Datum: 13. Dezember 2006
Nummer: 03-2006
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
es macht mich sehr zufrieden, dass das Jahr 2006 mit guten Nachrichten über die Akademienunion zu Ende geht. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg wird ab 1. Januar 2007 als achtes Mitglied der Akademienunion angehören. So wurde es auf der Mitgliederversammlung der Akademienunion am 1. Dezember 2006 in München beschlossen. Auch von dieser Stelle aus geht ein herzlicher Willkommensgruß nach Hamburg verbunden mit der festen Überzeugung, dass sich die bereits bestehenden Kontakte zu einer intensiven Zusammenarbeit weiterentwickeln werden.
Auch in den internationalen Zusammenschlüssen von Wissenschaftsakademien wächst die Verantwortung der Akademienunion; so wurde sie vor wenigen Tagen auf der Generalversammlung des InterAcademy-Panel (IAP) in Alexandria in das Executive Committee von IAP gewählt und wird dort zusammen mit zehn weiteren Akademien, vier aus Industrieländern und sechs aus Schwellenländern, die internationalen Aktivitäten von IAP koordinieren. Damit ist Deutschland erstmals in diesem Gremium der weltweiten Akademienvereinigung vertreten.
Die dritte Ausgabe von „Aus den Akademien“ enthält viele interessante Beiträge, wobei ich insbesondere auf den Schwerpunkt zur Neuen Bach-Ausgabe hinweisen möchte. Eine Lektüre, die sich besonders in der Weihnachtszeit lohnt.
Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2007 wünscht Ihnen
Ihr Gerhard Gottschalk
Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Inhalt:
Forschung aktuell
Kurz notiert
Termine
Neu erschienen
Personalia
Impressum
Forschung aktuell
Nicht nur ein lupenreiner Notentext
Mit der Neuen Bach-Ausgabe wird ein deutsch-deutsches Projekt abgeschlossen
LEIPZIG / GÖTTINGEN. Es ist fast vollbracht. Wenn 2007 die letzten noch fehlenden Bände der Neuen Bach-Ausgabe erscheinen, liegt erstmals das gesamte Werk Johann Sebastian Bachs in authentischen Notentexten vor. Weder für die Aufführung noch das Studium der Werke Bachs gibt es derzeit zuverlässigere Partituren und Kommentare über fünfzig Jahre Quellenstudium und editorische Detailarbeit haben nicht nur fälschliche Überlieferungen im umfangreichen Bach’schen Schaffen getilgt, sondern auch die einzelnen Werkfassungen und die Chronologie ihrer Entstehung sichtbar gemacht. Seit 1976 wurde die Neue Bach-Ausgabe mit rund 10 Millionen Euro aus dem Akademienprogramm gefördert, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert wird.
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Ein Bach! Aber welcher?
In der Neuen Bach-Ausgabe wurden etwa 500 Werke zweifelhafter Echtheit untersucht
LEIPZIG / GÖTTINGEN. Nicht überall, wo Bach darauf steht, ist auch Bach drin. Zumindest nicht Johann Sebastian Bach. Schließlich komponierten auch seine vier Söhne sowie eine Reihe von Vettern und Vorfahren. Von absichtlichen Fälschungen ganz zu schweigen. Um den wahren Urheber eines Werkes zu erkennen, reicht es auch nicht, Bachs Handschrift zu studieren. Denn viele seiner Werke wurden in seinem Auftrag von Schülern abgeschrieben. Und manchmal griff auch der Vater Johann Sebastian Bach selbst zur Tinte und schrieb einzelne Kompositionen seiner Söhne ab. Um anderen deren unleserliche Schrift zu ersparen.
