Kooperationsprojekte

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften arbeitet zu verschiedenen Themen mit anderen Wissenschaftsinstitutionen und -organisationen zusammen, um aktuelle Themen der Wissenschaft zu bearbeiten.

  • Bericht zur Lage der deutschen Sprache

    Cover Reichtum und Armut der deutschen Sprache Akademienunion
  • Geisteswissenschaft im Dialog

    0 Ollyy/Shutterstock.com
  • Rat für deutsche Rechtschreibung

    0 Claudia Hautumm/pixelio.de
  • Stiftung Neue Verantwortung

    0 SNV
  • Wissenschaft im Dialog - "Fast Forward Science" und "Interview mit einem Bild"

    0 Christiane Böker/WiD
  • Aufbau eines europäischen Akademienportals (BMBF-Projekt)

    0 Anton Balazh/fotolia.com

Laufende Projekte:

Bericht zur Lage der deutschen Sprache

Die Berichte zur Lage der deutschen Sprache liefern wissenschaftsbasierte Aufklärung über den Zustand der deutschen Sprache. Sie werden in unregelmäßigen Abständen von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademienunion herausgegeben. Die Akademien möchten mit dem Bericht grundlegende Informationen liefern, die für die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit wie auch für politische Entscheidungen, beispielsweise im Bildungsbereich, genutzt werden können.

Der erste Bericht erschien 2013 unter dem Titel „Reichtum und Armut der deutschen Sprache“. Der Bericht basiert auf einem umfangreichen Textkorpus und bietet empirisch belastbare Informationen über die Entwicklung der deutschen Sprache von 1900 bis heute. Besonders behandelt werden dabei die Themen Wortschatz, Anglizismen, Flexion und Nominalstil. Auf den Bericht folgte ein bundesweites  Presseecho, das die Relevanz und die Aktualität des Themas für unsere Gesellschaft widerspiegelt.

Der zweite Bericht zur Lage der deutschen Sprache (2017) widmet sich dem Thema „Vielfalt und Einheit der deutschen Sprache“. Das Deutsche ist eine der bedeutendsten Kultursprachen der Welt, und wie alle Sprachen verändert es sich ständig. Dieser Wandel zeigt sich unter anderem in einer zunehmenden Differenzierung in einzelne Spielarten. So ist die deutsche Sprache nicht nur ein in Grammatiken und Wörterbüchern definiertes Sprachsystem, vielmehr ist sie ein komplexes Bündel sich vielfach überschneidender Sprachformen oder „Varietäten“. Dem Standarddeutschen kommt innerhalb dieser Vielfalt eine besondere Bedeutung zu: Es stellt eine übergreifende Verständigung sicher und wird daher auch in der Schule vermittelt.

Geisteswissenschaft im Dialog

Geisteswissenschaft im Dialog (GiD) ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber Stiftung - Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Das Ziel des Diskussionsforums ist, die Geisteswissenschaften miteinander und mit anderen Wissenschaftsgebieten zum Austausch anzuregen. Die Veranstaltungen sehen eine aktive Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor und sollen den Dialog mit der Öffentlichkeit intensivieren.

Geisteswissenschaft im Dialog findet mehrmals im Jahr bundesweit an wechselnden Orten statt. Dabei präsentieren und diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Experten verschiedener Disziplinen fachkundig und informativ über Fragen aus Wissenschaft, Kultur sowie Politik und Gesellschaft. Zudem stehen sie auch dem Publikum Rede und Antwort. Ein Umtrunk im Anschluss an jede Veranstaltung gibt Gelegenheit zum weiteren Gedankenaustausch, zu Nachfragen und Diskussionen.

1993 wurde Geisteswissenschaft im Dialog von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaft ins Leben gerufen. Von 2001 bis 2012 beteiligte sich die Leibniz-Gemeinschaft als Projektpartner an dem Forum. Seitdem wird die Reihe gemeinsam von der Akademienunion und der Max Weber Stiftung organisiert.

Schirmherrin der Veranstaltungsreihe ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungen in der Reihe Geisteswissenschaft im Dialog

Rat für deutsche Rechtschreibung

Nachdem 1996 die Reform zur deutschen Rechtschreibung beschlossen worden war, kam es zu heftigen Diskussionen und Protesten. Deshalb wurde 2004 der Rat für deutsche Rechtschreibung ins Leben gerufen. Unter der Leitung des früheren bayerischen Wissenschaftsministers Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair schaffte es der Rat 2006, die „Reform der Reform“ auf den Weg zu bringen.

