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Von Kurt Gärtner
BERLIN.
Wertvolle Wissensspeicher wie die Editionen und Wörterbuchprojekte der
Akademien der Wissenschaften sollen möglichst vielen Menschen digital
zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig muss die elektronische
Speicherung hard- und softwareneutral geschehen, so dass die
erarbeiteten Daten und Recherchemöglichkeiten auch künftigen
Generationen noch etwas nützen. Experten aus Akademieprojekten,
Bibliotheken, Universitäten und anderen wissenschaftlichen
Institutionen trafen sich daher vom 15. bis zum 17. Oktober 2007 zu
einem Workshop „Digitale Editionen“.
Hauptziel
des Workshops war es wie in München 2006, wo an der
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) der Vorgängerworkshop stattfand,
Vertretern aus interessierten Akademievorhaben und Wissenschaftlern aus
repräsentativen Projekten einen intensiven Informationsaustausch zum
Elektronischen Publizieren zu ermöglichen. Die AG will dazu
beizutragen, dass die im Rahmen der Akademieforschung geschaffenen
Grundlagenwerke, insbesondere die Editionen, künftig in größerem Umfang
auch in digitaler Form im Internet zugänglich gemacht werden und
dadurch das wissenschaftliche Ansehen der digitalen Ressourcen in
erheblichem Maße erhöht wird. Die Langzeitvorhaben der Akademien sind
in besonderer Weise dazu prädestiniert, die Exzellenz ihrer
Netzpublikationen zu garantieren und zur Akzeptanz der standardisierten
Datenauszeichnungssprache XML (eXtensible Markup Language) beizutragen
(http://www.w3.org/XML/), die die soft- und hardwareunabhängige
Langlebigkeit der geschaffenen Ressourcen ermöglicht.
Reges Interesse der Akademie-Arbeitsstellen
Das
Interesse an dem Workshop war sehr viel größer als erwartet: Rund 100
Teilnehmer waren gekommen, die zahlreiche Akademievorhaben und im
EDV-Einsatz führende Projekte aus Universitäten und
Forschungsinstituten repräsentierten. Besonders erfreulich war die rege
Teilnahme der Wissenschaftler aus den Vorhaben der
Berlin-Brandenburgischen Akademie und die angenehme Atmosphäre im
Einstein-Saal der Akademie, in dem der Workshop stattfand.
Das Programm des Workshops war zentralen Fragen des elektronischen
Publizierens, insbesondere den Editionen gewidmet. Die Editionsvorhaben
bilden im Akademienprogramm, dem Forschungsprogramm der deutschen
Wissenschaftsakademien, die mit Abstand größte Projektgruppe. Der
Workshop sollte daher durch die Vorstellung von wegweisenden
Forschungsprojekten die Akademien an den aktuellen Entwicklungen
beteiligen, um die Arbeit in ihren Editionsvorhaben so umfassend wie
möglich zu fördern.
Die Teilnehmer wurden im Namen der Akademie vom Direktor für
Wissenschaftsadministration, von Wolf-Hagen Krauth, willkommen geheißen.
Wegweisende Projekte vorgestellt
Im
ersten Programmblock am Nachmittag des 15. Oktobers wurden
Projekte und Software vorgestellt, die Service-Möglichkeiten bieten.
Laurent Romary, der Direktor der Max Planck Digital Library (Berlin),
eröffnete mit einem grundlegenden Beitrag zur Standardisierung den
Workshop. Er stellte die von der Text Encoding Initiative (TEI)
veröffentlichte neue Version (P5) der Guidelines for Electronic Text
Encoding and Interchange vor und ging auf die wesentlichen Neuerungen
ein (http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/index.html).
Die auf XML basierenden TEI-Guidelines bilden für die
geisteswissenschaftliche Datenverarbeitung einen de facto Standard;
zahlreiche Beiträge des Workshops bezogen sich auf die durch sie
vorgegebenen Kodierungsrichtlinien.
Gerald
Neumann (BBAW) stellte Entwicklung, Konzeption, Aufbau und Ausbaustufen
einer für mehrere Editionsvorhaben der BBAW entwickelten Skalierbaren
Architektur für digitale Editionen (SADE) vor (http://www.telota.de),
die sich durch die strikte Trennung von Inhalt und Darstellung
auszeichnet. Thomas Kollatz (Steinheim-Institut, Universität
Duisburg-Essen) erläuterte anhand der Edition von hebräischen
Inschriften die Vielseitigkeit von TUSTEP (http://www.zdv.uni-tuebingen.de/tustep/),
das seit über 30 Jahren auch in Akademievorhaben im Einsatz ist und von
dessen Leistungsfähigkeit zahlreiche Editionen zeugen.