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Detektivische Kleinarbeit
Neue Bach-Ausgabe liefert erstmals ein verlässliches chronologisches Rahmenwerk
LEIPZIG / GÖTTINGEN. Mehr als 1100 Werke hat Bach komponiert, doch kaum eines hat er mit einem Datum versehen. Wenn Musikwissenschaftler heute wissen wollen, wie die künstlerische Entwicklung des Komponisten verlief, so sind sie auf fast detektivischen Spürsinn angewiesen. Sie analysierten Papiere und Wasserzeichen, identifizierten Notenschreiber und fanden einige datierte Textdrucke. So gelang es in der nunmehr im Rahmen des Akademienprogramms fertiggestellten Neuen Bach-Ausgabe erstmals, ein gesichertes chronologisches Rahmenwerk für Bachs Schaffen zu erstellen. Dabei erlebten die Wissenschaftler einige Überraschungen.
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„Wer als Musiker die Neue Bach-Ausgabe nicht zur Grundlage seiner Aufführungen nimmt, hat etwas Wesentliches versäumt.“
Ein Gespräch mit Georg Christoph Biller, dem 16. Thomaskantor nach Bach
LEIPZIG. Das Erbe Bachs in alle Welt hinauszutragen, ist eines der erklärten Ziele des Leipziger Thomanerchores. Und die Thomaner sind dabei sehr erfolgreich: Über 100.000 Zuhörer haben sie jährlich auf ihren Konzertreisen. Wir sprachen mit Georg Christoph Biller, der als 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach den Knabenchor leitet, welche Rolle die jetzt im Akademienprogramm abgeschlossene Neue Bach-Ausgabe für den Chor spielt.
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Ein Besuch bei Johann Sebastian Bach
Einem so großen Musiker wie Bach kann man nie gerecht werden. Wir haben Ihnen daher Möglichkeiten zusammengestellt, wo Sie sich genauer über Leben und Werk des Thomaskantors informieren können. Sie haben trotzdem noch Fragen? Dann finden Sie hier zusätzlich eine kleine Liste ausgewiesener Bach-Experten. Sie beantworten gern die Anfragen von Medienvertretern.
Kurz notiert
Hamburger Akademie wird Mitglied der Akademienunion
MÜNCHEN. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften erweitert sich und nimmt zum 1. Januar 2007 die neugegründete Akademie der Wissenschaften in Hamburg auf. Das hat die Mitgliederversammlung der Akademienunion am 1. Dezember 2006 in München beschlossen. Damit gehören der Akademienunion künftig acht Mitgliedsorganisationen an. Neben der Hamburger Akademie sind das die Berlin-Brandenburgische, die Göttinger, die Bayerische, die Sächsische, die Heidelberger, die Mainzer und die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften.
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Zehn neue Projekte im Akademienprogramm dank Haushaltssteigerung
MAINZ. Der Haushalt des Akademienprogramms soll 2007 um 3 Prozent steigen. Mit diesem Beschluss hat die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) eine jahrelange finanzielle Stagnation des Akademienprogramms beendet. So können 2007 insgesamt zehn positiv evaluierte Forschungsprojekte aus Geschichte, Archäologie, Theologie und den Sprachwissenschaften im Umfang von 2,42 Millionen Euro neu in das Akademienprogramm aufgenommen werden. Der Haushalt wird insgesamt bei 44,6 Millionen Euro liegen, wovon 158 Vorhaben in 201 Arbeitsstellen finanziert werden.
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Deutschland erstmals im Executive Committee des InterAcademy Panel
KAIRO. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist von der Generalversammlung des InterAcademy Panel (IAP) ins Executive Committee gewählt worden. Diesem Komitee werden von 2007 bis 2009 Vertreter der Wissenschaftsakademien der folgenden Länder angehören: Australien, Deutschland, Großbritannien, Japan und die Niederlande für die Industrieländer sowie Brasilien, Kuba, Malaysia, Ägypten, Senegal und Bangladesch für die Schwellenländer. Deutschland ist somit erstmals in diesem Gremium vertreten. Das IAP ist ein weltweites Netzwerk von derzeit 94 Wissenschaftsakademien. Das Hauptziel des IAP ist es, ihre Mitgliedsakademien weltweit in ihrer Aufgabe zu stärken, Bürger und Politiker ihrer Länder in kritischen Fragen wissenschaftlich zu beraten.
