Datum: 03. Dezember 2008
Nummer: 04-2008
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Ausgabe von „Aus den Akademien“ ist die
letzte, die in unseren Büroräumen im Berliner Wissenschaftsforum
entstanden ist. In wenigen Tagen wird das Verbindungsbüro der Union der
deutschen Akademien der Wissenschaften in der Hauptstadt umziehen in
die Berlin-Brandenburgische Akademie, die eine der acht
Mitgliedsakademien der Union ist.
Außerdem wird diese Ausgabe unseres Newsletters
die letzte von mir betreute sein. Nach gut fünf Jahren scheide ich Ende
2008 aus den Diensten der Akademienunion aus. Allerdings bleiben enge
Verbindungen bestehen: Ich werde mich weiterhin um die Vorbereitung und
begleitende Durchführung des Akademientages 2009 kümmern und für diese
Großveranstaltung auch Ihr Ansprechpartner bleiben. Sie erreichen mich
unter der Ihnen bekannten Adresse hoenig@akademienunion-berlin.de
genauso wie unter myriam.hoenig@googlemail.com
bzw. per Telefon unter den Berliner Nummer 325 98 73 70.
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich
möglichst viele von Ihnen bereits den Termin für den nächsten
Akademientag vormerken könnten: Am 27. Mai 2009 wird es ab 13 Uhr um
die Sprache und die vielfältigen Möglichkeiten, die sie uns eröffnet,
gehen. Gleichzeitig wollen wir mit Ihnen gemeinsam das entdecken, was
wir nicht mehr mit Worten ausdrücken können. Unter dem Titel „In den
Netzen der Sprache“ wartet ein buntes Programm auf Sie, von dem Sie
sich bereits in dieser Ausgabe von „Aus den Akademien“ unter den
Terminen einen ersten Eindruck verschaffen können.
Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Adventszeit
und eine anregende Lektüre unseres Newsletters.
Ihre
Myriam Hönig
Leiterin des Berliner Büros und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Inhalt:
Forschung aktuell
Kurz
notiert
Termine
Neu
erschienen
Personalia
Impressum
Wir
können alles. Außer Hochdeutsch
MARBURG. Der Dialekt stirbt, lautet die
vorherrschende Ansicht nicht nur linguistischer Laien, sondern auch der
Sprachwissenschaft. Er werde immer weiter vom Hochdeutschen verdrängt
und schließlich ganz verschwinden. Aktuelle Forschungen zeigen jedoch,
dass es sich hier um eine Fehlprognose handelt: In vielen Regionen
stirbt der Dialekt nicht, sondern verändert sich rasant. Zudem spricht
kaum ein Deutscher lupenreines Hochdeutsch, sondern vielmehr eine
regional gefärbte Annäherung an die Standardsprache. Der Fachterminus
hierfür ist Regiolekt. Er verrät durch Aussprache, Sprachmelodie, Lexik
und Grammatik die Herkunft eines Menschen, schafft Identität – und
unterliegt einem ständigen Wandel. Diese Dynamik untersucht das Projekt
Regionalsprache.de (REDE), das 2008 ins Akademienprogramm aufgenommen
wurde. Bis 2026 wird nun die Marburger Arbeitsstelle der Akademie der
Wissenschaften und der Literatur, Mainz, mit jährlich knapp 800.000
Euro gefördert.
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Lost
in Translation
MARBURG. Maschinen sollen das Leben einfacher und
effizienter machen – doch sobald man mit seinem Navigationsgerät
kommunizieren will, sich von der Bahn eine telefonische
Fahrplanauskunft erhofft oder mit einem modernen Diktiersystem Zeit
sparen möchte, fangen die Probleme an: Die regionale Färbung unserer
Umgangssprache kommt uns in die Quere, die Maschine versteht nur die
Hälfte. Abhilfe könnte unter anderem eine genaue Analyse der derzeit
gesprochenen Regiolekte bieten. Ein Gespräch mit dem Projektleiter von
Regionalsprache.de (REDE), Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt.
