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Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften lud Schüler, Lehrer und weitere Interessierte ein, das nur scheinbar trockene Fach neu zu erkunden
Eigentlich ist eine Akademie ein ruhiger Ort. Geforscht wird hier und getagt, niemand rennt über die Gänge. Am 19. Juni 2008 jedoch war das ganz anders: Erwachsene waren ab der Mittagszeit im Akademiegebäude am Berliner Gendarmenmarkt eindeutig in der Minderheit. Stattdessen bevölkerten neben Lehrern und interessierten Laien etwa 2.200 Schüler unterschiedlichster Klassenstufen die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Sie alle waren auf Einladung der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften gekommen, um beim „Akademientag zu Mathematik“ Filme zu sehen und Ausstellungen zu besuchen, Demonstrationen zum Mitmachen auszuprobieren und Rätsel zu lösen. Und vor allem diskutierten ausgewiesene Experten mit ihnen Fragen wie: Welche Berechnungen stecken hinter den Klimamodellen? Wie laufen Optimierungsprozesse ab? Mit welchen mathematischen Methoden werden Bilder erzeugt? Und wer schützt eigentlich das Internet? Die Wissenschaftler wollten dem Nachwuchs zeigen, dass Mathematik unseren gesamten Alltag durchzieht – und außerdem Spaß machen kann. Und nicht zuletzt auch den Lehrern neue Anregungen für ihren Unterricht geben.
„Es war ein wunderbar gelungenes Experiment“, zog Prof. Dr. Günter Stock, der Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Bilanz: „Niemals zuvor hatten wir so viele Schülerinnen und Schüler zu Gast. Sie haben es wirklich als Angebot verstanden, es angenommen und durch ihr Mitmachen gewürdigt.“
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Der festliche Höhepunkt des „Akademientages zur Mathematik“ am Abend des 19. Juni 2008 zeigte anschließend geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik, dass Mathematik und Kunst erstaunliche Verbindungen eingehen können. Trotz des gleichzeitig stattfindenden EM-Viertelfinales Deutschland – Portugal kamen etwa 400 Menschen in den Lokschuppen des Deutschen Technikmuseums Berlin und entdeckten mit Theater, Musik und Diskussionen überraschende Perspektiven auf mathematische Phänomene. Außerdem wurden die Gewinner der Akademienpreisaufgabe bekanntgegeben.
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