Fotis Jannidis (TU Darmstadt) stellte das im Rahmen der bundesweiten
Initiative D-Grid des BMBF geförderte einzige geisteswissenschaftliche
Projekt TextGrid vor, eine modulare Plattform für verteilte und
kooperative wissenschaftliche Textdatenverarbeitung (http://www.textgrid.de/).
TextGrid errichtet eine gridfähige Workbench für die gemeinschaftliche
philologische Bearbeitung, Analyse, Annotation, Edition und Publikation
von Textdaten für Philologie, Linguistik und angrenzende
Wissenschaften. An das Projekt, das sich bereits auf dem Münchener
Workshop präsentierte, richten sich viele Erwartungen aus dem Bereich
der Akademieforschung, und eine enge Kooperation mit Akademievorhaben
liegt daher nahe.
Informationsplattform Open Access
Das
zum Abschluss des ersten Sitzungsblocks vorgesehene Forum mit der
Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt, Ute Schwens,
über unterschiedliche Rollen von Bibliotheken und hochaktuelle Fragen
im Bibliotheksbereich (Publikationsprozesse, Pflichtablieferung,
Langzeitarchivierung) musste krankheitsbedingt leider ausfallen. An
ihrer Stelle konnte Rubina Vock (Center für Digitale Systeme, FU
Berlin) das DFG-Projekt „Informationsplattform Open Access“ mit einem
instruktiven Beitrag vorstellen (http://open-access.net/de/).
Der Beitrag war umso willkommener, da das Thema Open Access in der
Diskussion mit den Verlagen auf dem zweiten Forum eine zentrale Rolle
spielen sollte.
Schwerpunkt Retrodigitalisierung
Die
beiden Sitzungsblöcke am 16. Oktober waren den digitalen Editionen
gewidmet. Um Fragen der Retrodigitalisierung von Editionen ging es in
den Beiträgen des Vormittags. Andrea Rapp und Thomas Burch
(Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und
Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität
Trier) behandelten in ihrem Beitrag anhand von Projekten des Trierer
Kompetenzzentrums (http://germazope.uni-trier.de/Projects/KoZe2)
zwei zentrale Aspekte digitaler Editionen, zum einen den Weg von einer
gedruckten Edition zu ihrer retrospektiv digitalisierten Form und die
damit verbundenen Probleme (Qualitätssicherung, Zitierfähigkeit,
Zeichenrepräsentation), zum andern die über die Nutzungsmöglichkeiten
der gedruckten Ausgabe hinausgehenden Funktionalitäten des digitalen
Mediums
Oliver Duntze und Christiane Fritze
(Deutsches Textarchiv, BBAW) stellten das Konzept des seit Juli 2007
laufenden DFG-Projekts „Deutsches Textarchiv“ vor (http://www.deutsches-textarchiv.de),
dessen Ziel es ist, einen disziplinübergreifenden Kernbestand an Texten
deutscher Sprache von Beginn der Druckkunst bis zur Gegenwart zu
digitalisieren und die XML/TEI-P5 konformen Daten so aufzubereiten,
dass die Texte über das Internet in vielfältiger Weise zur Nutzung und
Annotation zur Verfügung stehen. Georg Vogeler (LMU München /
Università Lecce) stellte in seinem Beitrag „Digitale Urkundenbücher“
ein ähnliches Projekt vor, das ebenfalls im Rahmen einer
Akademie-Initiative (Akademie der Wissenschaften und der Literatur,
Mainz) als DFG-Projekt geplant ist, und die Digitalisierung von
Urkundenbüchern und die Kodierung der wesentlichen
Informationspositionen in gedruckten Urkunden zum Ziel hat. Almuth
Bedenbender (Deutsches Rechtswörterbuch, Heidelberger Akademie der
Wissenschaften) referierte über das DFG-Projekt DRQEdit (http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/content/germanlaw),
das den überwiegenden Teil der deutschsprachigen juristischen
Erstdrucke und Bearbeitungen bis zum Jahr 1600 als Images und als
TEI-konform aufbereiteten Volltext über das Netz verfügbar machen wird.
