahen Osten“ derzeit beherrschen, soll eine Vielfalt der Perspektiven entgegensetzt werden, die das gemeinsame kulturelle Erbe betonen.

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Europäisches Höchstleistungsrechenzentrum nach Deutschland holen

Mit dem Zusammenschluss der Deutschen Supercomputer entsteht Europas leistungsstärkster Rechenverbund

MÜNCHEN, JÜLICH, STUTTGART. Um die computergestützten Wissenschaften in Deutschland und Europa mit ausreichender Rechenzeit zu versorgen, haben sich die drei deutschen nationalen Höchstleistungsrechenzentren in München, Stuttgart und Jülich zum Gauss Center for Supercomputing zusammengeschlossen. Gemeinsam stellen sie heute über 90 Teraflops Rechenleistung bereit. Das jetzt unterschriebene Memorandum of Understanding (MoU) regelt die Zusammenarbeit des Leibniz-Rechenzentrums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching mit seinen beiden deutschen Partnern - besonders international werden die deutschen Supercomputer-Experten nun gemeinsam auftreten.

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Die Vermessung der Vergangenheit

HEIDELBERG. Wie wurde Germanien erobert? Woher kam das Baumaterial für die ägyptischen Pyramiden? Wie veränderte der Mensch schon in der Steinzeit seine Umwelt? Wenn Archäologen und andere Geisteswissenschaftler Antworten auf solche Fragen suchen, bekommen sie Hilfe von einer noch jungen Naturwissenschaft: der Archäometrie. An der Heidelberger Akademie der Wissenschaften diskutierten etwa 100 Experten über den Stand der Forschung.

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Ehrenpreis für das Buch „Theater um Mozart“

HEIDELBERG. (pel) Die Publikation „Theater um Mozart“ erhielt in der Kategorie „Wissenschaftliche Publikationen“ einen Ehrenpreis der von der EU als Kulturstraße anerkannten Vereinigung der europäischen Mozartstädte und Mozartregionen. Die Vereinigung hat herausragende Beiträge zum Mozartjahr 2006 prämiert.

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Entscheidungen am Lebensende

Darf man Sterbenskranken helfen, schneller aus dem Leben zu scheiden? Eine Diskussion

GÖTTINGEN. Wenn das Stichwort „Sterbehilfe“ fällt, schlagen die Emotionen immer wieder hoch. Schnell ist von Geschäftemacherei die Rede oder gar von Euthanasie. Aber kann sie nicht doch ein letzter Ausweg sein, wenn alle Hoffnung dahin ist? Auf einer Veranstaltung der Göttinger Akademie wägten Wissenschaftler das Für und Wider ab.

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Termine

Das Alphabet der Menschheit beginnt mit A wie Akademien

Die Veranstaltungen der Akademien im Jahr der Geisteswissenschaften 2007

BERLIN. Um interessierten Bürgern eine Übersicht über die vielfältigen Angebote der Akademien im Jahr der Geisteswissenschaften zu ermöglichen, hat die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften einen Veranstaltungskalender herausgegeben. Darin sind Schülerlabore und Exkursionen, Vorträge, Symposien und Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und andere Aktionen verzeichnet, die die Akademien für das Jahr der Geisteswissenschaften organisiert haben. Jeder Interessierte soll so einen Blick in die „Werkstätten“ der Akademienforschung werfen und mit den Wissenschaftlern ins Gespräch kommen können.

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„Die Entstehung des Politischen im Alten Orient“

Eine Veranstaltung der Akademien zum Jahr der Geisteswissenschaften

BERLIN. Politik ist in jenem Großraum zwischen Ägypten, Palästina, Syrien, Anatolien und Mesopotamien entstanden, in dem derzeit die schärfsten politischen Gegensätze der Weltpolitik ausgetragen werden. Vor dem Pergamonaltar auf der Berliner Museumsinsel diskutieren am 20. Juni 2007 unter anderem der Ägyptologe Jan Assmann und Bundespräsident a.D. Roman Herzog über den gemeinsamen Ursprung der heute scheinbar unversöhnlichen Positionen. Die Veranstaltung wird von der Akademienunion und den Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gemeinsam organisiert.

