Corpus Vitrearum Medii Aevi - CVMA (Alte Bundesländer)

Aufgabe und Ziel des seit 1975 von der Mainzer Akademie betreuten Langzeitprojekts ist die wissenschaftliche Bearbeitung der in den alten Bundesländern erhaltenen mittelalterlichen Glasmalereien im Rahmen des 1952 gegründeten, zwölf europäische Länder, die USA und Kanada verbindenden Forschungsunternehmens. Eine entsprechend strukturierte, von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften betreute Arbeitsstelle in Potsdam ist seit der Vereinigung für die neuen Länder zuständig.

  • Corpus Vitrearum Medii Aevi - CVMA (Alte Bundesländer)

    Corpus Vitrearum Deutschland/Freiburg i. Br. (Foto Ulrich Engert)

Die durch Umweltschäden in zunehmendem Maße gefährdeten Kunstdenkmäler werden fotografisch und zeichnerisch dokumentiert und nach den internationalen Richtlinien des CVMA ediert. Über die materielle Erfassung der in situ oder in musealem Besitz bewahrten Bestände hinaus werden Fragen nach technischen Voraussetzungen, historischen Zusammenhängen, stilistischen Entwicklungen, Grundlagen der Bildprogramme, Rolle der Auftraggeber und Arbeitsweise der Werkstätten geklärt. Damit kommt den Editionen des Corpus Vitrearum die Bedeutung von Quellenwerken zu, die der gesamten Mediävistik neue Fakten und Fragestellungen vermitteln. Die akuten Probleme der Erhaltung und Sicherung der Denkmäler haben darüber hinaus überall dort, wo Bände des Corpus Vitrearum in Arbeit sind, zu einer Engführung von wissenschaftlicher Erforschung und denkmalpflegerischer Betreuung geführt.

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