Mit den Tagungsunterlagen wurde eine von Michail Jungierek (Hamburg) verfasste Einführung in Wikisource (http://de.wikisource.org),
einem Schwesterprojekt von Wikipedia, verteilt. Der Verfasser hatte die
Gelegenheit, kurz die Entstehung des Projekts und sein
zukunftsweisendes Profil zu erläutern. Der beispiellose Erfolg von
Wikipedia dürfte auch Wikisource beflügeln und zu einer rasch
wachsenden Sammlung retrodigitalisierter Texte aller Sprachstufen des
Deutschen führen.
Born digital
Der
Sitzungsblock am Nachmittag dieses Tages war den Editionsprojekten
gewidmet, deren Konzeption bereits von den Möglichkeiten der
Datenverarbeitung bestimmt war. Den Prototyp einer solchen alle Aspekte
der Überlieferung und ihrer Präsentation mit umfassenden klassischen
textkritischen Edition stellten Bernhard Assmann
(Universitätsbibliothek Trier), Franz Fischer (Thomas-Institut Köln)
und Patrick Sahle (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) vor in
ihrem Beitrag „Zur kritisch-digitalen Erstausgabe der Summa de officiis
ecclesiasticis des Wilhelm von Auxerre (ca. 1160 – 1231)“, einem
Forschungsprojekt des Kölner Thomas-Instituts
(http://www.thomasinstitut.uni-koeln.de/forschung/). Johannes Ramminger
(Thesaurus Linguae Latinae, Bayerische Akademie der Wissenschaften) gab
in seinen anregenden und aspektreichen Bemerkungen zum Thema „Digitale
Editionen aus der Benutzerperspektive“ einen Überblick über die
Benutzerwünsche, die nicht nur der Lexikograph, sondern der Philologe
überhaupt an die digital aufbereiteten lateinischen Texte und
Textsammlungen stellen kann. Susanne Schütz und Jörg Ritter
(Universität Halle-Wittenberg) zeigten in ihrem Beitrag über
„Entwicklung und Einsatz eines TEI-konformen Texteditors für die
Edition der Dramen von Karl Gutzkow“, wie fruchtbar die Zusammenarbeit
von Philologen und Informatikern ist. Ihr Projekt, das an verteilten
Arbeitsstellen durchgeführt wird, arbeitet mit dem Prototypen eines
Editionswerkzeugs (KRONOS, http://kronos.uzi.uni-halle.de),
das die automatische XML-Vertaggung der Dateien und den Export in
verschiedene Publikationsverfahren erheblich vereinfacht. Die
Gutzkowschen Dramen werden in Buchform (mit CD) und gleichzeitig in
einer Online-Ausgabe publiziert (http://www.gutzkow.de).
Die Edition von Briefen war Gegenstand von zwei Beiträgen, die einander
ergänzten im Hinblick auf den Einsatz von XML und TEI-P5. Wolfgang
Lukas (Universität Wuppertal) und Ute Recker-Hamm (Arbeitsstelle des
Mittelhochdeutschen Wörterbuches der Akademie der Wissenschaften und
der Literatur, Mainz an der Universität Trier) gingen in ihrem Beitrag
„Der Einsatz von XML für die textgenetische Edition des C. F.
Meyer-Briefwechsels: Motivation, Erfahrungen und Perspektiven“
ausführlich auf Umstellung eines an der Universität Zürich
angesiedelten Editionsprojekts (http://cfmeyer.ch) von einem kommerziellen Textverarbeitungsprogramm (WORD) zu einer XML/TEI konformen Arbeitsweise ein.
Joachim Veit (Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Detmold/Paderborn)
und Gabriele Buschmeier (Union der Akademien der Wissenschaften Mainz)
beschrieben die „XML-Briefcodierung mit TEI P 5 im Kontext der
Weber-Gesamtausgabe“ und stellten den Teilnehmern eine umfassende
Dokumentation zur Briefkodierung zur Verfügung, die von der
Weber-Gesamtausgabe gemeinsam mit dem von Joachim Veit geleiteten
DFG-Projekt „Digitale Musikedition“ erarbeitet worden war und von der
TEI-Arbeitsgruppe „Briefe und Tagebücher“ der Mainzer Akademie bereits
ausführlich diskutiert wurde. Die Chancen konsensfähiger Musterlösungen
für Briefeditionen sollen auf der internationalen Tagung „Digitale
Editionen“ in Paderborn im Dezember (http://www.dirom.de/index.php?id=28) ausführlicher diskutiert werden.
Hartmut Hecht (Leibniz-Edition Reihe VIII, Berlin-Brandenburgische
Akademie der Wissenschaften) und Christiane Hümmer (Telota,
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) stellten am Ende
des Sitzungsblocks „Parallelpublikationen in der Leibniz-Arbeitsstelle“
vor, wie sie für den ersten Band der Reihe VIII der
historisch-kritischen Gesamtausgabe entwickelt wurden (http://leibnizviii.bbaw.de/).