Mittlerweile hat dieses zwischenstaatliche Gremium (Mitgliedsländer sind Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Bozen-Südtirol und Belgien; kooptiert: Großherzogtum Luxemburg) die Aufgabe, die Umsetzung der Rechtschreibereform und ihre Entwicklung in der Schreibpraxis zu beobachten. Ferner gibt der Rat ein amtliches Regelwerk als Referenzwerk für die deutsche Rechtschreibung heraus. Dieses wurde zuletzt im Jahre 2006 geändert, als auf Vorschlag des Rats größere Modifikationen vorgenommen wurden. Das betraf vor allem die Bereiche Getrennt- und Zusammenschreibung, Zeichensetzung, Worttrennung am Zeilenende und Teile der Groß- und Kleinschreibung.

Seit der Gründung des Rates, dem Experten der Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Vertreterinnen und Verteter wichtiger Institutionen, die sich mit Sprache beschäftigen, angehören, ist die Akademienunion im Rat vertreten.

Seit 2017 wird die Akademienunion durch Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Professor für Geschichte der deutschen Sprache und älteren deutschen Literatur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Leipzig  im Rat vertreten. Er folgt auf Prof. Dr. Klaus-Peter Wegera und Prof. Dr. Werner Besch, beide Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Stiftung Neue Verantwortung

SNV

Seit 2007 ist die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften Mitglied der Stiftung Neue Verantwortung (SNV). Im dortigen Präsidium wird die Akademienunion durch den Unionspräsidenten Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt vertreten. Der Generalsekretär der Akademienunion , Dr. Dieter Herrmann, gehört dem Vorstand der Stiftung an.

Die Stiftung Neue Verantwortung ist eine unabhängiger Think Tank, der konkrete Ideen entwickelt, wie die deutsche Politik den technologischen Wandel in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat gestalten kann. Sie wird durch Unternehmen, Stiftungen und private wie öffentliche Förderer unterstützt.

Die Stiftungsarbeit beschäftigt sich vor allem mit den Themenschwerpunkten digitale Infrastrukturen und IT-Sicherheit, Arbeitswelt im Wandel sowie Energie und Ressourcen. Zu diesen Themenbereichen erstellen die Expertinnen und Experten der SNV Analysen, entwickeln Politikvorschläge und organisieren Veranstaltungen.

Für die Entwicklung von Politikvorschlägen hat die SNV eine kollaborative Arbeitsweise entwickelt, bei der die wissenschaftliche Expertise die Grundlage bildet und zu der frühzeitig und systematisch Experten aus der politischen Praxis, Wirtschaft, aus NGOS und Forschungsinstituten hinzugezogen werden.

Zur Webseite der Stiftung Neue Verantwortung

Wissenschaft im Dialog

Wissenschaft im Dialog (WiD) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet wurde. WiD möchte bei Menschen aller Altersgruppen und jedes Bildungsstandes Interesse an Forschungsthemen wecken und stärken. Dafür organisiert WiD Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen und Wettbewerbe rund um Forschung und Wissenschaft. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften kooperiert mit Wissenschaft im Dialog im Rahmen der folgenden Kooperationsprojekte:

Fast Forward Science ruft Forscher, eingefleischte Webvideomacher, Künstler, Kommunikatoren oder einfach an Wissenschaft Interessierte dazu auf, außergewöhnliche Videos zu aktuellen Forschungsthemen einzureichen. Die Herausforderung: Sie sollen zugleich unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sein.

Weitere Informationen

Für die Reihe Interview mit einem Bild wurden Webvideos gedreht, in denen weltbekannte Gemälde ihre Geschichte erzählen. Eine Reporterin entlockt den Kunstwerken allerlei Wissenswertes rund um Themen des Wissenschaftsjahres 2016*17 - Meere und Ozeane. Mal geht es um Sturmfluten, mal um Hochwasser, dann um Klimawandel und Wasserstraßen.

Weitere Informationen

Abgeschlossene Projekte:

BMBF-gefördertes Projekt "Aufbau eines europäischen Akademienportals"

BMBF-gefördertes Projekt: Aufbau eines europäischen Akademienportals

In dem von Oktober 2015 bis Juni 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt der Akademienunion „Aufbau eines europäischen Akademienportals“ wurde ein Konzept für eine paneuropäische digitale Infrastruktur erarbeitet, durch die die Sichtbarkeit und Findbarkeit der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung an den Akademien verbessert und internationale Kooperationen befördert werden könnten. Dazu wurden die Grundanforderungen für ein zukünftiges europäisches Akademienportal für die Geistes- und Sozialwissenschaften (European Academies Internet Gateway, kurz: AGATE) ermittelt und Möglichkeiten geprüft, bestehende Angebote und Lösungskonzepte zu integrieren, weiterzuverwenden und anzupassen. Das Konzept wurde im Juni 2017 abgeschlossen und steht als Online-Publikation zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt

BMBF-gefördertes Projekt "Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien"

(Kopie 7)

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der europäische Akademienzusammenschluss All European Academies (ALLEA) haben von August 2013 bis Oktober 2015 ein Projekt durchgeführt, in dessen Rahmen eine Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien erarbeitet wurde.

Weitere Informationen zum Projekt


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014