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LEIPZIG. Der Physiker Dr. habil. Jürgen Haase vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und der Universität Leipzig erhält für seine bahnbrechenden Entwicklungen auf dem Gebiet der Kernmagnetischen Resonanzspektroskopie (NMR) den Leipziger Wissenschaftspreis 2006. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird anlässlich der öffentlichen Frühjahrssitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften am 7. April 2006, 11 Uhr, in der Alten Börse zu Leipzig übergeben.
Zum dritten Mal würdigen damit die Stifter die Stadt Leipzig, die Universität Leipzig und die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig eine wissenschaftliche Leistung, die das Ansehen der Stadt als Zentrum der Wissenschaften nachhaltig stärkt. Ausgezeichnet wurden bisher der Nationalatlas der Bundesrepublik Deutschland vom Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig (2001) sowie Prof. Dr. Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig (2003).
Der Leipziger Wissenschaftspreis 2006 gilt den einmaligen Leistungen von Jürgen Haase auf dem Gebiet der Kernmagnetischen Resonanzspektroskopie (NMR). Mit dem Preis werden auch die enormen Impulse gewürdigt, die von seinen Forschungen auf die Entwicklung der Festkörperphysik an der Universität Leipzig ausgehen. Die bislang sensationellste Leistung gelang dem 48-jährigen Wissenschaftler mit der 2003 und bis heute einmalig betriebenen Kernmagnetischen Resonanzspektroskopie (NMR) in gepulsten hohen Magnetfeldern, die ungeahnte Anwendungen in vielen Bereichen der Gesellschaft verspricht. Der Physiker ist damit ein weltweit gefragter Experte der gesamten NMR-Gemeinschaft.
Jürgen Haase studierte und promovierte am international renommierten Zentrum für Kernmagnetische Resonanzspektroskopie (NMR) der Universität Leipzig. Von 1990-94 war er an der University of Illinois in Urbana-Champaign bei Oldfield und Slichter Pionieren der NMR in Chemie und Physik und an der Washington University of St. Louis tätig, bevor er zur Habilitation an die Universität Leipzig zurückkehrte. Von 1997-2001 war er Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und arbeitete in dieser Zeit zum einen wieder in Urbana-Champaign bei Slichter, zum anderen am 2. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart. 2002 wechselte er nach Dresden, zunächst an das Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, dann an das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werksstoffforschung (IFW) Dresden. Zum 1. April 2006 nimmt er den Ruf auf eine W3-Professur für Festkörperphysik an der Universität Leipzig an.
Im Rahmen der Preisverleihung am 7. April wird Jürgen Haase sein Forschungsfeld in einem Vortrag mit dem Titel „Atomkerne als Spione der komplexen Natur“ vorstellen.
Kontakt:
Dr. Ute Ecker
Generalsekretärin der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 1
04107 Leipzig
Tel.: 0341 / 711 5315
ecker@saw-leipzig.de
www.saw-leipzig.de
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