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HEIDELBERG. Was passiert, wenn man junge Juristen, Philosophen, Theologen, Historiker und Wirtschaftswissenschaftler gemeinsam die „Kulturellen Grundlagen der europäischen Einigung“ erforschen lässt? Sie leisten hervorragende Arbeit. Das jedenfalls bescheinigten auswärtige Gutachter von Rang allen drei überprüften Arbeitsgruppen des Heidelberger Akademie-Kollegs für den wissenschaftlichen Nachwuchs (WIN).
Die Gutachter beurteilten die bisherige Arbeit der Nachwuchswissenschaftler sehr positiv und empfahlen einstimmig die Förderung für weitere zwei Jahre. „Die erforschten Themen sind grundlegend für unser Verständnis, worauf sich eine europäische Verfassung gründet“, sagte Prof. Dr. Willi Jäger, der Koordinator des Programms. Die Wurzel und die Entwicklung der europäischen Idee sowie der gegenwärtige Versuch, eine europäische Verfassung zu konstituieren, werde von den Nachwuchswissenschaftlern interdisziplinär und mit großem Freiraum untersucht. „Diese Arbeitsweise ist für Nachwuchsforscher einzigartig in unserer Forschungslandschaft.“
Das WIN-Kolleg der Heidelberger Akademie der Wissenschaften setzt sich aus einem natur- und einem geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt zusammen. Insgesamt werden sechs Jungforschergruppen gefördert. Die Projekte im geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt sind: „Legitimität einer Europäischen Verfassung unter den Bedingungen nationaler Verfassungstraditionen. Fragen der horizontalen und vertikalen Gewaltenteilung am Beispiel von Gesetzgebung und Finanzverfassung“, „Konstruktion von Vergangenheit als Raum des Politischen: Europa und das historische Imaginäre“ sowie „Welterschließung im Spannungsfeld zwischen symbolischer und universalisierter Rationalität“.
Kontakt:
Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlstr. 4
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