eHumanities

Das elektronische Erfassen, Verarbeiten, Speichern und Bereitstellen von Daten, Informationen, Texten, Bildern und anderen materieller Quellen nimmt im geisteswissenschaftlich ausgerichteten Akademienprogramm eine wichtige Rolle ein und bietet große Chancen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sogar weltweit in miteinander verknüpften Datenbanken recherchieren. Archäologische oder kunsthistorische Artefakte und Objekte können virtuell rekonstruiert werden. Und miteinander verbundene Wörterbücher etwa zur Entwicklung der deutschen Sprache bieten neuartige Suchoptionen. Die Forschungsergebnisse, die im Rahmen des Akademienprogramms erarbeitet werden, sollen auch der nationalen und internationalen Wissenschaftscommunity sowie der Öffentlichkeit scnell und aktuell zugänglich sein. Dies gelingt u. a. durch die Integration von Ergebnissen in supra nationale Forschungsinfrastrukturen wie CLARIN oder DARIAH. Das Akademienprogramm leistet somit einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung der Digital Humanities.

AG eHumanities der Akademienunion

AG eHumanities der Akademienunion

In der Arbeitsgruppe eHumanities, die unter dem Dach der Akademienunion eingerichtet wurde, beschäftigen sich bereits seit 1999 Expertinnen und Experten aus der Informatik, den Sprach- und Literaturwissenschaften, der Rechtswissenschaft und der Computerlinguistik sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Forschungsprojekten des Akademienprogramms mit Fragen des Urheberrechts, der elektronischen Speicherung, mit Standards, Tools und Software sowie mit Fragen des Open Access und der langfristigen Verfügbarkeit der elektronischen Daten. Einmal im Jahr organisiert die Akademienunion einen gemeinsamen Workshop zu einem Spezialthema des elektronischen Publizierens.

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AG der Akademienunion zu Schaffung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

NFDI-Arbeitsgruppe

Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) hat mit seinen Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement und seinen Überlegungen zum Einstieg in eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wichtige Impulse zur Schaffung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur gegeben. Die Wissenschaftsakademien halten die Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen für die Bereitstellung und Pflege von Forschungsdaten für dringend geboten. Dies gilt insbesondere auch für die Geisteswissenschaften, um eine langfristige Sicherung der vorliegenden Forschungsdaten und -ergebnisse zu gewährleisten. Die Akademien sehen es als ihre Aufgabe, sich sowohl an der Diskussion um die Gestaltung als auch an dem Aufbau eines entsprechenden Angebots zu beteiligen. Sie haben daher eine interakademische Arbeitsgruppe unter dem Dach der Akademienunion ins Leben gerufen, die in einem Positionspapier die Bedeutung einer Nationalen Infrastruktur für die Geisteswissenschaften aufführt.

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Digitalisierungszentren der Akademien und Kooperationen

Digitalisierungszentren der Akademien und Kooperationen

In den vergangenen Jahren gingen aus den Mitgliedsakademien der Akademienunion Einrichtungen hervor, die IT-Lösungen im Bereich der Digital Humanities aufgebaut und weiterentwickelt haben:

  • Digitale Akademie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
  • TELOTA der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Darüber hinaus kooperieren die Akademien mit mehreren führenden Digitalisierungszentren in Deutschland:

BMBF-geförderte Projekte der Akademienunion zu eHumanities

BMBF-geförderte Projekte der Akademienunion zu eHumanities

Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien und ähnlichen Forschungseinrichtungen
Die Akademienunion und der europäische Akademienzusammenschluss All European Academies (ALLEA) haben von August 2013 bis Oktober 2015 ein Projekt durchgeführt, in dessen Rahmen eine Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien erarbeitet wurde. Mithilfe einer Umfrage, an der sich über 600 Projekte aus 31 Ländern in Europa beteiligt haben, wurden Daten über die Struktur und die Ausstattung der Forschungsprojekte erhoben, ausgewertet und Potenziale für internationale Kooperationen untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt bei der Erhebung und Auswertung war die Digitalisierung der Forschungsprojekte.

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Aufbau eines europäischen Akademienportals
Das Projekt verfolgte zwischen November 2015 und Juni 2017 das Ziel,  ein Konzept für eine paneuropäische digitale Infrastruktur zu erarbeiten, welche die Sichtbarkeit und Findbarkeit der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung an den Akademien verbessert und internationale Kooperationen befördert. Dazu wurden die Grundanforderungen für ein zukünftiges europäisches Akademienportal für die Geistes- und Sozialwissenschaften (European Academies Internet Gateway, kurz: AGATE) ermittelt und Möglichkeiten geprüft, bestehende Angebote und Lösungskonzepte zu integrieren, weiterzuverwenden und anzupassen.

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© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014