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Die „Neue Bach-Ausgabe“, eine historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke Johann Sebastian Bachs, ist abgeschlossen. Erstmals liegt somit das gesamte musikalische Schaffen Bachs in authentischen Notentexten vor, weder für die Aufführung noch das Studium der Werke Bachs gibt es derzeit zuverlässigere Partituren und Kommentare. Die Editionsmethoden der Ausgabe haben Vorbildcharakter für alle folgenden großen Musiker-Gesamtausgaben.
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| Die Bände der Neuen Bach-Ausgabe. |
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Als gesamtdeutsches Projekt wurde die „Neue Bach-Ausgabe“ seit Anfang der Fünfziger Jahre vom Bach-Institut Göttingen und vom Bach-Archiv Leipzig erarbeitet und enthält in mehr als 100 Notenbänden alle erhaltenen Werke des Barockkomponisten. Sie erscheint seit 1954 im Bärenreiter-Verlag, gefördert wurde sie vor allem über das Akademienprogramm, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert wird.
Der letzte Band wurde am 13. Juni 2007 in einem Festakt in der Leipziger Thomaskirche übergeben. Es sprachen unter anderem Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Gerhard Gottschalk, und der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung. Prof. Frieder Meyer-Krahmer betonte dabei die außergewöhnliche Leistung der an der Edition beteiligten Wissenschaftler: „Wenn Musikwissenschaftler heute wissen wollen, wie die künstlerische Entwicklung des Komponisten verlief, so sind sie auf detektivischen Spürsinn angewiesen. Für die vorliegende Bach-Ausgabe analysierten die Experten Papier und Wasserzeichen und identifizierten Notenschreiber.“
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| Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn |
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| Ehrengäste in der Leipziger Thomaskirche |
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| Prof. Dr. Gerhard Gottschalk |
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| Übergabe des letzten Bandes: v. l. n. r.: Prof. Dr. Bernd Moeller, Johann-Sebastian-Bach-Institut e.V., Göttingen; Staatssekretär Dr. Josef Lange, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hannover; Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn (verdeckt); MR Joachim Linek, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Dresden; Prof. Dr. Christoph Wolff, Bach-Archiv Leipzig; Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz; Prof. Dr. Georg Christoph Biller, Thomaskantor, Leipzig; Prof. Dr. Barbara Scheuch-Vötterle, Bärenreiter-Verlag, Kassel |
Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester präsentierten in einem Konzert Werke, die erstmals in der „Neuen Bach-Ausgabe“ veröffentlicht wurden.
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| Thomanerchor Leipzig |
Im Anschluss an den Festakt rundete ein Empfang im Alten Rathaus den Tag ab.
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| Prof. Dr. Uwe-Frithjof Haustein, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Mitte) |
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| beim Empfang: 2. von links: Prof. Dr. Christoph Wolff, der Direktor des Bach-Archivs Leipzig |
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| Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, die Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz (links), beim Empfang. Bereits 1976 hat die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz die Göttinger Arbeitsstelle der Neuen Bach-Ausgabe zusammen mit einer Reihe von langfristigen musikwissenschaftlichen Forschungsprojekten in ihre koordinierende Betreuung übernommen. |
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| Die Mitglieder des Herausgeberkollegiums der NBA, Geschäftsleitung und Lektoren des Bärenreiter-Verlags, Vertreter der Union der Akademien der Wissenschaften; Mitglieder des Ausschusses Musikeditionen der Union der Akademien der Wissenschaften; Bandherausgeber |
Fotos: © Bach-Archiv Leipzig / Gert Mothes |