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MAINZ. Ab sofort und noch bis zum 30. April 2007 können sich Wissenschaftler um eine Projektförderung im Rahmen des Akademienprogramms bewerben. Das Akademienprogramm ist ein traditionsreiches Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften und dient der langfristig angelegten geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung. Geisteswissenschaften im Verständnis des Akademienprogramms schließen die Rechts-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften ein. Auch Grenzfragen zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften können im Rahmen des Akademienprogramms bearbeitet werden. Die zentrale, vom Wissenschaftsrat bestätigte Aufgabe des Akademienprogramms besteht in der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unserer kulturellen Überlieferung. Seit 2005 wird es öffentlich ausgeschrieben.
Das Akademienprogramm wird im Rahmen der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern mit derzeit rund 44 Millionen Euro jährlich gefördert. Mit diesen Mitteln werden zur Zeit knapp 160 Projekte in rund 200 Arbeitsstellen finanziert. Die derzeitigen Projekte im Akademienprogramm werden mit durchschnittlich knapp 300.000 Euro pro Jahr gefördert. Auch für 2009 stehen nur begrenzte Mittel für Neuvorhaben zur Verfügung.
Jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler in Deutschland kann sich bei einer der aufgeführten Akademien mit einem Forschungsvorhaben bewerben. Es muss in Ausrichtung, Größe und Dauer den Kriterien des Akademienprogramms entsprechen.
Welche Kriterien müssen erfüllt sein?
Die Kriterien für die Antragstellung sind:
- Die Antragstellung ist auf Projekte in den genannten Wissenschaftsbereichen beschränkt.
- Die Anträge sollen sich durch hohe disziplinäre oder auch interdisziplinäre Relevanz auszeichnen.
- Es soll eine enge Verbindung mit der aktuellen Forschung bestehen.
- Es muss sich um langfristige, aber abschließbare Vorhaben handeln, deren Planung modular aufgebaut ist.
- Die Laufzeit der Projekte kann auf bis zu 25 Jahre angelegt sein und soll 12 Jahre nicht unterschreiten.
- Das jährliche Fördervolumen beträgt mindestens 120.000 Euro.
- Die Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses sollte gewährleistet sein.
- Im Akademienprogramm geförderte Projekte werden wissenschaftlich von einer Akademie verantwortet; sie können in enger Kooperation mit einer Universität oder einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung durchgeführt werden. Im Rahmen des Akademienprogramms ist die Kooperation zwischen Akademien, Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen besonders erwünscht.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein Vorhaben planen, das den genannten Kriterien entspricht, werden gebeten, die Projektidee einer Akademie der Wissenschaften vorzulegen.
Wie sollte die Ideenskizze aussehen?
Die Bewerbung geschieht zunächst in Form einer Ideenskizze. Sie sollte auf etwa fünf Seiten folgende Informationen enthalten:
- Name mit akademischem Grad, Dienststellung und Geburtsdatum des Antragstellers
- Name der Forschungseinrichtung, Fakultät/Fachbereich/Institut, Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail-Adresse
- genaue, zweizeilige Benennung des Vorhabens
- Fachgebiet und spezielle wissenschaftliche Arbeitsrichtung des Vorhabens
- Kurzbeschreibung des Projekts und Forschungsziel
- Anbindung an eine Universität oder ein Forschungsinstitut
- Angaben zum Stand der Forschung und zu eigenen Vorarbeiten
- Gesamtdauer und geplanter Beginn des Projekts
- Anzahl der vorgesehenen Mitarbeiterstellen und Höhe der benötigten Mittel (Personalmittel, Sachmittel)
- Erklärung, ob für das Vorhaben auch Mittel anderer Stellen beantragt wurden oder werden
Erforderlich sind ferner ein Lebenslauf des Antragstellers mit Publikationsliste und Angaben zu derzeitigen Drittmittelprojekten.
Die Akademie prüft die Projektskizze und die Möglichkeit der Übernahme in ihre wissenschaftliche und organisatorische Betreuung.
Wie geht es weiter?
Die Autoren der in die engere Wahl gekommenen Projektskizzen werden gebeten, einen ausführlichen Antrag zu stellen. Dieser wird durch nationale und internationale Fachgutachter bewertet und im Falle eines positiven Votums der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur Aufnahme in das Förderprogramm vorgelegt. Im Falle der Bewilligung übernimmt die Akademie das Projekt in ihre Trägerschaft und betreut es durch eine wissenschaftliche Kommission.
Projektskizzen können ab sofort bei einer der deutschen Akademien der Wissenschaften eingereicht werden. Letzter Termin für die Einreichung einer Projektskizze für 2009 ist der 30. April 2007.
Kontakt
Bärbel Lange
Koordinatorin des Akademienprogramms der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Geschwister-Scholl-Straße 2
55131 Mainz
Tel.: 06131 / 21 852 817
E-Mail: baerbel.lange@akademienunion.de
Internet: www.akademienunion.de/akademienprogramm/ausschreibung/
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