Leibniz-Edition

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) gilt als letzter Universalgelehrter. Entsprechend vielseitig und umfangreich ist das Werk, das er überwiegend unveröffentlicht hinterlassen hat. Bis heute existiert keine Gesamtausgabe, so dass die Forschung auf unzureichende Teilausgaben des 19. Jahrhunderts angewiesen ist. Das Vorhaben erarbeitet die Edition der Sämtlichen Schriften und Briefe von G. W. Leibniz. Der handschriftliche Nachlass befindet sich zum größten Teil in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover. Er umfasst ca. 100.000 Blatt, darunter ca. 20.000 Briefe (einschließlich der Briefe von Leibniz an ca. 1.300 Korrespondenten).

  • Leibniz-Edition

    Christoph Bernhard Francke - Bildnis des Philosophen Leibniz (ca. 1695)

Von diesem Corpus ist in der Akademie-Ausgabe bislang etwa die Hälfte im Druck erschienen. Der Umfang der in 8 Reihen angelegten historisch-kritischen Gesamtausgabe wird auf 130 Bände und Teilbände geschätzt. Das Leibniz-Archiv Hannover gibt die Reihen I (allgemeiner, politischer und historischer Briefwechsel), III (mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Briefwechsel) und VII (mathematische Schriften) heraus. Die Reihen II (philosophischer Briefwechsel) und VI (philosophische Schriften) werden von der Leibniz-Forschungsstelle Münster herausgegeben. Die Leibniz-Editionsstelle Potsdam gibt die Reihe IV (politische Schriften) heraus. Die Reihe VIII (naturwissenschaftliche, medizinische und technische Schriften) wird von der Leibniz-Editionsstelle Berlin herausgegeben.

Über die gedruckten Fassungen hinaus stehen die Editionsbände digital im Open Access zur Verfügung. Daneben finden sich auf den Websites der Forschungsstellen sowie auf der gemeinsamen Homepage (www.leibnizedition.de) Vorabeditionen und Transkriptionen sowie weitere digitale Hilfsmittel und Forschungsergebnisse, darunter der Arbeitskatalog (Ritterkatalog), die Personen- und Korrespondenz-Datenbank (Leibniz-Connection), kumulierte Registerdaten oder das Briefportal Leibniz.

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