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Sprache - Schrift - Bild. Wege zu unserem kulturellen Gedächtnis

Akademieprojekte präsentieren sich auf der Berliner Museumsinsel

BERLIN. Unsere Vorfahren haben uns vielerlei Botschaften hinterlassen. Alte Inschriften, Totenbücher, Urkunden, antike Vasen legen noch heute Zeugnis ab vom Leben und Sterben, dem Streben nach Wohlstand und Glück, familiären und gesellschaftlichen Verhältnissen der Menschen, die Jahrtausende vor uns gelebt haben. Diese Botschaften zu entschlüsseln, ist sehr schwer. Gleichwohl haben wir ein großes Interesse daran, zu erfahren, wo unsere Wurzeln liegen und welche Bedeutung die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren für unser heutiges Leben haben. Die Experten in den deutschen Akademien der Wissenschaften und den Staatlichen Museen zu Berlin nehmen sich der antiken Überlieferungen an und entschlüsseln sie für uns. Einen Teil der dabei zutage geförderten Botschaften können Sie ab dem 21. Juni 2007 in einer Ausstellung im Pergamonmuseum und im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel sehen. Die Ausstellung wird von der Akademienunion und den Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gemeinsam organisiert.

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Das Werk Bachs in authentischen Notentexten

Festakt zum Abschluss der Neuen Bach-Ausgabe

LEIPZIG. Mit der Neuen Bach-Ausgabe liegt erstmals das gesamte Werk Johann Sebastian Bachs in authentischen Notentexten vor. Über fünfzig Jahre Quellenstudium und editorische Detailarbeit sind abgeschlossen, weder für die Aufführung noch das Studium der Werke Bachs gibt es derzeit zuverlässigere Partituren und Kommentare. Der letzte Band soll nun am 13. Juni 2007 in einem Festakt in der Leipziger Thomaskirche übergeben werden. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester präsentieren Werke, die erstmals in der Neuen Bach-Ausgabe veröffentlicht wurden, es sprechen unter anderem Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk.

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„Frühe Schriftzeugnisse - wenn Sprache zur Schrift wird.“

Akademien beteiligen sich am Wissenschaftssommer in Essen

ESSEN. Stolz sieht er aus und mächtig, der falkenartige Gott Horus. Wer im ägyptischen Edfu den ihm geweihten Tempel aus der Ptolemäerzeit besucht, steht wie ein Zwerg vor seiner Statue. Seine Geschichte - und die Geschichte des uralten Tempels, der zu den eindrucksvollsten Sakralbauten Ägyptens zählt und als der besterhaltene Tempel der antiken Welt gilt - erzählen die Hieroglyphen an den monumentalen Wänden. Wie diese entziffert werden und was sie uns verraten, können Sie vom 9. bis 15. Juni 2007 Wissenschaftler des Edfu-Projektes fragen. Sie präsentieren sich zusammen mit den Projekten „Byzantinische Rechtsquellen“, „Hethitische Forschungen“ und dem „Mittelhochdeutschen Wörterbuch“ beim Wissenschaftssommer in Essen an dem von der Akademienunion organisierten Gemeinschaftsstand der Akademien „Frühe Schriftzeugnisse - wenn Sprache zur Schrift wird“.

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Den deutschen Wortschatz ergründen

Was machen Geisteswissenschaftler eigentlich genau? Das Schülerlabor gibt Antworten

BERLIN. Die erste Staffel des Schülerlabors Geisteswissenschaften 2007 hat am 21. März 2007 begonnen. Sie trägt den Titel „Die Wörter“. Am Beispiel der an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften betriebenen Wörterbuchvorhaben, insbesondere des Deutschen Wörterbuchs von Jacob und Wilhelm Grimm, können Gymnasiasten die Entstehung eines solchen lexikographischen Nachschlagewerkes von der Belegsammlung bis zur fertigen Lieferung kennenlernen.

