Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
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Für den offenen Austausch von Forschungsergebnissen

BERLIN. Um den freien Zugang zu den im Akademienprogramm erarbeiteten Grundlagenwerken zu sichern und die Interessen der Forschung im Publikationswesen zu wahren, ist die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften der sogenannten „Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ beigetreten.


Sie betont, dass es für Bildung und Wissenschaft immer wichtiger werde, Wissen und Information auch auf elektronischem Wege zu verbreiten und zu erschließen. In einem fortlaufenden kommunikativen Prozess nutzten Forscher den Stand des bisherigen Wissens und bauten darauf auf. Dieser offene Austausch von Erkenntnissen dürfe laut der „Göttinger Erklärung“ nicht durch restriktive Regelungen im Urheberrecht behindert werden, da die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft direkt davon betroffen wäre. Dennoch müsse der freie Zugang zu Information und Wissen nicht vergütungsfrei sein. Es gelte vielmehr, faire gesetzliche Bedingungen zu finden, so dass die Nutzung von geschützten Werken angemessen vergütet, aber gleichzeitig deren Zugänglichkeit für Zwecke der Bildung und der Wissenschaft gewahrt werde.

Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Akademienunion die „Münchener Empfehlungen“ verabschiedet und auf dem Workshop „Vernetzungsstrukturen“ den Teilnehmern vorgelegt. Sie empfiehlt darin den in der Union zusammengeschlossenen Akademien, ihre Forschungsergebnisse – sofern nicht bereits geschehen – auch in elektronischer Form frei verfügbar zu machen. Dabei solle das Vernetzungspotential der elektronischen Medien so weitgehend wie möglich genutzt werden, sei es nun die Verknüpfung von Wörterbüchern mit ihren Quellen und digitalen Textarchiven, von kritischen Editionen mit ihren Überlieferungszeugen oder von Wörterbüchern untereinander.

Als Primärpublikation könne man zwar auch in Zukunft nicht auf das Buch verzichten, schließlich sei die Buchform eine feste Referenzgröße und das wichtigste Langzeitarchivierungsmedium. Jedoch sollten die Daten für den Buchsatz von Anfang an in medienneutraler Form gespeichert und bereitgehalten werden, so dass eine Parallelpublikation als Buch und im Netz prinzipiell möglich sei. Auf dem Workshop „Vernetzungsstrukturen“ trafen sich kürzlich in München über 50 Wissenschaftler aus Akademievorhaben und aus anderen repräsentativen Projekten unter anderem mit Vertretern der DFG, der Deutschen Nationalbibliothek und Archiven, um die Möglichkeiten der Vernetzung zu diskutieren.


Kontakt
Prof. Dr. Kurt Gärtner
Vorsitzender der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Tel.: 06421 / 35356
gaertnek@staff.uni-marburg.de

und

Dr. Dieter Herrmann
Generalsekretär der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Tel.: 06131 / 21 85 28 12
dieter.herrmann@akademienunion.de

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Redaktion
Union der deutschen Akademien
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Büro Berlin
Myriam Hönig (v.i.S.d.P.)
Dr. Annette Schaefgen
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