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Wandelbares
Deutsch
Es gibt unzählige Beispiele, die demonstrieren,
wie stark die regionale Färbung unserer gesprochenen Sprache in den
einzelnen Regionen ist – und wie sie sich verändert. Falls Sie mehr
über die Hintergründe dieses Sprachwandels wissen möchten bzw.
neugierig auf das Forschungsvorhaben geworden sind, dann finden Sie
hier Hinweise auf Publikationen, Internetadressen und Veranstaltungen.
Es blieben dennoch Fragen offen? Ausgewiesene Experten zu Dialektologie
und Regionalsprachen beantworten sie gern.
Kurz notiert
Der
Mensch im Zentrum: die neuen Projekte im Akademienprogramm
BERLIN. Im Jahr 2009 werden fünf positiv
evaluierte Forschungsprojekte aus Linguistik, Älterer und Neuerer
Geschichte, Archäologie und Musikwissenschaft in das Akademienprogramm
aufgenommen. Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am 27.
Oktober 2008 beschlossen hat, stehen für die neuen Projekte 1,455
Millionen Euro zur Verfügung, der gesamte Haushalt des
Akademienprogramms wird 2009 bei 47,3 Millionen Euro liegen. Das
entspricht einer Haushaltssteigerung von drei Prozent.
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Erstes
Forum der „Stiftung Neue Verantwortung“
Junge
Führungskräfte erarbeiten Empfehlungen für die Bundesregierung
BERLIN. Der Think Tank „Stiftung Neue
Verantwortung“ hat im November mit dem „Forum 2008“ die Arbeitsphase
des ersten Jahrgangs ausgezeichneter Nachwuchskräfte initiiert.
Insgesamt 104 ausgewählte junge Führungskräfte aus der Wissenschaft,
der Wirtschaft, aus Verwaltung und Politik, der Kultur, dem Sport –
kurz: aus allen gesellschaftlich relevanten Bereichen – kamen für drei
Tage nach Berlin.
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Wissenswelten
– 250 Jahre Bayerische Akademie der Wissenschaften
MÜNCHEN. „Wissenswelten“ – unter diesem Motto
feiert die Bayerische Akademie der Wissenschaften 2009 ihr 250-jähriges
Bestehen und lädt gleichzeitig dazu ein, die weit gespannten
Wissenswelten unter dem Dach der Akademie zu erkunden: in Vergangenheit
und Gegenwart, in den Geistes- und Naturwissenschaften, in ihrem Haus
im Zentrum der Stadt und an anderen Orten Münchens.
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Jahresthema
2009 / 2010: Evolution in Natur, Technik und Kultur
Fotowettbewerb
„Evolution im Augenblick“ – Einsendungen noch möglich
BERLIN. Dass 2009 ganz im Zeichen von Charles
Robert Darwin stehen wird, ist gewiss: Am 12. Februar 2009 jährt sich
der Geburtstag des bedeutenden Naturwissenschaftlers zum 200. Mal.
Dieses Jubiläum nimmt die Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften zum Anlass, sich bei ihrem Jahresthema 2009 / 2010 der
Evolution in Natur, Technik und Kultur zu widmen. Sie geht dabei jedoch
über den biologischen Aspekt der Evolutionstheorie weit hinaus und will
vor allem auch kulturelle Fragestellungen in den Mittelpunkt rücken.
Erstmalig lädt sie außerdem unter dem Motto „Evolution im Augenblick“
junge Fotografen bis 30 Jahre zu einem Wettbewerb ein. Einsendungen
sind noch bis zum 31. Dezember 2008 möglich.
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Namensänderung
bei der Nordrhein-Westfälischen Akademie
DÜSSELDORF. Die Nordrhein-Westfälische Akademie
der Wissenschaften trägt einen neuen Namen: Einem Beschluss des
Nordrhein-Westfälischen Landtages entsprechend heißt die
Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen nun
offiziell Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der
Künste. Durch die Umbenennung ändern sich ab sofort sowohl die
Kontaktdaten der Akademie wie auch ihr Logo.
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Von
Kelten, Slawen und Germanen
Enzyklopädisches
Großprojekt der Göttinger Akademie abgeschlossen
GÖTTINGEN. Nach jahrzehntelanger Arbeit ist ein
gewaltiges Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu
Göttingen, das „Reallexikon der Germanischen Altertumskunde“,
abgeschlossen worden. Das Lexikon wurde mit Mitteln aus dem
Akademienprogramm gefördert und ist mit 35 Bänden ein unentbehrliches
Hilfsmittel für Archäologen, Historiker, Philologen und viele andere.
