All European Academies (ALLEA)

ALLEA wurde bereits 1994 aus einem gemeinsamen Verständnis von Europa und der europäischen Idee heraus gegründet, um den europäischen Akademien der Wissenschaften eine gemeinsame Stimme zu geben. Heute ist ALLEA der Zusammenschluss von inzwischen 59 Akademien in über 40 Ländern nach der Systematik des Europarates. Deshalb gehören z. B. die Akademien Russlands, Israels oder der Türkei ALLEA an.

So vielfältig wie die Standorte dieser Akademien, so vielfältig ist auch ihre Struktur. Manche verstehen sich als Gelehrtengesellschaften, manche als Think Tanks und wiederum andere als Forschungsorganisationen. Aber eines ist ihnen allen gemein: Sie sind selbstverwaltende, sowohl die Natur- als auch die Geistes- und die Gesellschaftswissenschaften vertretende Gemeinschaften und sind somit innerhalb der Scientific Community ein Reservoir exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu den Besten des jeweiligen Landes gehören.

Publikationen, Berlin 2017

  • The European Code of Conduct for Research Integrity. Revised Edition (PDF)
  • Developing a Vision for Framework Programme 9 (PDF)

Hauptanliegen von ALLEA ist, aktiv und unabhängig von politischen, kommerziellen und ideologischen Interessen optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung in Europa zu ermöglichen, mit dem Ziel, für den wissenschaftlichen Fortschritt und die Entwicklung von Innovationen ein geeignetes Milieu zu erschaffen.


Darüber hinaus berät ALLEA Politik, Wissenschaft und Gesellschaft mit in Ständigen und Ad-hoc-Arbeitsgruppen grenzüberschreitend und interdisziplinär entwickelten Stellungnahmen zu wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Fragen.

ALLEA ist aktiv am SAPEA (Science Advice for Policy by European Academies) Projekt beteiligt. Zusammen mit den Partnerorganisationen Academia Europaea, EASAC, Euro-CASE und FEAM arbeitet ALLEA, via SAPEA, eng mit dem Scientific Advice Mechanism (SAM) der Europäischen Kommission zusammen, um die wissenschaftliche Expertise von mehr als 100 europäischen Akademien aus 40 Ländern in die politische Beratung einzubringen.

Ursprünglich von der  niederländischen Regierung unterstützt, finanziert ALLEA sich seit 2013 durch Mitgliedsbeiträge.

Präsident:
Prof. Dr. Günter Stock
Ehemaliger Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Vizepräsidenten:
Prof. Dr. Ed Noort
Ehemaliger Foreign Secretary der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KANW)

und

Prof. Dr. Daniela Jezova
Vizepräsidentin der Slovakischen Akademie der Wissenschaften

Delegierte der Akademienunion:
Prof. Dr. Günter Stock
Ehemaliger Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

und

Prof. Dr. Albrecht Riethmüller
Freie Universität Berlin, Musikwissenschaft
Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Vertreter in den Ständigen Arbeitsgruppen:
Intellectual Property Rights:
Prof. Dr. Joseph Straus
Vorsitzender des Ständigen Komitees
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht, München

Science & Ethics:
Prof. Dr. Ludger Honnefelder
Universität Bonn, Philosophie
Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Vertreter in den Arbeitsgruppen:
Framework Programme 9:
Prof. Dr. Axel Börsch-Supan
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Ottmar Ette
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Science Education for the 21st Century:
Prof. Dr. Ingolf Volker Hertel
Humboldt Senior Advisor am Institut für Physik der Humboldt Universität zu Berlin
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Randolf Menzel
Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014