Schleiermacher in Berlin 1808–1834. Briefwechsel, Tageskalender, Vorlesungen

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768–1834) gehört zu den bedeutendsten Gestalten des geistigen Lebens in Deutschland in der klassischen Epoche um 1800. Sein Werk wirkt fächerübergreifend und international bis in die Gegenwart.

Nach der Niederlage Preußens 1806 und der Auflösung der Hallenser Universität, wo er seit 1804 als Professor der Theologie und Philosophie sowie als Universitätsprediger gewirkt hatte, siedelte Schleiermacher Ende 1807 nach Berlin über. Dort hielt er zunächst Privatvorlesungen und fand dann als Pfarrer an der Dreifaltigkeitskirche (seit 1809), Professor der Theologie an der neu gegründeten Universität und Akademiemitglied (beides seit 1810) seinen endgültigen Wirkungskreis.

Das auf 14 Jahre projektierte Akademienvorhaben erschließt im Kontext der Biographie die wissenschaftliche, kirchliche und politische Tätigkeit Schleiermachers in der Zeit der Vorbereitung der Berliner Universitätsgründung. Im Rahmen der "Kritischen Schleiermacher-Gesamtausgabe (KGA)" werden der überlieferte Briefwechsel sowie die theologisch und philosophisch grundlegenden Vorlesungen über die Philosophische Ethik und die Praktische Theologie ediert. Darüber hinaus werden die für die Biographie Schleiermachers und seine Vernetzungen in Berlin besonders aufschlussreichen Tageskalender in einer Datenbank-Edition zugänglich gemacht. Gefördert von der Stiftung der Evangelischen Kirche der Union (Düsseldorf) werden parallel Kommentarbände zu den Brieftexten erarbeitet.

Das Akademienvorhaben ist Teil des Zentrums Preußen-Berlin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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