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LEIPZIG. Die Gruben brachten einst Geld und Arbeit in die Bergbauregionen Europas heute jedoch sind die vernarbten Landschaften ein schwieriges Erbe. Wie man die Mondlandschaften der Tagebaugebiete und die durchlöcherten Reviere wieder mit Leben füllen kann, hat das EU-Projekt „REVITAMIN Revitalisierung von ehemaligen Bergbauflächen und gebieten“ in einem internationalen Vergleich ermittelt. Die Ergebnisse werden am 8. und 9. Mai in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am ersten Tag werden dabei in Workshops und Podiumsdiskussionen länderspezifische Regionalanalysen aus Deutschland, Österreich, Slowenien, Tschechien und der Slowakei vorgestellt, deren Stärken und Schwächen ermittelt und die Planungs- und Organisationsformen verglichen. Der zweite Tag ist touristischen Aspekten gewidmet. Außerdem werden Bildungs- und Lehrmaterialien für Schulen zu Bergbau und Bergbaufolgelandschaften vorgestellt.
Das Projekt REVITAMIN will eine Entscheidungshilfe geben, wie man in unterschiedlichsten Regionen Europas mit den komplexen Folgeschäden des Bergbaus umgehen kann. Dabei sollen die Gebiete für die Menschen wieder nutzbar gemacht werden, ohne den Landschaftsschutz und das kulturelle Erbe aus den Augen zu verlieren.
Die Dörfer um Leipzig kennen das Problem nur zu genau. Lange Zeit mussten sie zittern, ob auch sie für den Braunkohlebergbau weggebaggert werden. Und als dies nicht mehr zur Debatte stand, grenzten sie an eine Mondlandschaft voller Krater. „Bergbaurestloch“ nannte sich das dann. Heute ist aus den Löchern im Leipziger Süden ein Naherholungsgebiet geworden mit 450 Hektar Wasserfläche, Stränden, Häfen und Radwanderwegen. Die restlichen Tagebaulöcher im Norden der Stadt werden nach und nach geflutet.
Kontakt:
Dr. Lutz Schiffer
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Arbeitsstelle Technikfolgenabschätzung
Technische Universität Chemnitz
Straße der Nationen 62
09107 Chemnitz
Tel.: 0371/5 31 15 12
Lutz.Schiffer@t-online.de
www.saw-leipzig.de
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