Es richtet sich als enzyklopädisch angelegte Zusammenschau modernster
interdisziplinärer und internationaler Altertumsforschung an
Fachwissenschaftler, ist aber auch für Laien gewinnbringend.
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Termine
Akademientag
2009: In den Netzen der Sprache
Zentrale
Gemeinschaftsveranstaltung der Akademien der Wissenschaften am 27. Mai
2009
BERLIN. Ob wir virtuos mit ihr umgehen können oder nachlässig sind, ob
wir ihre Schönheit schätzen oder ihre Unzulänglichkeiten beklagen – die
Sprache prägt unser Denken und Fühlen, wir sind unentrinnbar in ihren
Netzen verstrickt. Wie sehr Sprache unsere Vorstellung von der Welt,
die Vermittlung von Bildung und Wissen sowie die Verständigung der
Menschen untereinander bestimmt, wollen die acht in der Akademienunion
versammelten Wissenschaftsakademien am 27. Mai 2009 zeigen. An ihrem
Akademientag 2009 laden sie Schüler, Lehrer und weitere Wissbegierige
zu Vorträgen, Diskussionen, Demonstrationen zum Mitmachen,
Ausstellungen und einem Schülerwettbewerb in das Gebäude der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ein; abends wird
der Tag zusammen mit geladenen Gästen feierlich ausklingen.
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Geisteswissenschaften
im Fokus: Ausschreibung für das Akademienprogramm 2011
MAINZ. Bis zum 30. April 2009 können sich
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Ideenskizze um eine
Projektförderung im Akademienprogramm 2011 bewerben. Das gemeinsame
Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften ist mit
einem Etat rund 47 Millionen Euro eines der größten deutschen
Forschungsprogramme in den Geisteswissenschaften. Es finanziert derzeit
157 modular gestufte, langfristige Forschungsprojekte von
überregionaler Bedeutung.
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Salon
Sophie Charlotte: „Die Evolution empfängt ihre Kinder“
BERLIN. Erkenntnisreiche und vergnügliche
Begegnungen zwischen Kunst und Wissenschaft wollen Mitarbeiter und
Mitglieder der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
ermöglichen, wenn sie am 24. Januar 2009 die Türen der Akademie weit
öffnen und die Berliner zum „Salon Sophie Charlotte“ einladen.
Gemeinsam mit prominenten Gästen werden sie unter der Überschrift „Die
Evolution empfängt ihre Kinder“ von 18 bis 24 Uhr der Frage nach der
biologischen und kulturellen Evolution nachgehen – in Lesungen und
Theateraufführungen, in Vorträgen und Podiumsdiskussionen, in Filmen
und Ausstellungen. Paternoster-Performances, Angebote für Kinder sowie
Einblicke in viele Arbeitsvorhaben der Akademie runden das Programm ab.
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Hochschulfinanzierung:
mangelhaft
Öffentliche
Gesamtsitzung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an der
Universität Tübingen
HEIDELBERG. Die Hochschulausgaben in Deutschland
sind im internationalen Vergleich niedrig – jedenfalls nach ihrem
Anteil am Bruttoinlandsprodukt zu urteilen. Das gilt sowohl für die aus
öffentlichen Mitteln finanzierten Hochschulbudgets als auch für die
private Finanzierung. Woran dies liegt, beleuchtet Prof. Dr. Manfred G.
Schmidt, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, am 13.
Dezember 2009. Sein Vortrag beginnt um 11 Uhr und ist Teil der
auswärtigen Öffentlichen Sitzung der Akademie, die an diesem Tag an der
Universität Tübingen zu Gast ist.
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Leipziger
Wissenschaftspreis 2009 ausgeschrieben
LEIPZIG. Noch bis zum 15. Dezember 2008 können
sich hervorragende Wissenschaftler mit ihren Arbeiten für den Leipziger
Wissenschaftspreis 2009 bewerben bzw. für den Preis vorgeschlagen
werden. Da der Preisträger Leipzigs Ruf als Stadt der Wissenschaften
stärken soll, sollten die Kandidaten entweder aus der Region Leipzig
stammen oder dort tätig sein. Auswärtige Bewerbungen sind ebenfalls
willkommen, sofern die jeweilige Arbeit sachliche Bezüge zur Region
Leipzig aufweist.
