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BERLIN. Um Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik ranken sich viele Zweifel und Unsicherheiten. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften möchte den weltweit existierenden Ängsten begegnen und engagiert sich deshalb für sachliche Aufklärung. Am 26. und 27. Mai 2006 organisiert sie im Auftrag des „InterAcademy Panel“ (IAP) einen Workshop, auf dem ein unabhängiges Statement zur Bedeutung gentechnisch veränderter Nahrungsmittelpflanzen für eine wachsende Weltbevölkerung erarbeitet werden soll. Falls die 92 dem IAP weltweit angehörenden Wissenschaftsakademien die Stellungnahme unterschreiben, wird sie offiziell als Stellungnahme der internationalen Wissenschaft auf der Generalversammlung des IAP im Dezember dieses Jahres in Kairo verkündet.
Die Teilnehmer aus China, Indien, Kenia, Südafrika, Brasilien, USA und Europa werden zunächst über den Umgang mit gentechnisch veränderten Pflanzen in ihren Ländern berichten: Welche Vorteile ergeben sich daraus? Haben sich Probleme für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt gezeigt? Abschließend soll mit Blick auf die Dritte Welt und die Schwellenländer ein Bericht über gentechnisch veränderte Getreidearten und andere Nahrungsmittelpflanzen erstellt werden, die zum Beispiel gegen Insekten, Pilzbefall und Viren resistent sind.
Der Workshop in Berlin ist Teil der IAP-Initiative, den Nutzen gentechnisch veränderter Pflanzen einzuschätzen. Die Akademienunion engagiert sich bereits seit längerem im Auftrag des IAP für eine wissenschaftlich unabhängige und sachlich fundierte Beratung der Bevölkerung zu Fragen der Grünen Gentechnik. Sie hat deshalb 2004 ein Memorandum zur Sicherheit gentechnisch veränderter Lebensmittel veröffentlicht, das in mehrtausendfacher Auflage verteilt wurde und immer noch stark nachgefragt wird. Es ist auf den Webseiten der Akademienunion zu finden unter:
www.akademienunion.de/_files/memorandum_gentechnik/memorandum_gruene_gentechnik.pdf
Außerdem erstellte Prof. Dr. Hans Walter Heldt, der Vorsitzende der Kommission Grüne Gentechnik der Akademienunion, eine Literatursammlung zu gentechnisch veränderten Pflanzen, die aus rund 240 Publikationen besteht und ein ausgezeichnetes Nachschlagewerk darstellt. Sie ist abrufbar unter:
www.akademienunion.de/publikationen/literatursammlung_gentechnik/
Kontakt:
Myriam Hönig
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Büro Berlin
Markgrafenstraße 37
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Tel.: 030 / 325 98 73 70
hoenig@akademienunion-berlin.de
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