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Geistreich oder abseitig?

Hamburger Akademie startet mit ihren Akademievorlesungen über „Fug und Unfug von Geisteswissenschaften“

HAMBURG. Weltfremd, abseitig, praxisfern - Hort der Bildung, Gedächtnis der Menschheit, Orientierungshilfe: Zwischen diesen gegensätzlichen Urteilen bewegt sich die Einschätzung der Geisteswissenschaften. Aus Anlass des „Jahres der Geisteswissenschaften“ lädt die neu gegründete Akademie der Wissenschaften in Hamburg zu einer öffentlichen Vorlesungsreihe über grundlegende Fragen an die Geisteswissenschaften ein.

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Gibt es Gesetze des Erzählens?

Jenseits des literarischen Marktes schafft die Mainzer Poetikrunde ein Forum für Autoren

MAINZ. Mit der Poetikrunde soll ein Diskussionsforum für Autoren entstehen, die verschiedene Konzepte und Positionen vertreten. Ihre Vorstellungen von Literatur sollen sich aneinander reiben und schärfen können.

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Herausragende Leistungen anerkennen und fördern

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften unterstützt Potsdamer Nachwuchs-Wissenschaftspreis

POTSDAM. Potsdam lobt in diesem Jahr erstmals den mit 5000 Euro dotierten „Potsdamer Nachwuchs-Wissenschaftspreis“ aus. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat dem Oberbürgermeister von Potsdam auf dessen Anfrage zugesagt, mit der Kompetenz ihrer Mitglieder die Auswahl der Preisträger beratend und unterstützend zu begleiten. Mit dem Preis sollen Nachwuchswissenschaftler der Landeshauptstadt Potsdam und der angrenzenden Region für besondere Leistungen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn ausgezeichnet werden. Die feierliche Preisübergabe wird im Rahmen der Festsitzung des diesjährigen Einsteintages in Potsdam erfolgen.

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Französisch-deutsches Kreuzworträtsel

Patenschaft der BBAW für das Kunstprojekt „blümerant“ auf dem Berliner Gendarmenmarkt

BERLIN. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaft hat eine Teilpatenschaft für das Kunstprojekt „blümerant“ der Künstlergruppe msk7 übernommen. „blümerant“ ist eine begehbare Installation und wurde für den Gendarmenmarkt in Berlin entwickelt. Sie setzt sich mit der Integration der Hugenotten auseinander und thematisiert den nachhaltigen Einlass der französischen Sprache auf den Berliner Jargon.

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Veranstaltungskalender

In einer Vielzahl von Vorträgen, Symposien und Ausstellungen stellen Ihnen die Akademien der Wissenschaften ihre Arbeit vor. Manche sind eher für ein Fachpublikum geeignet oder nur mit Einladung zugänglich, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Wenn Sie Fragen zu einer Veranstaltung haben oder als Medienvertreter bzw. interessierter Zuhörer teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Akademie. Die Kontaktadressen finden Sie am Ende des Kalenders.

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Neu erschienen

Digitalisierte Ausgabe der Briefe und Schriften Ferdinand Lassalles

MÜNCHEN. Ferdinand Lassalle (1825-1864) ist neben Karl Marx und Friedrich Engels der bedeutendste Kopf der deutschen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Seine Wirkungsmacht reicht von der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (1863) in Leipzig, aus dem die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entstanden ist, bis in die Gegenwart. Zentral waren und sind dabei auch seine Schriften. Die nur noch in wenigen Exemplaren vorhandene Ausgabe von Lassalles „Nachgelassenen Briefen und Schriften“ ist ab sofort online zugänglich.

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Renaissance der öffentlichen Elite-Debatte

Neue Ausgabe der „Gegenworte“

BERLIN. Unter der Überschrift „Exzellent oder elitär? - Die Wiederkehr der Eliten“ erscheint im April 2007 die 17. Ausgabe der „Gegenworte“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die neue Ausgabe beschäftigt sich mit der Wiederkehr der öffentlichen Elite-Debatte im Gewande der Exzellenz-Diskussion.

