Sammlung, Kommentierung und Herausgabe von Papyrusurkunden

Papyrus-, Inschriften- und Münzkunde vermehren unser Wissen von den Kulturen der Alten Welt regelmäßig durch einzigartiges neues Material und sind Grundlagendisziplinen für vertiefte Geschichts- und Literaturforschung.

Dieses Projekt widmet sich der Edition, Übersetzung und Kommentierung der Papyri aus der Kölner Papyrussammlung, einer der größten in Deutschland. International großes Aufsehen erregten bislang z.B. der Kölner Archilochospapyrus, die Biographie des Religionsstifters Mani im kleinsten Buch des Antike und Verse von Sappho, der ersten Dichterin des Abendlandes. Aufgrund der Befunde liegt der Schwerpunkt der Arbeiten inzwischen auf nichtliterarischen Texten.

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    AWK NRW

In diese Forschungen werden auch Papyri anderer Sammlungen einbezogen, wie im Fall der „Ptolemäischen Bankpapyri aus dem Herakleopolites“ mit Stücken aus den Sammlungen Köln, Heidelberg und Wien (Mitte 2. Jh. v.Chr.) und den die interkulturellen Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen reflektierenden „Acta Alexandrinorum“, deren Veröffentlichung kurz bevorsteht.

Als weitere wichtige Quellengattung werden an der Kölner Arbeitsstelle neben den in der Sammlung vorhandenen Münzen auch griechische Inschriften erforscht, besonders aus dem Gebiet der heutigen Türkei. Bislang erschienen über 50 Bände „Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien“. Erforscht wird derzeit die lykische Stadt Oinoanda, wo der Philosoph Diogenes in der größten Inschrift der Antike für den Epikureismus warb.

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