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Akademie der Wissenschaften zu Hamburg gegründet

HAMBURG. „Mit großer Freude“ begrüßte der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk, die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Hamburg. Als interdisziplinäres Forum für die Forschung in Norddeutschland zählt sie derzeit 80 ordentliche, Senior- und Ehrenmitglieder. Sie werden künftig – unterstützt von Nachwuchswissenschaftlern – unter anderem auf Themengebieten wie Klimawandel und Nanotechnologie zusammenarbeiten.

Bereits die ersten Forschungsprojekte der Hamburger Akademie sollen geistes-, sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse verbinden: Unter der Überschrift „Globale Umweltveränderungen und Migrationsprozesse“ werden nicht nur die naturwissenschaftlichen Hintergründe des Klimawandels, sondern auch deren soziale Folgen untersucht. Ähnlich ist es mit dem Projekt zum „Zukunftsfeld Nanotechnologie“ – auch hier werden die Auswirkungen der neuen Technik auf Wirtschaft und Gesellschaft einbezogen. Das Meer als Gefahr, Ressource und Chance, die Werften und ihre Krisen, aber auch die Backsteinbauten des Nordens sollen Bausteine einer wissenschaftlichen Ausstellung sein, die die neue Akademie zum Thema „Kulturlandschaft des Nordens“ plant. Eine weitere Projektgruppe beschäftigt sich mit der „Modellbildung, Simulation und Komplexitätsreduktion in den Wissenschaften“. Außerdem soll ein „Multimediales Lexikon der Deutschen Gebärdensprache“ erstellt werden.

Ein breit gefächertes Netzwerk von hochrangigen Wissenschaftlern aus aller Welt wolle die Akademie bieten, hieß es im Februar beim Festakt im Hamburger Rathaus vor 300 Gästen. Ein Forum, um Wissenschaft in der wachsenden Stadt sichtbar zu machen. Zunächst wurden 81 ordentliche, Senior- und Ehrenmitglieder gewählt. Die Besonderheit: die ordentliche Mitgliedschaft ist auf zehn Jahre begrenzt, während dieser Zeit stehen die Forscher in der Verpflichtung, zusammen mit internationalen Nachwuchswissenschaftlern, den Young Fellows, aktiv an Akademievorhaben mitzuarbeiten.

Zu ihrem ersten Präsidenten wählte die Versammlung der ordentlichen Mitglieder Prof. Dr. Heimo Reinitzer, Professor für „Ältere Deutsche Literaturwissenschaften“ an der Universität Hamburg. Vizepräsident wurde Prof. Dr. Cord Jakobeit, Hamburg. Dem weiteren Vorstand gehören Prof. Dr. Karin Lochte, Kiel, sowie Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Edwin Kreuzer, Präsident der TU Hamburg-Harburg, an. In der Geschäftsstelle der Akademie kümmert sich Claudia Raap um Rechtsberatung und Haushalt. Bernd Eickmeier hat weitere organisatorische Aufgaben und die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Die Stellen weiterer Mitarbeiter werden derzeit ausgeschrieben.

Die Akademie der Wissenschaften Hamburg wurde im Dezember 2004 auf einstimmigen Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts gegründet. Im Jahr 2005 hatte im Auftrag des Hamburger Senats eine Gründungskommission unter Leitung von Dr. Wilhelm Krull, dem Generalsekretär der VolkswagenStiftung, die ersten 30 Ordentlichen Mitglieder aus den norddeutschen Ländern ausgewählt. Die konstituierende Sitzung der Gründungsmitglieder erfolgte im Oktober 2005.

Zu den sieben Unionsakademien und der Leopoldina ist somit eine neunte hinzugekommen, die der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk, „mit großer Freude“ begrüßte. Im Namen der Schwesterakademien wünschte er der Akademie der Wissenschaften zu Hamburg einen guten Start und rief ihr zu: „Crescat, augeat, floreat – sie möge wachsen, gedeihen und blühen.“

Kontakt:
Bernd Eickmeier
Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Tel.: 040 / 429 48 669-0
akademie-der-wissenschaften@hamburg.de

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Redaktion
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Myriam Hönig (v.i.S.d.P.)
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