Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters (KdiH)

Der „Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters“ (KdiH) befasst sich mit der Text-Bild-Forschung des deutschsprachigen Mittelalters. Er verbindet die germanistische mit der kunsthistorischen Forschung und schafft damit eine wertvolle Grundlage für die Arbeit von Mediävisten unterschiedlicher Disziplinen. Sein Ziel ist es, die Ikonographie bestimmter literarischer Stoffe und Stoffkreise in deutscher Sprache systematisch zu dokumentieren und damit die Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Bildkunst in der deutschsprachigen Kultur des Mittelalters offen zu legen.

  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters

    Gebetbuch. Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. brev. 12, 72 recto

Dazu erfasst der KdiH alle mittelalterlichen Handschriften deutscher Sprache sowie deutsch-lateinische Mischhandschriften, die mit Illustrationen ausgestattet sind oder zur Illustration vorgesehene Bildlücken aufweisen. Darüber hinaus werden ergänzend illustrierte Inkunabeln und Postinkunabeln jener Texte und Stoffe aufgenommen, die auch in ihrer handschriftlichen Überlieferung Illustrationen enthalten. Der Katalog ordnet die Beschreibungsobjekte – etwa 3500 Handschriften – rund 140 Stoffgruppen zu. Als digitales Zusatzangebot zum gedruckten Katalog wird die Datenbank „Deutschsprachige illustrierte Handschriften des Mittelalters“ erarbeitet. Mithilfe dieser Datenbank können Katalogbearbeiter Beiträge für den Katalog verfassen. Außerdem ermöglicht sie Nutzern im Open Access die Recherche im Datenbestand des Katalogs, da die gedruckten Stoffgruppen nach und nach digital bereitgestellt werden.

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