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Am 2.
Juni 2010 lud die Akademienunion zu ihrem jährlichen Akademientag ein.
Ein vielfältiges Programm
erwartete am Nachmittag ab 13 Uhr Lehrer, Schüler (ab Klasse 10) sowie alle
Interessierten und am Abend um 19 Uhr geladene Gäste.
Religion
ist nicht nur Glaube und Bekenntnis, sondern fordert Reflexion. Bei allen
Unterschieden ist den Religionen gemeinsam, dass sie Antworten geben wollen auf
die existentiellen Fragen des Lebens: Sie sind Ausdruck der menschlichen Suche
nach Sinn und Orientierung. Nachdenken über Religion ist Nachdenken über den
Menschen.
Religionen
und die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen – darum ging es in Vorträgen,
Ausstellungen, Präsentationen und Workshops ab 13 Uhr, im Gebäude der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Berliner
Gendarmenmarkt, Jägerstraße 22-23.
Auf
dem Nachmittagsprogramm standen
-
einführende Vorträge zu den zentralen Inhalten von Christentum, Judentum, Islam
und Buddhismus
- Vorträge und Diskussionen über aktuelle
Einzelaspekte, wie den Beitrag der Religionen zum Frieden
- die Arbeit an „heiligen Räumen“: Architekt
Paul Böhm sprach über seine Entwürfe einer Kirche und einer Moschee
Daneben
präsentierten sich 13
Forschungsprojekte aus den Akademien.
Bei
Ausstellungen, Multimedia-Präsentationen, an Recherchestationen und in
Wissenschaftswerkstätten erhielten Besucher Einblick in die Arbeit
theologischer und religionswissenschaftlicher Forschung und wurden zum
Mitmachen eingeladen.
Die Abendveranstaltung um 19 Uhr im Leibniz-Saal der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit dem Titel:
",weislich geordnet...?' Die Schöpfung im Spiegel der Künste" bot ein
Programm mit Vorträgen, Musik und einer literarischen Lesung. Der
Berliner Kunsthistoriker Prof. Horst Bredekamp sprach über die
Vorstellung von Schöpfung "aus dem Vollen und aus dem Nichts in der
bildenden Kunst. Wie sich Komponisten die Entstehung der Welt
vorstellen, zeichnete die Muskwissenschaftlerin Prof. Silke Leopold,
Heidelberg, in einem Vortrag mit Musikbeispielen nach ("Der Klang der
Schöpfung"). Prof. Jürgen Stenzel, Hamburg, trug Eduard Mörikes
"Märchen vom sichern Mann" vor. Für die musikalische Umrahmung sorgte
das VARIO Quartett der Hochschule für Musik Hanns Eisler mit Werken von
Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Dr. Martina Münch,
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Brandenburg, sprach ein Grußwort.
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