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BERLIN. Morddrohungen gegen europäische Karikaturisten, Entführungen im Irak der Nahe Osten scheint unverständlich und fremd. Jenseits der Schlagzeilen gibt es jedoch in Geschichte, Kultur, Religion und Politik vielfältige Verflechtungen zwischen Europa und dem Nahen Osten. Ein gemeinsames Forschungsprogramm der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Fritz Thyssen Stiftung und des Wissenschaftskollegs Berlin wird sie in den nächsten fünf Jahren ausloten.
Das Programm gliedert sich in vier Teilprojekte und ein Forum:
1. Der Koran als Text einer gemeinsamen Antike und geteilten Geschichte.
2. „Mobile Traditionen: Vergleichende Perspektiven auf die Literatur des Nahen Ostens“
3. „Städtevergleich: Kosmopolitismus im Mittelmeerraum und den angrenzenden Regionen“
4. „Politisches Denken im Modernen Islam: nahöstliche und europäische Perspektiven“
5. Forum: „Traditionen und die Kritik der Moderne. Säkularismus, Fundamentalismus und Religion aus nahöstlichen Perspektiven“
Der Nahe Osten soll dabei kein abstraktes Gebilde bleiben, über das europäische Wissenschaftler forschen vielmehr wird ein gemeinsamer Lernprozess angestrebt, Europäer und ihre Kollegen aus dem Nahen Osten werden als gleichwertige Partner kooperieren. Das Herzstück des Projektes ist das Postdoktorandenprogramm: 50 Nachwuchswissenschaftler aus dem Nahen Osten werden dabei für jeweils ein Jahr an Berliner Forschungseinrichtungen eingeladen. Für die breitere Öffentlichkeit sind künstlerische Programme und ein Vortragszyklus geplant.
Kontakt:
Georges Khalil
Wissenschaftlicher Koordinator des Arbeitskreises Moderne und Islam
Wissenschaftskolleg zu Berlin
Wallotstraße 19
14193 Berlin
Tel.: 030 / 89 001 258
khalil@wiko-berlin.de
www.bbaw.de
www.wiko-berlin.de/kolleg/projekte/AKMI/
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