Neue Schubert-Ausgabe

Die Neue Schubert-Ausgabe ist eine wissenschaftlich-kritische Edition sämtlicher Werke Franz Schuberts (1797–1828). Ihre insgesamt 84 Bände sind nach Werkgruppen in acht Serien geordnet und schließen ein Werkverzeichnis, Dokumente zur Biographie und Quellenkataloge mit ein. Jeder Notenband nennt im Anhang die wichtigsten Quellen und Lesarten und wird durch einen separaten Kritischen Bericht ergänzt.

Die Neue Schubert-Ausgabe will einen Text bieten, der Wissenschaft und musikalischer Praxis zugleich dienen soll. Dieser Text wird auf der Basis aller erreichbaren Quellen erarbeitet. Einblicke in Schuberts Kompositionsverfahren und den Entstehungsprozess einzelner Werke gewährt die Edition aller erhaltenen Entwürfe und Fragmente.

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    Schubert-Portrait von Wilhelm August Rieder, 1875 / Wikimedia Commons

Von vielen Kompositionen Schuberts sind mehrere Fassungen überliefert. Als „offene Ausgabe“ sucht die Neue Schubert-Ausgabe alle Fassungen und Varianten eines Werks zugänglich zu machen. Modernen Interpreten gibt sie Hinweise zur Vortragslehre des frühen 19. Jahrhunderts. Für den Vortrag eingerichtete Fassungen, aus dem Umkreis des Komponisten werden in den Anhang der Notenbände aufgenommen und bieten die Möglichkeit, Veränderungen und Verzierungen kennen zu lernen, die zu Schuberts Zeit üblich waren.

Seit 1965 entsteht die Neue Schubert-Ausgabe an zwei Arbeitsstellen in Tübingen und Wien. Sie wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, das Land Baden-Württemberg, die Republik Österreich und die Stadt Wien. Das internationale Projekt wird betreut von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien.

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