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Förderung für geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung
Ausschreibung für das Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften (Akademienprogramm) für 2009
MAINZ. Ab sofort und noch bis zum 30. April 2007 können sich Wissenschaftler um eine Projektförderung im Rahmen des Akademienprogramms bewerben. Das Akademienprogramm ist ein traditionsreiches Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften und dient der langfristig angelegten geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung. Geisteswissenschaften im Verständnis des Akademienprogramms schließen die Rechts-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften ein. Auch Grenzfragen zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften können im Rahmen des Akademienprogramms bearbeitet werden. Die zentrale, vom Wissenschaftsrat bestätigte Aufgabe des Akademienprogramms besteht in der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unserer kulturellen Überlieferung. Seit 2005 wird es öffentlich ausgeschrieben.
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Schüler sollen Leibniz edieren
Liselotte-Richter-Preis vom Akademievorhaben „Leibniz-Edition“-Arbeitsstelle Potsdam der BBAW ausgelobt
POTSDAM. Die Aufgabe ist für die Brandenburger Gymnasiasten nicht einfach: Sie sollen einen lateinischen oder französischen Text von wenigen Seiten entsprechend den Editionsregeln der Akademieausgabe aus der Handschrift von Gottfried Wilhelm Leibniz transkribieren und mit einem Text- und Sachkommentar versehen. Die beste Edition wird mit 1000 Euro belohnt das Akademienvorhaben „Leibniz-Edition“ der Arbeitsstelle Potsdam hat dafür den „Liselotte-Richter-Preis“ ausgelobt. Eine Unterstützung durch die Mitarbeiter der Leibniz-Edition ist möglich.
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Von altägyptischen Texten bis zur Turfansammlung der Seidenstraße
Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt eröffnet
BERLIN. Das Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde am 11. Dezember 2006 feierlich eröffnet. Es fasst künftig alle altertumswissenschaftlichen Unternehmen zusammen, die von der Akademie betreut werden. Die Vorhaben verbindet ihre editorische Kompetenz, ihr Know-how bei der Sammlung, Sichtung und kritischen Auswertung von Handschriften und Inschriften und bei der prosopographischen oder lexikographischen Erschließung.
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Junges Kolleg: Eine Chance für exzellente Nachwuchsforscher
DÜSSELDORF. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften hat im September das „Junge Kolleg“ zur Förderung exzellenter Nachwuchsforscher gegründet. Bis zu 30 junge Wissenschaftler an Hochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen können für vier Jahre an das Kolleg berufen werden und erhalten jeweils ein mit 10.000 Euro pro Jahr dotiertes Stipendium. Mehrmonatige Auslandsaufenthalte können zusätzlich gefördert werden. Finanziert wird das Kolleg von der Stiftung Mercator GmbH, die für den Zeitraum 2006 bis 2012 insgesamt 2,93 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Das NRW-Innovationsministerium unterstützt das Kolleg mit zwei Vollzeitstellen.
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Enge Zusammenarbeit zwischen LMU und Bayerischer Akademie vereinbart
MÜNCHEN. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Universität München rücken enger zusammen. Akademiepräsident Willoweit und Rektor Huber unterzeichneten im November 2006 einen Vertrag über die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre, bei gemeinsamen Veranstaltungen sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
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Zwischen Emotionsklugheit und Krankheit
„Was ist Alter?“ Ein Symposion der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
HEIDELBERG. „Alter“ und „Altern“ sind Schlagworte mit Konjunktur. Politiker, Ökonomen, Mediziner, Psychologen, Biologen und Philosophen entwerfen Szenarien für die Zukunft, die aufhorchen lassen. Und bei mancher öffentlichen Diskussion scheint nicht nur die demographische Entwicklung Kopf zu stehen.
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Internationales Kolloquium der Akademienunion: „Digitale Medien und Musikedition“
Von Dr. Gabriele Buschmeier
MAINZ. Die Bedeutung digitaler Medien für die kritischen Editionen großer Komponisten diskutierten Ende November etwa 75 Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, USA und Österreich. Das Kolloquium „Digitale Medien und Musikedition“ wurde vom Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen der Akademienunion und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier veranstaltet.
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Menschenhandel in der Antike: Eine Tradition bis heute?