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Streiflichter aus der Vergangenheit

Die Inschriften der Stadt Trier

MAINZ. Bereits im Mittelalter haben sich die Menschen in Trier mit öffentlich zugänglichen Inschriften auf eine antike Tradition berufen. Der römischen Vergangenheit erinnert man sich also nicht erst heute - wie zum Beispiel mit der großen Constantin-Ausstellung. Vielmehr glaubten unter anderem die Stiftsherren der Kirche St. Paulinus in Trier, das Grab des Constantius Chlorus zu besitzen, des Vaters von Constantin dem Großen. Zu Unrecht, wie sich nun zeigt. Dies und weitere Streiflichter aus dem Mittelalter erhellt der von Rüdiger Fuchs bearbeitete Band „Die Inschriften der Stadt Trier (I)“. Mehr als eintausend Inschriften aus der Zeit vor 1500 werden hier erschlossen.

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Grüne Gentechnologie: Aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Wirtschaft

Ergänzungsband zum Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

BERLIN. Weltweit wurden die Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen in den letzten Jahren auf über 100 Mio. Hektar ausgedehnt. In Deutschland ist dagegen mit einem raschen flächendeckenden Anbau gentechnisch veränderter Sorten nicht zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, den die Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vorgelegt hat.

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Weitere Publikationen aus den Akademien

Damit Sie sich noch genauer über die geistes- und naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Akademien informieren können, bieten Ihnen die deutschen Akademien der Wissenschaften eine Fundgrube von Publikationen. Manche sind nur für ein Fachpublikum geeignet, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Eine Auswahl der aktuellen Neuerscheinungen finden Sie hier.

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Personalia

Graf Kielmansegg als Präsident der Heidelberger Akademie wiedergewählt

HEIDELBERG. Die Mitglieder der Heidelberger Akademie der Wissenschaften haben Peter Graf Kielmansegg für zwei weitere Jahre zu ihrem Präsidenten gewählt. Der Politikwissenschaftler steht der Akademie seit 2003 vor und ist derzeit auch Vizepräsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

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Hohe Auszeichnungen für Göttinger Chemiker Roesky

GÖTTINGEN. Der Präsident der Göttinger Akademie der Wissenschaften und Professor für anorganische Chemie, Dr. Herbert W. Roesky, ist sowohl von der Royal Society of Chemistry (RSC) in London als auch von der ACADEMIA ROMANA zum Ehrenmitglied ernannt worden.

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Neue Akademiemitglieder gewählt

Die Akademien in Göttingen, Heidelberg, Leipzig und München haben hervorragende Gelehrte zu neuen Mitgliedern gewählt. Die Wahl gilt als eine hohe Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt.





Erste Nachwuchsforscher ins Junge Kolleg berufen

DÜSSELDORF. Im Jungen Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften sollen die Spitzenforscher von morgen umfassend gefördert werden: finanziell, fachlich und ideell. Die Kollegiaten haben die Möglichkeit, in interdisziplinären Arbeitsgruppen ihre Projekte zu diskutieren, sich mit der etablierten Wissenschaftselite auszutauschen und die Infrastruktur der Akademie für ihre Forschung zu nutzen.

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Geehrt





Verstorben

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Impressum

„Aus den Akademien“

wird herausgegeben von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Redaktion:

Myriam Hönig (v.i.S.d.P.)
Dr. Annette Schaefgen

Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Dr. Gerald Hubmann, Adrienne Lochte, Prof. Dr. Herfried Münkler, Prof. Dr. Izumi Omura, Dr. Bärbel Pelker, Dr. Annette Schaefgen, Bernhard Scharfenberger, Martin Schütz, Dr. Carlo Servatius,
Dr. Annette Wiesheu

Technische Betreuung:
Steffen Küpper


Kontakt:
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften / Büro Berlin
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin
Tel.: 030 325 98 73 72
Fax: 030 325 98 73 73
E-Mail: schaefgen@akademienunion-berlin.de
Internet: www.akademienunion.de

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