Die Schriftkultur des christlichen Äthiopiens und Eritreas: Eine multimediale Forschungsumgebung

Die systematische Aufarbeitung des Wissens über äthiopische Handschriften ist das Ziel des zweiten bewilligten Langzeitvorhabens "Die Schriftkultur des christlichen Äthiopiens: Eine multimediale Forschungsumgebung". Äthiopien liegt, kulturgeschichtlich gesehen, sowohl am Rande des "Christlichen Orients" als auch mitten in Afrika. Die Kultur ist deshalb gleichermaßen beeinflusst von den Anfängen des Christentums wie auch des Islams. Außergewöhnlich für ein afrikanisches Land südlich der Sahara besitzt es ein reiches schriftliches Erbe, das auf das erste Millennium vor unserer Zeitrechnung zurückgeht. Es gibt aber bis heute keine systematische Zusammenstellung - weder aller bekannten Texte noch ihrer Erschaffer. Diesem Zustand soll das Vorhaben "Schriftkultur Äthiopiens" entgegenwirken.

  • Die Schriftkultur des christlichen Äthiopiens und Eritreas: Eine multimediale Forschungsumgebung

    Evangeliar aus dem 14. oder frühen 15. Jhd., 'Ura Qirqos, Äthiopien; Foto: Ethio-SPaRe

Eine vielfältige und vielschichtige virtuelle Forschungsumgebung soll geschaffen werden, in der Texte in Originalschrift, Transkription und Übersetzung aus unterschiedlichen Zeitperioden und Regionen mithilfe einer Datenbank, in der Informationen zu den Textträgern, Autoren und Herkunftsorten verknüpft werden. Das auf 25 Jahre ausgelegte Langzeitforschungsvorhaben wird unter Leitung von Prof. Dr. Alessandro Bausi am Asien-Afrika-Institut, insbesondere am Hiob Ludolf Zentrum für Äthiopistik der Universität Hamburg, durchgeführt.

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