Dabei werden die XML-konform aufbereiteten Daten und
Arbeitsergebnisse des Editionsvorhabens im Internet sukzessive und mit
Blick auf die onlinespezifischen Möglichkeiten der Darstellung
historischer Quellen (Leibniz-Autographe) präsentiert. Der Band
erscheint zugleich auch als Printausgabe.
Wie in
München wurde auch in Berlin bei einem gemeinsamen Abendessen in der
Mensa der Hanns Eisler-Musikhochschule den Teilnehmern aus verwandten
Projekten die Möglichkeit zu einem vertieften Informationsaustausch
geboten, der sehr rege wahrgenommen wurde.
Digitale Lexikographie
Der
Sitzungsblock am Vormittag des 17. Oktober wurde zunächst von den
Lexikographen bestritten, die über die Vorteile berichteten, die der
Zugriff auf digitale Editionen in der alltäglichen Wörterbucharbeit
bietet. Johannes Staub (Mittellateinisches Wörterbuch, Bayerische
Akademie der Wissenschaften) referierte über „Die Verwendung von
digitalen Editionen in der lateinischen Lexikographie“ (http://www.mlw.badw.de)
und Ralf Plate (Arbeitsstelle des Mittelhochdeutschen Wörterbuches der
AWL Mainz an der Universität Trier) über „Digitale Editionen in der
historischen Lexikographie am Beispiel des Mittelhochdeutschen
Wörterbuchs“ (http://www.mwb.uni-trier.de).
Markus Wesche (Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi BAdW) lieferte
in seinen „Beobachtungen eines Quellen-Bibliographen – die
«Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters» und das Problem der
digitalen Editionen“ wertvolle Hinweise auf die Funktion des seit 2006
in PDF-Dateien zugänglichen „Geschichtsquellen“-Vorhabens (http://www.repfont.badw.de), das alle einschlägigen Editionen verzeichnet. Leider ist nur der geringste Teil davon bisher digitalisiert.
Open Access und Verlage
In
dem den Workshop abschließenden Forum stellte Heiko Hartmann (de
Gruyter Verlag, Berlin) die „Chancen und Probleme von Open Access aus
der Perspektive der Verlage“ dar. Die AG hatte im Vorfeld mehrere
deutsche Verlage mit einem geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt in
ihrem Programm gebeten, ihre Stellungnahmen zum Thema Open Access an
Heiko Hartmann weiterzuleiten, der daher mit seinen Ausführungen die
Sicht mehrerer Verlage repräsentierte. Die Open-Access-Problematik
wurde mit den Referenten und den anwesenden Verlagsvertretern zugleich
kontrovers und engagiert diskutiert. Aus Sicht der AG hat sich das
Verhältnis zu den Verlagen etwas entspannt, nachdem die Verlage
allmählich ihre Rolle im Nebeneinander und der Konkurrenz der Medien zu
finden scheinen.
An dem Forum konnte auch Ralf
Szymanski vom Verlag der Directmedia Publishing GmbH (Berlin)
teilnehmen, die mit ihrem epochemachenden Verlagskonzept (Bücher auf
CD/DVD zu für jeden Interessierten erschwinglichen Preisen) und ihrer
mittlerweile auf 165 Bände angewachsenen „Digitalen Bibliothek“ die
Politik der Hochpreis-CDs renommierter Verlage erfolgreich unterlaufen
hat. Ein Großteil der von Directmedia geschaffenen Ressourcen ist seit
kurzem auch über das neue Projekt zeno.org im Netz frei zugänglich. Der
Internetauftritt und die CD-Roms sind gleichberechtigte Teile eines
Ganzen, das nun auch das Open Access-orientierte Konzept einer
digitalen Universalbibliothek zu verwirklichen sucht.
Am Ende der erfolgreichen Veranstaltung konnte Wolfgang Raible von der
AG „Elektronisches Publizieren“ den Dank an Teilnehmer und gastgebende
Akademie, insbesondere das Vorhaben „Deutsche Texte des Mittelalters“,
für die rundum gelungene Organisation und Betreuung aussprechen.
Der
Autor Prof. Dr. Kurt Gärtner (Akademie der Wissenschaften und der
Literatur, Mainz) ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Elektronisches
Publizieren“. Dieser Artikel entstand in Verbindung mit den Mitgliedern
der AG „Elektronisches Publizieren“ Helmar Junghans (Sächsische
Akademie der Wissenschaften), Wolfgang Raible (Heidelberger Akademie
der Wissenschaften) und Ralf Wolz (Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften).
