|
BERLIN. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat sich international zu einem gefragten Ansprechpartner entwickelt. Sie vertritt ihre Mitglieder bei acht europäischen und weltweit agierenden Netzwerken der Wissenschaftsakademien und hat vom InterAcademy Panel den Auftrag bekommen, ein Statement zur Grünen Gentechnik zu organisieren. Allein von März bis Mai reisen Delegierte der Akademienunion zu vier verschiedenen internationalen Treffen.
So hat Prof. Dr. Hans Walter Heldt Ende März 2006 die Union bei der Sitzung des Exekutivkomitees des InterAcademy Panels (IAP) in Rio de Janeiro / Brasilien vertreten. Im Mai organisiert die Union im Auftrag des IAP außerdem einen Workshop, auf dem ein unabhängiges Statement zur Bedeutung gentechnisch veränderter Nahrungsmittelpflanzen für eine wachsende Weltbevölkerung erarbeitet werden soll. Falls die 92 dem IAP weltweit angehörenden Wissenschaftsakademien die Stellungnahme unterschreiben, wird sie offiziell als Stellungnahme der internationalen Wissenschaft auf der Generalversammlung des IAP vom 1. bis 7. Dezember dieses Jahres in Kairo verkündet. Dort werden Prof. Dr. Gerhard Gottschalk und Prof. Dr. Heldt die deutschen Akademien der Wissenschaften repräsentieren.
Das IAP ist ein weltweites Netzwerk der Wissenschaftsakademien mit 92 Mitgliedern. Das Ziel des Panels ist es, Bürger und Politiker wissenschaftlich zu Themen wie zum Beispiel dem Bevölkerungswachstum, der Entwicklung der Städte, der Gesundheit von Müttern und Kindern und der Zugänglichkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beraten.
Bei der Tagung des globalen Gesundheitsnetzwerkes IAMP (InterAcademy Medical Panel) vom 2. bis 6. April 2006 in Peking wird Prof. Dr. Otmar Schober die sieben Mitgliedsakademien der Union repräsentieren. Auf diesem Treffen wird unter anderem darüber diskutiert, wie man Krankheiten in Entwicklungsländern eindämmen kann, welche ansteckenden Krankheiten in Zukunft gefährlich werden und wie man Unfälle im Straßenverkehr vermeiden kann. Weitere Themen sind Zoonosen, Atemwegserkrankungen wie SARS und der Zusammenhang von Herzerkrankungen und Tabakgebrauch.
Auch bei europäischen Zusammenkünften ist die Akademienunion vertreten: Prof. Dr. Albrecht Riethmüller reiste Ende März 2006 zur Generalversammlung der ALLEA (All European Academies) nach Krakau / Polen. Dort wurde unter anderem über interdisziplinäre Ansätze für den Umweltschutz, die Bewahrung des kulturellen Erbes in Zentral- und Osteuropa, das Verhältnis von Wissenschaft und Medien und über die Vor- und Nachteile des Open Access Publishing beraten. Darüber hinaus fand die Inauguration von Prof. Dr. Jüri Engelbrecht, Professor für Physik und Mathematik an der Technischen Universität Tallin / Estland als neuer Präsident von ALLEA statt.
Darüber hinaus reiste ein Delegierter des Konvents für Technikwissenschaften acatech im März nach Wien zum EuroCASE Board Meeting.
Als Dachverband der in ihr zusammengeschlossenen deutschen Akademien der Wissenschaften vertritt die Union ihre Mitgliedsakademien in folgenden europäischen und weltweiten Zusammenschlüssen:
- All European Academies (ALLEA)
- European Academies Science Advisory Board (EASAC)
- European Science Foundation (ESF)
- InterAcademy Panel (IAP)
- InterAcademy Medical Panel (IAMP)
- Amaldi-Conferences
- Union Académique Internationale (UAI)
- International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies
In jeder der Organisationen ist die Akademienunion mit ein oder zwei Delegierten vertreten. Koordiniert werden die Aktivitäten der Delegierten vom Präsidenten der Union, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk.
Kontakt:
Nicole Hartmann
Koordinatorin der Internationalen Beziehungen
der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Geschwister-Scholl-Straße 2
55131 Mainz
Tel.: 06131 / 218 528 13
nicole.hartmann@akademienunion.de
|