Herausgabe des Reallexikons für Antike und Christentum

Das Reallexikon für Antike und Christentum (RAC) ist ein grundlegendes Instrument der Erforschung der Spätantike. In interdisziplinären Untersuchungen wird die „Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt“ erforscht, d. h. der vielfältige Prozess der Auseinandersetzung zwischen christlicher, jüdischer und paganer Antike und die damit einhergehenden Transformationen zur spätantiken Kultur bis in das 7. Jahrhundert. Dabei kommen nicht nur Erscheinungen des religiösen Lebens, theologische Begriffe und Vorstellungen zur Sprache, sondern in gleicher Weise auch Staat und Gesellschaft, Recht und Wirtschaft, Literatur, Kunst und Wissenschaften, Alltagsleben und materielle Kultur.

  • Herausgabe des Reallexikons und des Jahrbuchs für Antike und Christentum

    AWK NRW

Berücksichtigung finden die griechisch und lateinisch sprechenden Gebiete Europas und der Mittelmeerwelt sowie die sich in anderen Sprachen artikulierenden Gebiete, in denen sich der Auseinandersetzungsprozess nachweisen lässt, besonders das Judentum in Palästina und der Diaspora. Die betreffenden Sachverhalte, christliche wie nichtchristliche, werden im Reallexikon unabhängig vom konfessionellen oder weltanschaulichen Standpunkt des Verfassers dargestellt.

Das Forschungsprogramm „Antike und Christentum“ geht auf den Religions- und Kirchenhistoriker Franz Joseph Dölger (†1940) zurück. Mit ihm, Hans Lietzmann (†1942) und weiteren Kollegen begründete der Bonner Kirchenhistoriker Theodor Klauser (†1984) das Reallexikon für Antike und Christentum.

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