Sechs neue Forschungsprojekte im Akademienprogramm

Altägyptische Kursivschriften, die koptisch-sahidischen alttestamentlichen Bibelübersetzungen, Alexander von Humboldts Reiseberichte, Goethes biographische Schriften, barocke Deckenmalerei und der Nachlass des Soziologen Niklas Luhmann – um diese Themen erweitert sich 2015 das Spektrum, das die Akademien wissenschaftlich bearbeiten.

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) auf ihrer Sitzung am 30. Oktober 2014 in Berlin beschlossen hat, steht für das Akademienprogramm 2015 ein Etat von rund 62,9 Millionen Euro zur Verfügung. Dies ermöglichst es den Akademien, sechs neue Projekte ins Akademienprogramm aufzunehmen.



Unsere Mitgliedsakademien

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der Zusammenschluss von acht Wissenschaftsakademien.
Sie vereint mehr als 1900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören.

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
×

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften


1992 neu konstituiert, geht die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften auf die von Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1700 gegründete Wissenschaftssozietät zurück. Sie steht in der Tradition der vor allem als spätere Preußische Akademie der Wissenschaften weltweit zu Ruhm gelangten Berliner Wissenschaftsakademie und vereinte von Beginn an Natur- und Geisteswissenschaften. 78 Nobelpreisträger prägen diese Geschichte.

weitere Informationen zur Akademie
×

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen


„Fecundat et ornat – sie befruchtet und ziert“. Unter diesem Leitgedanken wurde die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Jahre 1751 vom Landesherrn, König Georg II. August von Großbritannien, Kurfürsten von Hannover gegründet. Als älteste durchgehend bestehende Einrichtung ihrer Art in Deutschland kann die Göttinger Akademie auf eine lange Tradition zurückblicken mit berühmten Mitgliedern wie den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm, David Hilbert und Werner Heisenberg.

weitere Informationen zur Akademie
×

Bayerische Akademie der Wissenschaften


Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759 durch Kurfürst Max III. Joseph, ist eine der ältesten und – nach Mitarbeiterzahl, Forschungsprogramm und Etat – die größte der acht deutschen Länderakademien. Ihrer Aufgabe als traditionelle Gelehrtengesellschaft, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Ort des lebendigen wissenschaftlichen Diskurses ist sie seit mehr als 250 Jahren verpflichtet. Ihre rund 175 Ordentlichen (mit Wohnsitz bzw. Dienstort in Bayern) und 150 Korrespondierenden Mitglieder müssen durch ihre Leistung „eine wesentliche Erweiterung des Wissensbestandes“ erreicht haben.

weitere Informationen zur Akademie
×

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig


Seit ihrer Gründung als Königlich Sächsischer Gesellschaft der Wissenschaften im Jahr 1846 sieht sich die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der Tradition des von Leibniz geprägten Akademiegedankens verpflichtet, als Gelehrtengesellschaft führende Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zum regelmäßigen Diskurs zusammenzubringen und im Einzugsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen langfristige Forschung zu betreiben.

weitere Informationen zur Akademie
×

Heidelberger Akademie der Wissenschaften


Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften wurde 1909 konstituiert. Dem Gründungsgedanken, die herausragenden Wissenschaftler des Landes zum fächerübergreifenden Gespräch und zu unabhängiger Forschung zusammenzuführen, ist die Landesakademie Baden-Württembergs treu geblieben. Bis heute ist sie klassische Gelehrtengesellschaft und moderne außeruniversitäre Forschungseinrichtung in einem; sie veranstaltet wissenschaftliche Tagungen und öffentliche Vortragsreihen und fördert junge Wissenschaftler, z. B. durch das sogenannte WIN-Kolleg sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen.

weitere Informationen zur Akademie
×

Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz


Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur ist eine überregional ausgerichtete Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Literatur und Musik. Sie dient der Pflege der Wissenschaften, der Literatur sowie der Musik und trägt auf diese Weise zur Bewahrung und Förderung des kulturellen Erbes bei. Sie ist ein Ort des Dialogs, in dessen Mittelpunkt der disziplinenübergreifende Austausch steht. Ihre Gründung am 9. Juli 1949 geht auf Alfred Döblin und ehemalige Mitglieder der früheren Preußischen Akademie der Wissenschaften zurück, unterstützt von der französischen Militärverwaltung und im Einvernehmen mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung.

weitere Informationen zur Akademie
×

Akademie der Wissenschaften in Hamburg


Interdisziplinäre Forschung in Norddeutschland anzuregen, Hochschulen und Forschungsinstitute zu vernetzen und Wissenschaft und Öffentlichkeit in Dialog zu bringen – mit diesen Zielen rief die Stadt Hamburg im Jahr 2004 die Akademie ins Leben. Sie ist damit die jüngste der in der Union zusammengeschlossenen Länderakademien.

weitere Informationen zur Akademie
×

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste


Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Diese war 1950 durch den damaligen Ministerpräsidenten Karl Arnold gegründet worden. Sinn und Zweck des Zusammenschlusses von naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen war die wissenschaftliche Beratung der Landesregierung beim Wiederaufbau des durch den Krieg stark zerstörten Landes. Mit der Errichtung des Karl-Arnold-Hauses in Düsseldorf im Jahre 1960 erhielt die Arbeitsgemeinschaft ein eigenes Gebäude für ihre Aufgaben.

weitere Informationen zur Akademie

Akademienprogramm

Das Akademienprogramm dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes. Mit dem Akademienprogramm betreiben die deutschen Akademien der Wissenschaften das derzeit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland.


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014