Das Programm der Tagung
Montag, 15.10.2007
14.00 – 14.15 Begrüßung und Eröffnung
Service-Projekte für Editionen
14.15 – 15.45 Uhr
Laurent Romary (Max Planck Digital Library Berlin): TEI-Richtlinien für Editionen
Gerald Neumann (Telota – LAB, BBAW): Skalierbare Architektur für digitale Editionen (SADE)
16.15 – 18.00 Uhr
Thomas Kollatz (Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an
der Universität Duisburg): TUSTEP für digitale Editionen
Fotis Jannidis (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, TU
Darmstadt): TextGrid: Neue Werkzeuge für Editionen
19.00 – 21.00 Uhr:
Forum: Unterschiedliche Rollen von Bibliotheken
Ute Schwens (Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt): Publikationsprozesse – Pflichtablieferung – Langzeitarchivierung
Dienstag, 16.10.2007
Retrospektiv digitalisierte Editionen
09.00 – 10.45 Uhr
Thomas Burch / Andrea Rapp (Kompetenzzentrum für elektronische
Erschließungs- und Publikationsverfahren an der Universität Trier): Die
retrospektiv digitalisierte Edition
Christian Fritze / Oliver Duntze (Deutsches Textarchiv, BBAW): Digitale
Editionen in der Sammlung des Deutschen Text-Archivs (DTA)
11.15 – 12.45 Uhr
Georg Vogeler (Università del Salento a Lecce, Dipartimento dei Beni
delle Arti e della Storia, Lecce/Italien): Digitale Urkundenbücher:
Zwischen Retrodigitalisierung und Urkundendatenbank
Almuth Bedenbender (Deutsches Rechtswörterbuch, HAW): Die
Retrodigitalisierung von juristischen deutschen Texten im DFG-Projekt
DRQEdit
„Born Digital“-Editionen
14.00 – 15.45 Uhr
Bernhard Assmann (Universitätsbibliothek Trier) / Franz Fischer
(Thomas-Institut Köln) / Patrick Sahle (Herzog-August-Bibliothek
Wolfenbüttel): Zur kritisch-digitalen Erstausgabe der Summa de officiis
ecclesiasticis des Wilhelm von Auxerre (ca. 1160 – 1231)
Johann Ramminger (Thesaurus Linguae Latinae BAdW): Digitale Editionen aus der Benutzerperspektive
Susanne Schütz (Institut für Romanistik, Halle) / Jörg Ritter (Institut
für Informatik, Universität Halle-Wittenberg): Entwicklung und Einsatz
eines TEI-konformen Texteditors für die Edition der Dramen von Karl
Gutzkow
16.15 – 18.00 Uhr
Wolfgang Lukas (FB A Geistes- und Kulturwissenschaften, Germanistik,
Universität Wuppertal) / Ute Recker-Hamm (Arbeitsstelle des
Mittelhochdeutschen Wörterbuches der AWL Mainz an der Universität
Trier): Der Einsatz von XML für die textgenetische Edition des C. F.
Meyer-Briefwechsels: Motivation, Erfahrungen und Perspektiven
Joachim Veit (Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Detmold/Paderborn) /
Gabriele Buschmeier (Union der Akademien der Wissenschaften Mainz):
XML- Briefcodierung mit TEI P 5 im Kontext der Weber-Gesamtausgabe
Christiane Hümmer (Telota, BBAW) / Hartmut Hecht
(Leibniz-Edition-Arbeitsstelle Berlin, BBAW): Parallelpublikationen in
der Leibniz-Arbeitsstelle
19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen
Mittwoch, 17.10.2007
Editionen und Lexikographie
09.00 – 10.45 Uhr
Johannes Staub (Mittellateinisches Wörterbuch BAW) / N. N. (Thesaurus
Linguae Latinae BAW): Die Verwendung von digitalen Editionen in der
lateinischen Lexikographie
Ralf Plate (Arbeitsstelle des Mittelhochdeutschen Wörterbuches der AWL
Mainz an der Universität Trier): Digitale Editionen als Komponenten
eines Artikelredaktionssystems
11.15 – 12.30 Uhr
Forum: Kooperation mit Verlagen
Heiko Hartmann (de Gruyter Verlag, Berlin): Chancen und Probleme von Open Access aus der Perspektive der Verlage
Schlusswort
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