Katalogisierung der orientalischen Handschriften in Deutschland (KOHD)

Die Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland (KOHD) ist ein Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, finanziert im Rahmen des Akademienprogramms durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern.

Die Katalogisierung der Orientalischen Handschriften wurde im Jahre 1957 auf Anregung der deutschen Orientalistik von Wolfgang Voigt, dem Leiter der Orientabteilung der Westdeutschen Bibliothek, im Einvernehmen mit der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft begründet, und bis 1989 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Seit 1990 wird sie als Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen fortgeführt; geplanter Abschlusstermin ist nunmehr 2022. 1996 hat die Union Académique Internationale, Bruxelles, die KOHD als Projekt C 53 unter ihr Patronat gestellt.

Aufgabe des Projekts ist es, Handschriften in orientalischen Schriften und Sprachen in den deutschen Bibliotheken und Sammlungen, die bisher noch nicht katalogisiert sind, zu erfassen und in gedruckten Katalogen zugänglich zu machen. Ab 2018 soll die Katalogisierung vorwiegend über eine im Aufbau befindliche Datenbank "KOHD digital" erfolgen.

Kataloge und Untersuchungen zu einzelnen Handschriften werden publiziert in dem Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland (VOHD), das vom Projektleiter im Auftrag der Akademie der Wissenschaften herausgegeben wird und im Franz Steiner Verlag Stuttgart erscheint. Jährliche Berichte über die Arbeit des Projekts erscheinen im Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen.

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