Offen, ehrlich, transparent: Wie Politikberatung in Deutschland besser werden kann

BERLIN. Nicht immer kann sich die deutsche Regierung auf ihre wissenschaftliche Beratung verlassen; das stellen die Gutachten des Wissenschaftsrats zur Ressortforschung des Bundes kritisch fest. Aber wonach bemisst sich die Qualität einer wissenschaftlichen Expertise? Und wie kann sie kontrolliert und gesichert werden? Die Broschüre „Standards and ‘Best Practices’ of Scientific Policy Advice“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Britischen Botschaft verweist als Modell für eine Politikberatung, die höchsten Ansprüchen genügt, auf die britische Einrichtung des „Chief Scientific Adviser“.


Die Publikation enthält zum einen ein Gespräch, das der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock, die Herausgeber des Bandes, Prof. Dr. Peter Weingart und Dr. Justus Lentsch, sowie der Journalist Martin Spiewak mit Sir David King über Funktion und Organisationsform der britischen Institution führten. Sie dokumentiert zudem den Verhaltenskodex des britischen Chief Scientific Adviser.

Demnach lautet die Formel des jetzigen Amtsinhabers Sir David King: „Offenheit, Ehrlichkeit, Transparenz“ – sie wurde bereits in Richtlinien für eine vorbildliche wissenschaftliche Politikberatung umgesetzt.

Welche Schritte auf dem Weg zu einer verantwortlichen Praxis der Politikberatung in der Bundesrepublik noch geleistet werden müssen, zeigen die Herausgeber in einem eigenen Kapitel auf.

Die Arbeitsgruppe „Wissenschaftliche Politikberatung in der Demokratie“ wurde von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit dem Ziel eingerichtet, einen Leitfaden mit Kriterien „guter Politikberatung“ (best practice) zu erarbeiten. Sie wird von Peter Weingart geleitet und von Justus Lentsch koordiniert.


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