Schumann-Gesamtausgabe (RSA)

Die Neue Robert-Schumann-Gesamtausgabe (RSA) versteht sich als historisch-kritische Gesamtausgabe. Dabei will sie in der historischen Faktizität der authentischen Quellen verankert sein. Quellengetreue Textwiedergabe ist ihr Grundsatz. Gemäß dem aktuellen Stand der musikwissenschaftlichen Editionstechnik sollen sämtliche Kompositionen sorgfältig aufbereitet und als Ganzes vorgelegt werden. Auch fragmentarisch gebliebene Versuche, Skizzen und Entwürfe, d.h. alles, was von Schumann authentisch überliefert und in den meisten Fällen von ihm bewusst aufbewahrt worden ist, wird gesammelt, in seiner Bedeutung untersucht und in der Gesamtausgabe dokumentiert.

  • Schumann-Gesamtausgabe (RSA)

    Robert Schumann, Lithographie von Joseph Kriehuber, Wien 1839 / Wikimedia Commons

Wo für die heutige Zeit Missverständnisse oder Verstehensschwierigkeiten gegeben sein könnten, wird textkritisch eingegriffen. Grundsätzlich wird jede editorische Maßnahme und jede Abweichung vom Basistext (Originalausgabe und/oder Autograph) kenntlich gemacht. Dies geschieht im Notentext selbst oder im Revisionsbericht.

Schließlich will die Gesamtausgabe auch die Geschichtlichkeit der Werke berücksichtigen, gattungsgeschichtliche Aspekte ebenso wie rezeptionsgeschichtliche Daten und Zusammenhänge. Nicht zuletzt soll die kritische Ausgabe eine solide Grundlage schaffen für eine werktreue Pflege der Musik Robert Schumanns in der musikalischen Praxis. Geplant sind ca. 53 Notenbände mit eingebundenen Kritischen Berichten sowie 7 Bände mit Studien und Skizzen bzw. Schriften und Supplemente. Die RSA gliedert sich in acht Serien.

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