Mittelhochdeutsches Wörterbuch (MWB)

Das "Mittelhochdeutsche Wörterbuch (MWB)" wird im Anschluss an eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Phase der Materialerhebung (1994-99) seit dem Jahr 2000 als Vorhaben von der Göttinger und der Mainzer Akademie gemeinsam getragen und von drei Arbeitsstellen in Göttingen (seit 1994) sowie Trier (seit 1994) und Mainz (seit 2011) durchgeführt.

Ziel ist es, den mittelhochdeutschen Wortschatz in den zeitlichen Grenzen von 1050 bis 1350 lexikographisch zu bearbeiten sowie in seiner systematischen Gliederung und seiner zeitlichen, regionalen und textsortenspezifischen Verbreitung repräsentativ zu beschreiben.

  • Mittelhochdeutsches Wörterbuch (MWB)

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Codex_Manesse_Walther_von_der_Vogelweide.jpg

Arbeitsbasis ist ein Corpus von philologisch gesicherten Texten aller Textsorten der gesamten Periode, das zum einen neben dichterischen Werken verstärkt Quellen aus den Bereichen der geistlichen Literatur, der Urkunden, Rechtstexte und Sachliteratur heranzieht sowie zum anderen die bisher vernachlässigten Werke der frühmittelhochdeutschen Periode und die literatur- und sprachgeschichtlich herausragenden Werke der nachklassischen Zeit auswertet.

Das neue Wörterbuch gewährt erstmals einen ausgewogenen Überblick über die Verwendungsbedingungen und die Bedeutungsentwicklung des gesamten mittelhochdeutschen Wortbestandes. Es schließt die Lücke zwischen Althochdeutschem und Frühneuhochdeutschem Wörterbuch und dient als zuverlässiges Hilfsmittel für die Erforschung der deutschen Sprache des Mittelalters und für das Verstehen und die philologische Erschließung mittelhochdeutscher Texte.

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