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Was
ist Verteilungsgerechtigkeit?
HAMBURG. Herausragende Nachwuchswissenschaftler
können sich bis zum 28. Februar 2009 mit einer interdisziplinär
angelegten Arbeit zum Forschungsfeld Verteilungsgerechtigkeit um den
Joachim Jungius-Preis 2009 bewerben. Wie die Joachim Jungius-Stiftung
der Wissenschaften zu Hamburg mitteilte, sind deskriptiv-empirische
Arbeiten, die das Thema beispielsweise aus ökonomischer, historischer
oder sozialwissenschaftlicher Perspektive analysieren, ebenso
willkommen wie einschlägige normativ-ethische oder
rechtswissenschaftliche Untersuchungen. Der Preis ist mit 5.000 Euro
dotiert.
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Veranstaltungskalender
In einer Vielzahl von Vorträgen, Symposien und
Ausstellungen stellen Ihnen die Akademien der Wissenschaften ihre
Arbeit vor. Manche sind eher für ein Fachpublikum geeignet oder nur mit
Einladung zugänglich, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an.
Wenn Sie Fragen zu einer Veranstaltung haben oder als Medienvertreter
bzw. interessierter Zuhörer teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte
an die entsprechende Akademie. Die Kontaktadressen finden Sie am Ende
des Kalenders. Der Eintritt ist – soweit nicht anders vermerkt – frei.
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Open
Access: Akademienforschung für alle
BERLIN. „Online first“ heißt es mittlerweile in
den meisten Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, und auch in die
Akademienforschung hat das elektronische Publizieren längst Einzug
gehalten. Damit möglichst viele Menschen die in den Akademien
erarbeiteten Editionen und Wörterbücher nutzen können, sind zahlreiche
dieser wertvollen Wissensspeicher im Internet frei zugänglich. Die
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften stellt Ihnen nun zwölf
ausgewählte Projekte und ihre Open Access Angebote in einer Broschüre
vor: darunter zum Beispiel die Hethitischen Forschungen, das
Altägyptische Wörterbuch, das Goethe-Wörterbuch und die Jahresberichte
für deutsche Geschichte. Die pdf ist auf der Internetseite der
Akademienunion abrufbar.
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Die
Konzilsakten: Ein Monumentalwerk der Altertumswissenschaften
Zum 150.
Geburtstag von Eduard Schwartz (1858-1940) stellte die Bayerische
Akademie die Edition vor / Neuer Band erschienen
Von
Ernst Vogt und Martin Hose
MÜNCHEN. Mit dem Namen von Eduard Schwartz
verbindet sich eine der größten philologischen Leistungen des 20.
Jahrhunderts: die Edition der Akten der ökumenischen Konzilien von
Ephesos (431), Chalkedon (451) und Konstantinopel (553). Dieses
ambitionierte Projekt sah vor, die Akten aller ökumenischen Synoden bis
zum 9. Jahrhundert herauszugeben, kam aber nach Schwartz‘ Tod 1940
weitgehend zum Stillstand. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften
setzte 1968 eine Kommission ein, um die Protokolle und Dokumente der
verbleibenden Konzilien, deren Glaubensentscheidungen von der
westlichen wie auch der östlichen Kirche als verbindlich anerkannt
wurden, in wissenschaftlich zuverlässigen Ausgaben zugänglich zu
machen. Aus Anlass des 150. Geburtstages von Eduard Schwartz stellte
die Akademie das Editionsprojekt der Öffentlichkeit vor.
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Zwänge
und Zukunftsperspektiven der deutschen Universitäten
Auftakt des neu
gegründeten Journals „Denkströme“ der Sächsischen Akademie der
Wissenschaften zu Leipzig
LEIPZIG. Seit Mitte November 2008 ist das neu
gegründete Journal „Denkströme“ der Sächsischen Akademie der
Wissenschaften zu Leipzig mit seinem ersten Heft unter
www.denkstroeme.de online abrufbar. Es soll künftig zweimal jährlich
sowohl als Open Access-Ausgabe als auch in einer Druckauflage beim
Leipziger Universitätsverlag erscheinen. Die Druckausgabe des ersten
Heftes, das sich mit der Lage der deutschen Hochschulen
auseinandersetzt, wird voraussichtlich Mitte Dezember erhältlich sein.