Von Dr. Andrea Binsfeld
MAINZ. Sie werden verschleppt und missbraucht, zur Sklavenarbeit und zur Prostitution gezwungen. Kaum ein Tag vergeht, an dem man aus den Medien nicht vom gewaltsamen Schicksal von Frauen und Kindern erfährt. Der Kampf gegen das Human Trafficking hat heute für die nichtstaatlichen Anti-Sklaverei-Organisationen höchste Priorität. Sklaverei und Knechtschaft, Frondienst und Zwangsarbeit kannte jedoch schon die Antike. Wie sich diese „Tradition“ bis heute fortsetzt, wurde kürzlich auf einer Tagung der Mainzer Akademie diskutiert. Die Ergebnisse sollen 2007 publiziert werden.
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Europas Wissenschaft in der Krise?
Ein Plädoyer für freies Denken und Forschen
GÖTTINGEN. Mit der Frage „Wohin steuert Europas Wissenschaft?“ stand Ende November ein politisch brisantes Thema im Mittelpunkt der Jahresfeier der Göttinger Akademie. Prof. Gottfried Schatz, von 2000 bis 2003 Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierats, warnte vor einer „Krise der Europäischen Wissenschaft“.
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Termine
Zwischen Trauer und Weiterleben
Die Mainzer Akademie zeigt Werke von Michael Morgner
Ein Essay von Dieter Hoffmann
MAINZ. Dass sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Chemnitz ein Kunstklima entfaltete, das sich hinter Dresden, Leipzig, Berlin nicht verstecken musste, ist vor allem dem Maler, Zeichner und Radierer Michael Morgner zu danken. Er zählte schon zu DDR-Zeiten zu den über die Staatsgrenzen hinaus bekannten ostdeutschen Künstlern. Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz widmete ihm nun eine Ausstellung. Die Werke sind noch bis zum 15. Dezember 2006 in den Räumen der Akademie zu sehen.
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Einsteintag der BBAW
Der Einsteintag ist die zweite öffentliche Festsitzung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und wird künftig in Potsdam stattfinden
POTSDAM. Der Einsteintag wird neben dem Leibniztag am Berliner Gendarmenmarkt künftig die zweite öffentliche Festsitzung der Akademie im Jahr sein die Akademie greift damit eine Tradition der Preußischen Akademie auf. Im Mittelpunkt des Einsteintages stehen die Wissenschaft und die Auszeichnung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit der Wahl des Veranstaltungsortes stellt die Akademie nicht nur ihre Reverenz an ihr zweites Trägerland unter Beweis. Sie will damit vielmehr ihre Sichtbarkeit und Wirksamkeit über Berlin hinaus erhöhen und ihren Beitrag zur Wahrnehmung der Region Berlin-Potsdam als einer Kulturregion leisten.
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Wer hat die Wahl?
Preisfrage 2006 der Jungen Akademie wartet auf Antworten
BERLIN. Akademische Preisfragen sind Kinder der Aufklärung. Keine Akademie, die etwas auf sich hielt, versäumte es im 18. Jahrhundert, einem gebildeten Publikum Fragen der Zeit zu stellen. Die Junge Akademie ist neugierig und will versuchen, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf neue alte Weise anzufachen. Und fragt in diesem Jahr: „Wer hat die Wahl?“ Noch bis zum 31. Dezember 2006 kann jeder, der sich dazu berufen fühlt, auf die Preisfrage antworten. Für die beste Idee winken 5000 Euro.
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Veranstaltungskalender
In einer Vielzahl von Vorträgen, Symposien und Ausstellungen stellen Ihnen die Akademien der Wissenschaften ihre Arbeit vor. Manche sind eher für ein Fachpublikum geeignet oder nur mit Einladung zugänglich, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Wenn Sie Fragen zu einer Veranstaltung haben oder als Medienvertreter bzw. interessierter Zuhörer teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Akademie. Die Kontaktadressen finden Sie am Ende des Kalenders.
