Enge Zusammenarbeit zwischen LMU und Bayerischer Akademie vereinbart


MÜNCHEN. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Universität München rücken enger zusammen. Akademiepräsident Willoweit und Rektor Huber unterzeichneten im November 2006 einen Vertrag über die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre, bei gemeinsamen Veranstaltungen sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

„Durch die bessere Vernetzung unserer geistes- und naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung wollen wir unsere Potentiale besser erschließen und zugleich einen Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts München leisten“, betonten Willoweit und Huber bei der Vertragsunterzeichnung.

So will die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) das Engagement der ihr angehörenden Professoren, die zugleich Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) sind, bei der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelvorhaben unterstützen und die Übernahme von Aufgaben in der Akademie anerkennen.

Die Akademie wird die Tätigkeit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter in der universitären Lehre fördern und bis zu einem Umfang von zwei Wochenstunden auf die Arbeitszeit in der Akademie anrechnen. Die Beteiligung der Akademie an Studiengängen wie dem internationalen und interdisziplinären Elitestudiengang „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ und an Forschungsprojekten wie dem Exzellenzcluster „Nanosystems Initiative Munich – NIM“ soll ausgebaut werden.

Die Partner wollen außerdem mehr gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen durchführen. So soll im halbjährigen Turnus eine Vortragsreihe zu allgemeinen, fachübergreifenden oder wissenschaftspolitischen Themen organisiert werden, die abwechselnd in den Räumen der Akademie beziehungsweise der Universität stattfinden soll.

Gemeinsam den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein weiterer wichtiger Punkt der Kooperationsvereinbarung. Hier wird die Akademie Studierenden der Universität Gelegenheit geben, an ihren Einrichtungen, insbesondere am Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung, einem der führenden Forschungsinstitute auf diesem Gebiet, Diplom- und Doktorarbeiten anzufertigen.

Fortgesetzt und intensiviert werden soll auch die bewährte Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Akademie, einem der größten Supercomputing-Rechenzentren in Deutschland mit Servicefunktionen insbesondere auch für die Münchner Hochschulen. Dabei besteht bereits eine enge personelle Verknüpfung bei den Leitungsgremien: So ist der Vorsitzende des LRZ-Direktoriums ebenfalls Inhaber eines LMU-Lehrstuhls für Informatik.

Weitere Punkte betreffen die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, wie Veranstaltungsräume und Buchbestände, aber auch die Zusammenarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit.

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