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Vom
Rätsel des Bewusstseins bis zur Zukunft ländlicher Räume
„Die Akademie am
Gendarmenmarkt“ eröffnet mit ihrem Jahresmagazin 2008/09 den Blick in
die tägliche Forschungsarbeit.
BERLIN. Das Jahresmagazin der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften lädt seine Leser
zum Flanieren durch das Akademiegebäude ein und führt sie unter anderem
in die dritte Etage. Hier sammelt und analysiert eine interdisziplinäre
Arbeitsgruppe bildhafte Weltentwürfe; es entsteht ein „Atlas der
Weltbilder“ – ein kühnes und fast enzyklopädisches Projekt. Nebenan
versuchen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
verschiedenen Disziplinen das Rätsel des Bewusstseins zu entschlüsseln:
Sie debattieren über „Qualia“, eine besondere Qualität bewussten
Erlebens.
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Weitere
Publikationen aus den Akademien
Damit Sie sich über die geistes- und
naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der Akademien informieren
können, bieten Ihnen die deutschen Akademien der Wissenschaften eine
Fundgrube von Publikationen. Manche sind nur für ein Fachpublikum
geeignet, andere sprechen die breite Öffentlichkeit an. Eine Auswahl
der aktuellen Neuerscheinungen finden Sie hier.
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Dietmar
Willoweit als Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
bestätigt
MÜNCHEN. Die ordentlichen Mitglieder der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften haben den Rechtshistoriker
Dietmar Willoweit erneut zum Präsidenten gewählt. Er bekleidet das Amt
seit 2006, seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2009.
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Dinosaurier
und Vasenmalerei
Die
Zedler-Medaille für wissenschaftliche Wikipedia-Artikel wurde in Mainz
verliehen
MAINZ. Für ihre herausragenden neuen Beiträge im
Online-Lexikon Wikipedia wurden in diesem Jahr Joachim Miesbauer
(Naturwissenschaften) und Marcus Cyron (Geisteswissenschaften) mit der
Zedler-Medaille ausgezeichnet. Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte
Preis wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
gemeinsam mit der Wikimedia Deutschland e.V. und dem Heidelberger
Verlag Spektrum der Wissenschaft verliehen.
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Neue
Akademiemitglieder gewählt
Die Akademien in Berlin, Hamburg, Heidelberg und
Mainz haben hervorragende Gelehrte zu neuen Mitgliedern gewählt. Die
Wahl gilt als eine hohe Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. In
der Jungen Akademie wurden exzellente Nachwuchswissenschaftler
zugewählt.
Geehrt
Rufe
für Mitglieder des Nordrhein-Westfälischen Jungen Kollegs
DÜSSELDORF. Das Junge Kolleg der
Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
„verliert“ im Jahr 2008 fünf seiner Mitglieder. Die Wissenschaftler
haben einen Ruf auf eine Professur erhalten und werden zukünftig dem
Jungen Kolleg als assoziierte Mitglieder angehören.
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Verstorben
DÜSSELDORF. Das Junge Kolleg der
Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
„verliert“ im Jahr 2008 fünf seiner Mitglieder. Die Wissenschaftler
haben einen Ruf auf eine Professur erhalten und werden zukünftig dem
Jungen Kolleg als assoziierte Mitglieder angehören.
Zur
Internetseite
Impressum
„Aus den Akademien“
wird herausgegeben von der Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften.
Redaktion:
Myriam Hönig (v.i.S.d.P.), Dr. Annette Schaefgen
Weitere Autoren dieser Ausgabe:
Prof. Dr. Martin Hose, Uta Hüttig, Robert Kekez, Dr. Ellen Latzin,
Gisela Lerch, Adrienne Lochte, Hannes Meder-Wernicke, Dr. Annette
Schaefgen, Prof. Dr. Ernst Vogt
Technische Betreuung:
Neil Meshraqi
Kontakt:
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften / Büro Berlin
Markgrafenstraße 37
10117 Berlin
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030 – 325 98 73 72
Fax:
030 – 325 98 73 73
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