Corpus Inscriptionum Latinarum

Das Corpus Inscriptionum Latinarum erfasst die lateinischen Inschriften aus dem gesamten Raum des ehemaligen Imperium Romanum in geographischer und systematischer Ordnung; es ist seit seiner Begründung durch Theodor Mommsen die maßgebliche Dokumentation des epigraphischen Erbes der römischen Antike. Heute liegen vom Corpus Inscriptionum Latinarum ca. 180.000 Inschriften sowie Ergänzungsbände mit Tafeln und speziellen Registern vor.

Die Edition beruht auf der Kontrolle der Originale unter Berücksichtigung der handschriftlichen und der gedruckten Überlieferung. Die Bände enthalten außer den Inschriften und der zugehörigen Dokumentation des epigraphischen und archäologischen Befundes zusammenfassende Bibliographien, Informationen über die antiken Gemeinden, aus denen die Inschriften stammen, reich gegliederte Namens- und Sachregister sowie Karten und Stadtpläne.

Die neuen Bände bieten dem Benutzer die Umschrift der epigraphischen Texte in Konfrontation zu Fotos und Zeichnungen in einem Ensemble: So ist der Leser im Stande, Befund und Lesung gegeneinander abzuwägen. Die dokumentarische Präsentation gewährt damit einen kritischen Zugang zum Text, der zu Mommsens Zeiten noch nicht möglich war. 

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