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Neu erschienen
Die ungeschriebenen Regeln der Universität
Von Abschreiben bis Zweitgutachten
BERLIN. Campus-Knigge das klingt nach einer Lektüre für Erstsemester. Doch das Lexikon der AG „Manieren!“ der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist nichts für Studienanfänger. Statt zu erklären, was sich hinter der Abkürzung SWS verbirgt, wird hier eine ironische Innenansicht des akademischen Lebens und Lehrens präsentiert.
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„Vergib, denn sie wissen nicht, was sie tun“
Ein Resümee zu den Annäherungen an eine philosophische Theorie des Verzeihens
MAINZ. (kod) Der Begriff der Verzeihung bleibt in der Philosophie eigentümlich unthematisiert. Man scheint sich damit abgefunden zu haben, dass hier die Theologie zuständig sei. Doch diese Abschiebetendenz ist unhaltbar, findet Klaus-Michael Kodalle. Er hat eine Abhandlung mit „Annäherungen an eine philosophische Theorie des Verzeihens“ vorgelegt.
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Rätselhafte Zeichen im Gebälk
Inschriftenkommission der Göttinger Akademie legt neuen Band vor
GÖTTINGEN. Das alte Fachwerkhaus steht schon seit Hunderten von Jahren. Viele Generationen haben es bewohnt, doch von ihnen blieb kaum eine Spur. Nur ein paar Zeichen im Gebälk für einen Laien kaum zu erkennen und zu verstehen. Texte auf Grabdenkmälern, Glocken und Häusern aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit bergen unzählige Geschichten und Geheimnisse. Dr. Sabine Wehking von der Inschriftenkommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat viele von ihnen enträtselt. Fünf Jahre lang sammelte und kommentierte sie sämtliche Inschriften des Landkreises Göttingen. Nun liegen die Ergebnisse ihrer Arbeit vor.
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Weitere Publikationen aus den Akademien
Damit Sie sich noch genauer über die geistes- und naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Akademien informieren können, bieten Ihnen die deutschen Akademien der Wissenschaften eine Fundgrube von Publikationen. Manche sind nur für ein Fachpublikum geeignet, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Eine Auswahl der aktuellen Neuerscheinungen finden Sie hier.
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Personalia
Musik des Abendlandes
Balzan-Preis 2006 an Musikwissenschaftler Ludwig Finscher verliehen
HEIDELBERG. Die internationale Balzan Stiftung hat den deutschen Musikwissenschaftler Ludwig Finscher für seine Studien zur Geschichte der abendländischen Musik seit 1600 ausgezeichnet. Der Preis gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen, kulturellen und humanitären Ehrungen und wurde Ende November vom italienischen Staatspräsident Giorgio Napolitano in Rom überreicht. Finscher ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
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Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz 2006
Von Dr. Carlo Servatius
MAINZ. Mit Professor Claudia Eder wird eine besonders erfolgreiche, einsatzfreudige und Begeisterung weckende Mainzer Musikpädagogin mit dem Akademiepreis 2006 ausgezeichnet.
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Ein Protestant als Papsthistoriker
Von Prof. Dr. Ernst-Dieter Hehl
TÜBINGEN. Ein faszinierendes Panorama der Papstgeschichtsschreibung breiteten deutsche Mediävisten am 80. Geburtstag von Professor Dr. Harald Zimmermann aus. Gleichzeitig stellten sie aktuelle Neuerscheinungen der mediävistischen Grundlagenforschung vor.
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Neue Akademiemitglieder gewählt
Die Akademien in Heidelberg und Mainz haben hervorragende Gelehrte zu neuen Mitgliedern gewählt. Die Wahl gilt als eine hohe Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt.
Geehrt
Verstorben
Impressum
„Aus den Akademien“
wird herausgegeben von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Redaktion:
Myriam Hönig (v.i.S.d.P.)
Jana Schlütter
Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Dr. Andrea Binsfeld, Dr. Gabriele Buschmeier, Prof. Dr. Ernst-Dieter Hehl, Dieter Hoffmann, Prof. Dr. Klaus-Michael Kodalle, Adrienne Lochte, Dr. Carlo Servatius
Gestaltung:
Jasper Lüdke
Kontakt:
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